Die besten Futterhäuser für Gimpel, Kernbeißer und Grünfinken
Futterhaus für Gimpel und Kernbeißer: Große Körnerfresser brauchen breite, stabile Sitzflächen. Wir zeigen, welche Futterhaus-Typen dafür passen und warum.
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In diesem Artikel
- Die Empfehlungen im Überblick
- Wie wir ausgewählt haben
- Was macht ein Futterhaus gut für große Körnerfresser?
- Metall-Futterhaus mit gewichtsgesteuerten Sitzleisten: beste Wahl insgesamt
- Futtersäule mit Sitzring: beste eichhörnchensichere Säule
- Futterplattform aus Recyclingkunststoff: beste Plattform
- Bodenfutterplatz mit Gitterboden: beste Niedrigfutterstelle
- Futterschale mit höhenverstellbarem Dach: am besten gegen große Vögel
- Fensterfutterhaus mit tiefer Schale: bestes Fensterfutterhaus
- Vergleichstabelle: Futterhäuser für große Körnerfresser
- Wo sollte ein Futterhaus für Gimpel stehen?
- Was gehört ins Futterhaus für große Körnerfresser?
- Futterhaus, Plattform oder Säule: Was ist am besten?
- Wann kommen Gimpel und Kernbeißer ans Futterhaus?
- Typische Fehler bei der Fütterung großer Finken
- Wie halten Sie Eichhörnchen und große Vögel fern?
- Quellen
- Häufige Fragen
Das beste Futterhaus für Gimpel, Kernbeißer und Grünfinken lässt einen kräftigen, kurzbeinigen Vogel flach stehen und frontal vor seinem Futter sitzen. Auf dem Papier ist ein großes Metall-Futterhaus mit gewichtsgesteuerten Sitzleisten die beste Allround-Lösung, weil es lange, ebene Sitzflächen mit echtem Eichhörnchenschutz verbindet. Wenn Sie diese Vögel einfach erst einmal in den Garten holen wollen, beginnen Sie mit einer schlichten Futterplattform voller schwarzer Sonnenblumenkerne, aufgestellt etwa 3 bis 5 m von dichten Sträuchern entfernt.
Die Rotkardinäle, für die dieser Ratgeber in Nordamerika geschrieben wurde, gibt es in Europa nicht. Ihre Rolle am Futterhaus übernehmen hier die großschnäbligen Körnerfresser: Gimpel (Dompfaff), Kernbeißer und Grünfink. Die meisten Probleme mit diesen Vögeln hängen an Sitzform, Höhe und Deckung, nicht am Markennamen. Dieser Ratgeber behandelt alle drei und sechs Futterhaus-Typen, die zu ihrem Fressverhalten passen.
Die Empfehlungen im Überblick
- Beste Wahl insgesamt: Metall-Futterhaus mit gewichtsgesteuerten Sitzleisten. Großer Vorrat, lange Sitzflächen, Schutz vor Eichhörnchen.
- Beste eichhörnchensichere Futtersäule: Futtersäule mit Sitzring. Der Ring macht eine Röhre auch für große Finken bequem.
- Beste Futterplattform: Futterplattform aus Recyclingkunststoff. Breit, pflegeleicht, gut zu schrubben.
- Beste Boden- und Niedrigfutterstelle: Bodenfutterplatz mit Gitterboden. Steht am Boden oder auf einem Pfahl.
- Am besten gegen große Vögel: Futterschale mit höhenverstellbarem Dach. Hält Tauben und Stare fern.
- Bestes Fensterfutterhaus: Fensterfutterhaus mit tiefer Schale. Platz genug für einen Gimpel direkt an der Scheibe.
Metall-Futterhaus mit gewichtsgesteuerten Sitzleisten
Ein großes Futterhaus aus Stahl mit langen Sitzleisten, auf denen große Finken bequem stehen, und einem Mechanismus, der die Futteröffnung unter schwerem Gewicht schließt.
- Ideal für
- Gärten mit Eichhörnchen und einem festen Bestand an Grünfinken oder Gimpeln.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie wollen ein leichtes Futterhaus, das an einem dünnen Ast hängen kann.
- Bauart
- Metall, Sitzleisten über die ganze Breite
- Schutz
- Gewichtsgesteuerte Klappe
- Montage
- Hängend oder auf Pfahl
Futtersäule mit Sitzring und Schutzmantel
Eine Futtersäule mit rundum laufendem Sitzring, auf dem größere Finken frontal zur Öffnung stehen können, statt sich seitlich zu verrenken.
- Ideal für
- Wer mit einem einzigen Futterspender Grünfinken, Meisen und Sperlinge versorgen will.
- Nicht kaufen, wenn
- Stare und Tauben sind Ihr Hauptproblem, denn gegen diese hilft der Mantel meist nicht.
- Bauart
- Röhre mit gewichtsgesteuertem Mantel
- Sitzfläche
- Ringsitzstange um die Öffnungen
Futterplattform aus Recyclingkunststoff
Ein offenes Tablett, das zur Art passt, wie Gimpel und Kernbeißer gern fressen: breit, flach und mit freier Sicht nach allen Seiten.
- Ideal für
- Alle, die zum ersten Mal Gimpel oder Kernbeißer anlocken möchten.
- Nicht kaufen, wenn
- Eichhörnchen laufen frei durch Ihren Garten und Sie haben keinen Abwehrkegel.
- Bauart
- Offenes Tablett mit Ablauflöchern
- Material
- Recyclingkunststoff, leicht zu schrubben
Bodenfutterplatz mit Gitterboden
Ein Holzrahmen mit Gitterboden, der am Boden stehen oder auf einem Pfahl sitzen kann und damit dem bodennahen Fressen vieler Finken entgegenkommt.
- Ideal für
- Gärten mit dichten Sträuchern, in denen Buchfinken, Bergfinken und Gimpel ohnehin am Boden suchen.
- Nicht kaufen, wenn
- Nachts kommen bei Ihnen schon Ratten, Marder oder Katzen vorbei.
- Boden
- Metallgitter, schnell trocken
- Montage
- Boden oder Pfahl
Futterschale mit höhenverstellbarem Dach
Eine Schale unter einer Kuppel, die Sie absenken können, bis Tauben, Dohlen und Stare nicht mehr hineinpassen.
- Ideal für
- Gärten, in denen Tauben, Stare oder Eichelhäher offene Schalen leerräumen.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie möchten ein Futterhaus, das mehrere Tage Futter fasst.
- Bauart
- Transparente Schale mit Kuppeldach
- Einstellung
- Dachhöhe verstellbar
Fensterfutterhaus mit Saugnäpfen und tiefer Schale
Ein transparentes Fensterfutterhaus mit tiefer, herausnehmbarer Schale, groß genug, dass ein Gimpel darin stehen und fressen kann.
- Ideal für
- Nahe Beobachtungen vom Küchen- oder Wohnzimmerfenster.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie kommen von außen schlecht an die Scheibe, um sie zu reinigen.
- Material
- Transparenter Kunststoff
- Montage
- Saugnäpfe an der Scheibe
Wie wir ausgewählt haben
Wir haben diese Futterhäuser nicht selbst ausprobiert. Diese Liste beruht auf Recherche. Wir haben mit den Bedürfnissen der Vögel begonnen und dafür Artporträts und Fütterungshinweise des NABU, des LBV und der Schweizerischen Vogelwarte sowie die Empfehlungen des Cornell Lab of Ornithology zu Futterhaus-Typen genutzt. Dann haben wir Bauarten nach den Merkmalen verglichen, die für große Körnerfresser zählen: Breite der Sitzleiste oder des Randes, freie Landefläche, Fassungsvermögen, Wasserablauf, Reinigung und Schutz vor Eichhörnchen.
In Nordamerika bekannte Einzelmodelle, etwa von Woodlink, Brome oder Droll Yankees, sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz oft nur schwer oder gar nicht erhältlich, und die Verfügbarkeit unterscheidet sich von Land zu Land. Deshalb nennen wir hier klar beschriebene Bauarten statt einzelner Modelle, und die Amazon-Links führen zu einer Suche nach dem jeweiligen Typ. Achten Sie beim Kauf auf die unten beschriebenen Merkmale. Außerdem haben wir auf wiederkehrende Muster in verifizierten Käuferbewertungen zu Deckeln, Sitzstangen und Haltbarkeit geachtet. Keine Marke hat für eine Platzierung bezahlt.
Was macht ein Futterhaus gut für große Körnerfresser?
Der Kernbeißer ist mit etwa 18 cm Länge der größte Fink Mitteleuropas und deutlich schwerer als eine Kohlmeise. Gimpel und Grünfink sind mit rund 15 bis 17 cm ebenfalls kräftig gebaut. Alle drei haben kurze Beine, einen dicken Schnabel zum Knacken von Samen und sitzen beim Fressen gern ruhig und frontal vor dem Futter, während sie Korn für Korn schälen.
Aus diesem Körperbau ergeben sich vier Merkmale, auf die Sie achten sollten:
- Eine breite, flache Standfläche. Ein Schalenrand, eine lange Sitzleiste am Futterhaus oder ein Sitzring. Kurze Stifte an Futtersäulen zwingen große Finken, sich seitlich zu drehen, und viele versuchen es gar nicht erst.
- Platz zum Umdrehen. Gimpel und Kernbeißer sind scheu und blicken zwischen den Bissen gern auf. Offene Plattformen und breite Futterhäuser erlauben das.
- Stabilität. Ein Futterhaus, das im Wind stark schwingt oder unter Gewicht kippt, macht diese Vögel nervös. Auf einem Pfahl montierte oder gut verankerte Futterstellen halten sie ruhiger.
- Wasserablauf. Jede offene Schale braucht einen Gitter- oder gelochten Boden. Das Cornell Lab empfiehlt ausdrücklich reichlich Ablauflöcher bei Plattformen, damit das Futter nicht im Wasser steht.

Nutzen Gimpel Futtersäulen?
Manchmal, aber nicht verlässlich. Das Cornell Lab weist darauf hin, dass Futtersäulen mit kurzen Sitzstangen größere Vögel eher ausschließen. Grünfinken kommen mit Säulen noch recht gut zurecht, Gimpel und Kernbeißer fressen daran meist aus einem unbequemen Winkel. Die Ausnahme ist eine Säule mit rundum laufendem Sitzring, der eine echte Standfläche bietet.
Metall-Futterhaus mit gewichtsgesteuerten Sitzleisten: beste Wahl insgesamt
Was es ist: Ein großes, pulverbeschichtetes Futterhaus aus Stahl mit Sichtfenster, verriegelbarem Deckel und zwei langen, ausbalancierten Sitzleisten an den Seiten. Landet etwas Schweres, schiebt ein Federmechanismus eine Klappe vor die Futteröffnung.
Für wen es passt: Für alle mit Eichhörnchen und alle, die einmal befüllen und das Futterhaus dann mehrere Tage in Ruhe lassen wollen. Solche Modelle fassen oft mehrere Kilogramm Futter, was für Gartenverhältnisse viel ist.
Worauf Sie achten sollten: Sitzleisten über die ganze Breite jeder Seite, eine in mehreren Stufen einstellbare Gewichtsschwelle, ein Deckel mit Verriegelung und die Möglichkeit, das Futterhaus aufzuhängen oder auf einen Pfahl zu setzen. Geeignet sind Sonnenblumenkerne, halbierte Erdnüsse, Färberdistel oder gute Mischungen.
Stärken: Die langen Leisten geben einem Gimpel oder Kernbeißer eine ebene Stange, auf der er frontal vor dem Futter steht. Über die Gewichtseinstellung können Finken weiter fressen, während sich die Öffnung für Eichhörnchen schließt, auf leichten Stufen oft auch für Tauben. Stahl widersteht dem Annagen. Käufer solcher Modelle berichten häufig, dass sie jahrelang draußen halten.
Schwächen: Gefüllt ist es schwer und braucht einen stabilen Haken oder Pfahl. Besitzer erwähnen oft, dass das Gegengewicht fein justiert werden muss, weil die schwere Stufe ein kleines Eichhörnchen durchlassen kann und die leichte Stufe sich schon bei zwei Grünfinken nebeneinander schließt. Der große Vorrat bedeutet auch, dass Futter länger steht, füllen Sie bei nassem Wetter deshalb nur teilweise.
Nicht kaufen, wenn: Sie es an einen dünnen Ast oder einen leichten Gartenständer hängen müssen oder ein Futterhaus bevorzugen, das Sie im Spülbecken waschen können.
Futtersäule mit Sitzring: beste eichhörnchensichere Säule
Was es ist: Eine Futtersäule mit Außenmantel, der durch das Gewicht eines Eichhörnchens nach unten rutscht und alle Futteröffnungen verschließt, dazu ein runder Sitzring um die unteren Öffnungen.
Für wen es passt: Für alle, die mit einem Futterspender große Finken und kleine Vögel gemeinsam versorgen wollen, in einem Garten mit Eichhörnchen.
Worauf Sie achten sollten: Ein einstellbarer Federmechanismus für den Mantel, ein belüfteter Futterbehälter, Teile aus Metall statt dünnem Kunststoff und eine Konstruktion, die sich ohne Werkzeug zerlegen lässt.
Stärken: Der Ring ist das, was eine Säule für große Finken brauchbar macht. Er bietet eine gebogene Standfläche, sodass die Vögel frontal vor der Öffnung stehen, statt seitlich zu hängen. Der Mantelmechanismus hat bei Besitzern einen guten Ruf gegen Eichhörnchen. Werkzeuglos zerlegbare Modelle lassen sich viel gründlicher reinigen als die meisten Säulen.
Schwächen: Gegen Stare, Tauben, Marder oder Ratten hilft der Mantel in der Regel nicht. Große Finken teilen den Ring außerdem mit allen anderen Vögeln und müssen an geschäftigen Morgen warten. Die Öffnungen sind für Sonnenblumenkerne ausgelegt, Nigersaat fällt heraus.
Nicht kaufen, wenn: Stare oder Tauben Ihre Hauptplage sind oder Sie einen Futterplatz wollen, an dem große Finken in Gruppen fressen.

Futterplattform aus Recyclingkunststoff: beste Plattform
Was es ist: Ein offenes, quadratisches Tablett aus Recyclingkunststoff zum Aufhängen oder Aufstellen.
Für wen es passt: Für Einsteiger und alle, die zum ersten Mal Gimpel oder Kernbeißer anlocken wollen. Eine flache Fläche wirkt für Vögel, die viel am Boden und in niedrigem Gebüsch suchen, am natürlichsten.
Worauf Sie achten sollten: Eine Kantenlänge von rund 30 cm oder mehr, ein niedriger Rand, reichlich Ablauflöcher und ein Material, das nicht verrottet.
Stärken: Die Vögel können landen, sich drehen und umschauen, das beruhigt sie. Recyclingkunststoff fault nicht wie dünnes Weichholz und lässt sich kräftig schrubben.
Schwächen: Offene Plattformen locken alles an, auch Tauben, Eichelhäher, Stare und Eichhörnchen. Das Futter liegt in Regen und Schnee, muss also oft geleert und gereinigt werden. Das Cornell Lab rät, Plattformen alle paar Wochen gründlich zu waschen, bei nassem Wetter öfter.
Nicht kaufen, wenn: Eichhörnchen die Plattform erreichen können und Sie keinen Abwehrkegel planen, oder wenn Sie bei nassem Wetter nicht alle ein, zwei Tage nachsehen können.
Bodenfutterplatz mit Gitterboden: beste Niedrigfutterstelle
Was es ist: Ein Holzrahmen mit Gitterboden, der mit kurzen Beinen am Boden steht oder auf einen Pfahl gesetzt wird.
Für wen es passt: Gärten, in denen Finken ohnehin unter Sträuchern suchen. Buchfink, Bergfink und Gimpel sammeln häufig heruntergefallene Samen vom Boden, und auch Amsel und Rotkehlchen fressen bevorzugt dort. Eine niedrige Schale holt sie dort ab, wo sie schon sind.
Worauf Sie achten sollten: Ein feinmaschiger Metallboden, ein stabiler Rahmen aus witterungsfestem Holz und die Option, später auf einen Pfahl zu wechseln.
Stärken: Der Gitterboden lässt Wasser schnell ablaufen und das Futter nach Regen trocknen. Dass Sie am Boden beginnen und die Schale später höher setzen können, ist praktisch: Viele Vögel entdecken eine niedrige Futterstelle zuerst und nutzen sie weiter, wenn sie angehoben wird.
Schwächen: Bodenfütterung bringt Bodenprobleme. Eine Schale auf Bodenhöhe ist offen für Ratten, Mäuse, Marder und Katzen aus der Nachbarschaft. Holz verwittert und braucht mehr Pflege als Kunststoff.
Nicht kaufen, wenn: Sie in Ihrem Garten nachts oder in der Dämmerung schon Nager oder freilaufende Katzen sehen.
Futterschale mit höhenverstellbarem Dach: am besten gegen große Vögel
Was es ist: Eine runde, transparente Schale unter einer Kuppel, die sich an der Aufhängestange nach oben oder unten schieben lässt, um den Raum über der Schale zu verändern.
Für wen es passt: Für alle, deren offene Schalen von Tauben, Dohlen, Staren oder Eichelhähern leergeräumt werden.
Worauf Sie achten sollten: UV-beständiger Kunststoff, der nicht vergilbt, eine abschraubbare Schale zum Reinigen und eine Kuppel, die sich stufenlos feststellen lässt.
Stärken: Die verstellbare Kuppel ist eine einfache Methode, um festzulegen, wer hineinpasst. Teilweise abgesenkt, schlüpfen Gimpel und Grünfinken noch hinein, während massigere Vögel Schwierigkeiten haben. Das Dach hält außerdem Regen und Schnee vom Futter fern, und der transparente Kunststoff gibt von drinnen eine gute Sicht.
Schwächen: Solche Schalen fassen wenig und müssen in geschäftigen Zeiten oft täglich befüllt werden. Ist die Kuppel zu tief, meiden sie auch die Vögel, die Sie eigentlich wollen. Die richtige Höhe zu finden, braucht etwas Ausprobieren.
Nicht kaufen, wenn: Sie nur ein- oder zweimal pro Woche nachfüllen möchten.

Fensterfutterhaus mit tiefer Schale: bestes Fensterfutterhaus
Was es ist: Ein transparenter Kasten, der mit Saugnäpfen an der Scheibe hält, mit einer herausnehmbaren Futterschale zum Nachfüllen.
Für wen es passt: Für alle, die große Finken aus nächster Nähe von drinnen beobachten wollen, auch für Menschen, die nicht mehr leicht zu einem Futterhaus im Garten gehen können.
Worauf Sie achten sollten: Eine Schale, die tief genug ist, dass ein Gimpel darin stehen kann, dicke Wandstärken und kräftige Saugnäpfe.
Stärken: Viele schmale Fensterfutterhäuser sind für große Finken zu eng, eine tiefe Schale löst das. Das Cornell Lab weist darauf hin, dass Fensterfutterhäuser nahe Beobachtungen ermöglichen und dass es bei Futterstellen in Fensternähe vor allem darauf ankommt, die Scheiben vogelfreundlich zu gestalten. Ein Futterhaus direkt am Glas bedeutet, dass Vögel vor der Scheibe keine Geschwindigkeit aufbauen können.
Schwächen: Saugnäpfe brauchen sauberes Glas und können sich bei starker Kälte oder Hitze lösen. Gimpel und Kernbeißer sind scheu und brauchen am Fenster länger als an einer Plattform im Garten. Schalenreste sammeln sich auf der Fensterbank.
Nicht kaufen, wenn: Sie die Außenseite des Fensters nicht erreichen oder das Fenster an einem viel begangenen Weg liegt.
Vergleichstabelle: Futterhäuser für große Körnerfresser
| Futterhaus-Typ | Bauart | Fassungsvermögen | Schutz vor Eichhörnchen | Bestes Merkmal für große Finken |
|---|---|---|---|---|
| Metall-Futterhaus mit Sitzleisten | Futterhaus | Groß | Hoch (gewichtsgesteuert) | Lange, ebene Sitzleisten |
| Futtersäule mit Sitzring | Säule | Mittel | Hoch (gewichtsgesteuert) | Ringsitzstange |
| Futterplattform | Tablett | Mittel | Keiner ohne Abwehrkegel | Weite, offene Landefläche |
| Bodenfutterplatz mit Gitterboden | Tablett, Boden oder Pfahl | Mittel | Keiner ohne Abwehrkegel | Niedrig wie natürliche Nahrungssuche |
| Futterschale mit Dach | Überdachte Schale | Klein | Gering | Verstellbares Dach hält große Vögel fern |
| Fensterfutterhaus mit tiefer Schale | Fenster | Klein | Hängt von der Fensterhöhe ab | Tiefe Schale, nahe Beobachtung |
Wo sollte ein Futterhaus für Gimpel stehen?
Der Standort zählt so viel wie das Futterhaus. Gimpel leben in dichten, gebüschreichen Lebensräumen wie Waldrändern, Hecken, Parks und Gärten mit Nadelgehölzen. Sie bauen ihre Nester meist in dichten Sträuchern oder jungen Nadelbäumen, oft nicht sehr hoch über dem Boden. Kernbeißer halten sich eher in hohen Laubbäumen auf und kommen im Winter herab. Ein Futterhaus mitten auf dem offenen Rasen verlangt von einem scheuen Vogel, freie Fläche zu überqueren.
Gehen Sie so vor:
- Stellen Sie das Futterhaus in Deckungsnähe. Etwa 3 bis 5 m von einem dichten Strauch, einer Hecke oder einem kleinen Nadelbaum sind ein gutes Ziel. Das ist nah genug für eine schnelle Flucht, aber nicht so nah, dass sich eine Katze direkt daneben verstecken kann.
- Wählen Sie niedrige bis mittlere Höhe. Etwa 1,2 bis 1,5 m passen gut für Plattformen und Futterhäuser. Bodenschalen eignen sich für Gärten ohne Katzen und Nager.
- Halten Sie Abstand zu Absprungpunkten. Wenn Eichhörnchen unterwegs sind, stellen Sie Pfahlfutterstellen weit weg von Zäunen, Dächern und Ästen auf. Unser Ratgeber Wo ein Vogelfutterhaus hingehört nennt die Abstände im Detail.
- Setzen Sie einen Abwehrkegel an den Pfahl. Ein Kegel oder Zylinder unter dem Futterhaus stoppt Kletterer. Unsere Empfehlungen für Futterhaus-Ständer und Abwehrkegel helfen bei der Auswahl.
- Machen Sie nahe Fenster vogelsicher. Nutzen Sie Markierungen oder Netze an Scheiben in Futterhausnähe. Unser Ratgeber, wie Sie Vogelschlag an Fenstern verhindern, erklärt, was wirkt.

Was gehört ins Futterhaus für große Körnerfresser?
Gimpel fressen vor allem Samen, Knospen und Beeren, etwa von Eberesche, Brennnessel, Löwenzahn und Birke. Kernbeißer knacken mit ihrem kräftigen Schnabel sogar Kirsch- und Weißdornkerne. Grünfinken sind vielseitige Samenfresser. Zur Brutzeit füttern alle drei ihre Jungen zusätzlich mit Insekten, der Gimpel in geringerem Maß. Am Futterhaus stechen zwei Futterarten heraus:
- Schwarze Sonnenblumenkerne. Sie gelten als Lieblingsfutter vieler Gartenvögel, sind dünnschalig und fettreich. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu schwarzen Sonnenblumenkernen.
- Färberdistelsaat. Sie wird von großschnäbligen Körnerfressern angenommen, auch wenn die meisten Vögel Sonnenblumenkerne vorziehen. Viele Vogelfreunde nutzen sie, weil Eichhörnchen und Stare oft weniger davon fressen. Unser Ratgeber zur Färberdistelsaat zeigt die Vor- und Nachteile.
Weitere Möglichkeiten sind geschälte Sonnenblumenkerne (weniger Schmutz), Erdnussbruch und im Winter Obst wie geschnittene Äpfel auf einer Schale. Meiden Sie billige Mischungen mit viel Weizen, Hirsebruch und anderen Füllstoffen, die viele Vögel liegen lassen. Konkrete Empfehlungen finden Sie in unserer Liste zum besten Futter für große Körnerfresser.
Futterhaus, Plattform oder Säule: Was ist am besten?
Plattformen und Schalen passen am besten zu Gimpeln und Kernbeißern, weil sie das Suchen am Boden nachahmen. Sie ziehen zugleich die größte Vielfalt an Vögeln an, was Stärke und Schwäche zugleich ist. Sie brauchen die meiste Reinigung.
Futterhäuser mit Sitzleisten sind der beste Kompromiss. Sie halten das Futter unter dem Dach trockener, fassen mehrere Tage Vorrat und schließen in gewichtsgesteuerten Varianten Eichhörnchen aus. Wählen Sie eines mit langer Leiste, nicht mit winzigen Stiften.
Futtersäulen passen am wenigsten. Wählen Sie nur eine mit Sitzring oder Schalenaufsatz. Wenn Sie zwei Futterstellen haben können, kombinieren Sie eine Säule für Meisen mit einer Plattform für große Finken.
Wann kommen Gimpel und Kernbeißer ans Futterhaus?
Gimpel, Kernbeißer und Grünfinken sind in Deutschland Jahresvögel. Im Winter verstärken Zuzügler aus Nord- und Osteuropa die heimischen Bestände, bei Gimpeln fallen darunter gelegentlich auffallend große, kräftig gefärbte nordische Vögel. Deshalb sind sie gerade in der kalten Jahreszeit die auffälligsten Farbtupfer am Futterplatz.
Viele Beobachter sehen Gimpel eher in ruhigen Morgen- und Nachmittagsstunden. Der Winter ist meist die aktivste Zeit, weil natürliche Nahrung knapp wird. NABU und LBV empfehlen die Fütterung vor allem im Winter. Ob man auch ganzjährig füttern sollte, wird unter Fachleuten unterschiedlich bewertet. Im Frühling und Sommer brüten die Paare und kommen weniger regelmäßig, bringen aber oft flügge Junge mit.
Grünfinken haben in Deutschland in den vergangenen Jahren durch die Trichomonose stark gelitten, eine Parasitenerkrankung, die sich an verschmutzten Futter- und Wasserstellen ausbreitet. Das ist ein weiterer Grund, gerade für diese Arten auf Hygiene zu achten.
Typische Fehler bei der Fütterung großer Finken
- Nur eine Futtersäule mit kurzen Sitzstangen verwenden. Große Finken kommen vielleicht, aber deutlich seltener.
- Das Futterhaus auf offenen Rasen stellen. Ohne Deckung fressen scheue Vögel nur kurz oder gar nicht.
- Schalen schimmeln lassen. Nasses Futter in einer Schale ohne Ablauf verdirbt schnell. Wählen Sie Gitterböden und reinigen Sie regelmäßig. Unser Ratgeber zur Futterhaus-Reinigung bietet eine einfache Routine.
- Billige Füllmischungen kaufen. Weizen und Getreidebruch locken eher Haussperlinge und Tauben als Gimpel.
- Gewichtsgesteuerte Sitzleisten zu leicht einstellen. Zwei Grünfinken auf derselben Seite können eine für Meisen eingestellte Klappe auslösen. Prüfen Sie die Einstellung nach der Montage.
- Zu früh aufgeben. Ein neues Futterhaus wird oft erst nach Tagen oder einigen Wochen entdeckt. Etwas Futter auf dem Boden darunter kann das beschleunigen.
Wie halten Sie Eichhörnchen und große Vögel fern?
Eichhörnchen lieben dieselben Sonnenblumenkerne wie Gimpel. Gewichtsgesteuerte Futterhäuser und Säulen schließen, sobald etwas Schweres landet. Ein Abwehrkegel an einem Pfahl mit Abstand zu Absprungpunkten schützt eine offene Plattform, unser Ratgeber, wie Sie Eichhörnchen vom Futterhaus fernhalten, zeigt Aufbauten, die funktionieren. Färberdistelsaat ist bei vielen Eichhörnchen weniger beliebt, manche lernen aber, sie zu fressen. Gegen Stare, Dohlen und Tauben senken Sie das Dach einer überdachten Schale ab oder wechseln zu Färberdistel.
Quellen
Häufige Fragen
Welches Futterhaus mögen Gimpel am liebsten?
Gimpel bevorzugen breite, stabile Sitzflächen: Futterplattformen, Futterhäuser mit langen Sitzleisten und flache Schalen. Sie sind kräftig gebaut, fressen gern frontal vor dem Futter und hängen ungern an wackeligen Futterspendern. Säulen mit kurzen Sitzstangen nutzen sie deshalb oft kaum. Eine Plattform in etwa 1,2 bis 1,5 m Höhe nahe dichter Sträucher ist der verlässlichste Anfang.
Was ist das beste Futter für Gimpel und Kernbeißer?
Schwarze Sonnenblumenkerne sind die erste Wahl, denn sie sind dünnschalig und fettreich. Kernbeißer knacken mühelos auch gestreifte Kerne. Gimpel nehmen zudem gern Samen von Wildkräutern wie Brennnessel und im Winter Ebereschenbeeren. Färberdistelsaat wird von vielen großschnäbligen Körnerfressern angenommen, von Eichhörnchen und Staren dagegen oft weniger.
Wo sollte ein Futterhaus für Gimpel stehen?
Stellen Sie es etwa 3 bis 5 m von dichten Sträuchern, Hecken oder kleinen Nadelbäumen entfernt auf, damit die Vögel schnell in Deckung gehen können. Gimpel halten sich gern in dichtem Gebüsch und am Waldrand auf und sind scheu. Halten Sie gleichzeitig genug Abstand zu Ästen, Zäunen und Dächern, damit Eichhörnchen nicht aufs Futterhaus springen können.
Warum kommen keine Gimpel an mein Futterhaus?
Häufige Gründe sind die falsche Bauart, fehlende Deckung und schlechtes Futter. Eine schmale Säule mit kleinen Sitzstangen, ein Futterhaus mitten auf dem Rasen oder eine billige Mischung voller Weizen schrecken große Finken ab. Wechseln Sie zu Plattform oder Futterhaus mit Sitzleiste, rücken Sie näher an Sträucher und bieten Sie Sonnenblumenkerne an. Neue Futterplätze brauchen Tage bis Wochen.
Bleiben Gimpel den ganzen Winter am Futterhaus?
Oft ja. Gimpel sind in Deutschland Jahresvögel, im Winter kommen zusätzlich Vögel aus Nord- und Osteuropa hinzu. Der Winter ist meist die aktivste Zeit am Futterplatz, weil natürliche Nahrung knapp wird. Wenn Sie in Kälteperioden durchgehend Sonnenblumenkerne anbieten und dichte Deckung in der Nähe haben, stehen die Chancen auf regelmäßige Besuche am besten.