Vogelfutterhaus reinigen: So geht es und so oft

Vogelfutterhaus reinigen: Schmutz abbürsten, 10 Minuten in verdünnter Chlorlösung 1 zu 9 einweichen, spülen, trocknen. Säulen alle 2 Wochen, Tränken öfter.

Eine zerlegte Futtersäule weicht in einem Eimer ein, daneben liegen eine Flaschenbürste und Gummihandschuhe auf einem Gartentisch (KI-Illustration)
KI-generierte Illustration, kein Foto
In diesem Artikel
  1. Kurz beantwortet: Reinigungsplan nach Futterstelle
  2. Warum muss man Vogelfutterhäuser reinigen?
  3. Offenes Vogelhäuschen oder Futtersilo?
  4. Was Sie zum Reinigen brauchen
  5. So reinigen Sie eine Futtersäule Schritt für Schritt
  6. So reinigen Sie Fettfutter-, Nigersaat- und Spezialfutterstellen
  7. So reinigen Sie Futterhäuser aus Holz und Metall
  8. Kann man ein Futterhaus reinigen, ohne es abzuhängen?
  9. So schützen Sie sich selbst beim Reinigen
  10. So reinigen Sie eine Vogeltränke
  11. Wann sollten Sie Futterstellen abnehmen?
  12. So bleiben Futterstellen zwischen den Reinigungen sauberer
  13. Häufige Fehler beim Reinigen
  14. Vertreibt das Reinigen die Vögel?
  15. Eine einfache Routine, die Sie durchhalten
  16. Quellen
  17. Häufige Fragen

Reinigen Sie Futtersäulen und Futterhäuser etwa alle zwei Wochen und frischen Sie das Wasser in Vogeltränken alle ein bis zwei Tage auf. Die Methode ist einfach: alte Körner und Schmutz abbürsten, das Futterhaus 10 Minuten in einer Lösung aus höchstens 1 Teil Chlorbleiche auf 9 Teile Wasser einweichen, gründlich spülen und vollständig trocknen lassen, bevor Sie es neu befüllen. Diese Routine, die das Cornell Lab of Ornithology empfiehlt, verhindert die meisten Krankheiten, die sich über Futterstellen ausbreiten.

Kurz beantwortet: Reinigungsplan nach Futterstelle

FutterstelleWie oft reinigenBeste Methode
Futtersäulen und FuttersilosAlle 2 Wochen, bei Nässe oder starkem Andrang wöchentlichBürsten, 10 Minuten in Chlorlösung 1 zu 9, spülen, trocknen
Klassisches offenes VogelhäuschenWöchentlich, Kot und Futterreste möglichst täglich entfernenAbkratzen, heißes Wasser, bei Bedarf Chlorlösung, lange trocknen
Futterspender für NigersaatAlle 2 Wochen, nach Regen auf verklumptes Futter prüfenWie Futtersäulen
Futtersäckchen aus StoffnetzErsetzen, sobald verschmutzt oder schimmeligStoff lässt sich schlecht desinfizieren
Halter für Meisenknödel und FettfutterAlle 2 Wochen und immer, wenn Fett ranzig wirdHeißes Spülwasser, Chlorlösung, spülen
Futterschalen und BodenplattformenMehrmals pro WocheAbkratzen, heißes Wasser, trocknen lassen
VogeltränkenWasser alle 1 bis 2 Tage wechseln, regelmäßig schrubbenSchrubben, bei Bedarf Chlorlösung 1 zu 9, gründlich spülen
Boden unter der FutterstelleSchalen und Reste regelmäßig zusammenrechenRechen und in den Restmüll, schimmeliges Futter nicht kompostieren

Project FeederWatch formuliert dieselbe Idee etwas anders: Futterstellen für Körner und Fettfutter alle ein bis zwei Wochen reinigen, bei starkem Andrang oder warmem Wetter öfter.

Warum muss man Vogelfutterhäuser reinigen?

Futterstellen bringen Vögel enger zusammen, als sie sich sonst versammeln würden. Das macht sie zum Beobachten nützlich und leider auch zur effizienten Verbreitungsstelle für Krankheiten. Kot landet auf Sitzstangen und Böden, feuchtes Futter schimmelt, und kranke Vögel hinterlassen Erreger dort, wo gesunde fressen.

Mehrere Krankheiten werden mit Futterstellen in Verbindung gebracht:

  • Trichomonadose. Der Einzeller Trichomonas gallinae wird über Speichel, Futter und Trinkwasser übertragen. Seit etwa 2009 hat er in Großbritannien und Teilen Deutschlands zu starken Einbrüchen bei Grünfinken geführt. Kranke Vögel wirken aufgeplustert, würgen Futter hervor und haben einen verklebten Schnabel. Die Krankheit tritt vor allem im Spätsommer auf.
  • Salmonellose. Salmonellen verbreiten sich über Kot. Ausbrüche können Finkentrupps im Winter hart treffen, und kranke Vögel sitzen oft aufgeplustert und matt da.
  • Aspergillose. Eine Pilzinfektion der Atemwege, die mit schimmeligem Futter und Schmutz in Verbindung gebracht wird.
  • Vogelpocken. Ein Virus, das warzenartige Wucherungen an unbefiederter Haut um Schnabel, Augen und Füße verursacht.
  • Vogelgrippe. Auch bei der Aviären Influenza zählt gute Hygiene an Futterstellen und Tränken.

Die gute Nachricht: Einfaches, regelmäßiges Reinigen bewirkt viel. Unser Ratgeber kranke Vögel am Futterhaus beschreibt die Anzeichen der einzelnen Krankheiten genauer.

Was die Forschung zu Reinigungsmethoden sagt

Project FeederWatch berichtete über eine Studie, die drei Methoden an mit Salmonellen belasteten Futterstellen verglich: Schrubben mit Wasser und Spülmittel, 10 Minuten Einweichen in Chlorlösung sowie Schrubben mit Spülmittel und anschließendes Einweichen in Chlorlösung. Alle drei verringerten die Salmonellen, doch die Methoden mit Chlorbleiche wirkten besser.

Die nützlichste Erkenntnis für den Alltag: An Futterstellen mit alten, verkrusteten Rückständen blieben nach der Reinigung nur mit Spülmittel noch bedenkliche Mengen an Bakterien. Das Abbürsten ist also entscheidend, und Chlorbleiche gibt Ihnen eine Sicherheitsreserve, die Spülmittel allein nicht bietet.

Offenes Vogelhäuschen oder Futtersilo?

Das klassische Vogelhäuschen mit offenem Futterboden ist in deutschen Gärten weit verbreitet, aus hygienischer Sicht aber die schwierigste Form. Die Vögel laufen im Futter herum und koten hinein, sodass sich Erreger schnell verteilen. Vogelschutzverbände wie der NABU empfehlen deshalb Futtersilos oder Futtersäulen, aus denen das Futter nur nach und nach nachrutscht und in denen es trocken bleibt. Wenn Sie ein offenes Häuschen behalten möchten, geben Sie nur so viel Futter hinein, wie an einem Tag gefressen wird, und entfernen Sie Kot und Reste täglich.

Was Sie zum Reinigen brauchen

Spezielle Produkte sind nicht nötig. Eine einfache Grundausstattung:

  • Ein Eimer oder ein tiefes Becken, das nur für Futterstellen genutzt wird, nicht die Küchenspüle.
  • Chlorhaltige Haushaltsbleiche auf Basis von Natriumhypochlorit, ohne Duftstoffe. In Deutschland wird sie meist als Chlorreiniger verkauft. Achten Sie auf die Gebrauchsanweisung.
  • Gummihandschuhe und alte Kleidung.
  • Eine lange Flaschenbürste für Futtersäulen.
  • Eine kleine Pfeifen- oder Düsenbürste für die Futteröffnungen.
  • Eine alte Zahnbürste für Sitzstangen, Nähte und Gitter.
  • Einen Spachtel für verkrustetes Futter auf Böden und Schalen.
  • Ein Gestell oder Handtuch, auf dem die Teile in der Sonne trocknen können.

Kaufen Sie, wenn möglich, von jeder Futterstelle zwei. Dann hängen Sie ein sauberes, trockenes Exemplar auf, während das andere gewaschen wird und trocknet, und die Vögel verlieren ihre Futterquelle nie.

So reinigen Sie eine Futtersäule Schritt für Schritt

Diese Routine funktioniert für Futtersäulen, Futtersilos, Futterschalen und die meisten Fensterfutterhäuser.

  1. Leeren Sie die Futterstelle. Schütten Sie altes Futter in einen Müllbeutel. Kippen Sie es nicht auf den Boden, wo feuchte Körner schimmeln.
  2. Nehmen Sie sie auseinander. Entfernen Sie Boden, Deckel, Sitzstangen und herausnehmbare Schalen. Viele moderne Futtersäulen lassen sich ohne Werkzeug zerlegen, ein Punkt, auf den Sie schon beim Kauf achten sollten.
  3. Bürsten Sie allen Schmutz ab. Entfernen Sie mit Flaschenbürste, Zahnbürste und Spachtel verkrustetes Futter, Schalen, Kot und Schimmel. Laut der FeederWatch-Studie ist das der wichtigste Schritt.
  4. Mischen Sie die Chlorlösung an. Höchstens 1 Teil Bleiche auf 9 Teile Wasser, zum Beispiel 100 ml Bleiche in 900 ml Wasser.
  5. Weichen Sie 10 Minuten ein. Tauchen Sie die Teile vollständig unter. Das Cornell Lab beschreibt 10 Minuten in verdünnter Chlorlösung als wirksame Methode.
  6. Spülen Sie gründlich. Spülen Sie mit klarem Wasser, bis Sie keine Bleiche mehr riechen.
  7. Lassen Sie alles vollständig trocknen. Lassen Sie die Teile mehrere Stunden an der Luft trocknen, am besten in der Sonne. Futter in einer feuchten Säule verklumpt und schimmelt schnell.
  8. Reinigen Sie den Bereich darunter. Rechen Sie Schalen und liegen gebliebenes Futter unter der Futterstelle zusammen.
  9. Bauen Sie alles zusammen und füllen Sie frisches, trockenes Futter ein.

Geht es auch mit Spülmittel statt Chlorbleiche?

Heißes Wasser und Spülmittel sind besser als nichts und reichen für eine schnelle Zwischenreinigung. Das Cornell Lab nennt Spülmittel mit kochendem Wasser als eine Möglichkeit für die Handwäsche. Viele Naturschutzverbände im deutschsprachigen Raum empfehlen für die regelmäßige Reinigung ohnehin vor allem heißes Wasser und eine Bürste. Für eine gründliche Reinigung, besonders nach Regen oder bei Krankheitsausbrüchen, nehmen Sie das Einweichen in Chlorlösung dazu. Die FeederWatch-Forschung zeigt, dass Chlorbleiche die zuverlässigere Wahl ist.

Und die Spülmaschine?

Das Cornell Lab nennt die Spülmaschine mit heißem Programm als Möglichkeit für Futterstellen. Prüfen Sie zuerst die Herstellerangaben, weil sich manche Kunststoffe bei großer Hitze verziehen. Wenn Sie möchten, spülen Sie Futterstellen getrennt vom Geschirr.

So reinigen Sie Fettfutter-, Nigersaat- und Spezialfutterstellen

Halter für Meisenknödel und Fettfutter

Fettfutter kann bei Wärme ranzig werden und verschmiert den Halter. Entfernen Sie alte Reste, schrubben Sie den Halter mit heißem Spülwasser und einer harten Bürste, weichen Sie ihn in Chlorlösung ein, spülen und trocknen Sie ihn. Kaufen Sie Meisenknödel ohne Plastiknetz, denn in den Netzen können sich Vögel mit den Füßen verfangen. Im Sommer bieten Sie Fettfutter nur in kleinen Mengen an und prüfen es oft.

Futterspender für Nigersaat

Nigersaat ist winzig und verdichtet sich bei Nässe. Prüfen Sie nach Regen den Boden der Säule auf verklumptes Futter. Schütten Sie es aus, schrubben Sie Säule und Öffnungen, weichen Sie ein, spülen und trocknen Sie.

Futtersäckchen aus Stoffnetz

Futtersäckchen aus Stoff lassen sich schwer desinfizieren. Ersetzen Sie sie, sobald sie schmutzig, schimmelig oder zerrissen sind, statt sie reinigen zu wollen.

Fensterfutterhäuser

Nehmen Sie die Schale aus der Halterung und reinigen Sie sie wie jede andere Futterstelle. Reinigen Sie auch die Saugnäpfe, denn Schmutz schwächt ihren Halt.

Futterhäuser mit Kamera

Nehmen Sie Kameramodul und Akku vor der Reinigung heraus und folgen Sie den Herstellerangaben. Wischen Sie die Linse mit einem weichen, trockenen Tuch ab. Unser Ratgeber lohnen sich Vogelfutterhäuser mit Kamera erklärt, welche zusätzliche Pflege sie brauchen.

Futterschalen und Obst

Futterschalen am Boden oder auf Pfählen, auf denen Sie Haferflocken, Rosinen oder Äpfel für Amseln und Rotkehlchen auslegen, verschmutzen schnell. Legen Sie nur so viel aus, wie an einem Tag gefressen wird, entfernen Sie angefaulte Obstreste täglich und schrubben Sie die Schale mehrmals pro Woche mit heißem Wasser.

So reinigen Sie Futterhäuser aus Holz und Metall

Das Material verändert die Details der Arbeit.

Futterhäuser aus Holz

Holz ist porös und hält Feuchtigkeit und Schmutz länger als Kunststoff oder Metall. Lärche und Zeder widerstehen Fäulnis besser als die meisten Hölzer, brauchen aber trotzdem Pflege.

  1. Kratzen und bürsten Sie alle Futterreste und den Kot vom Boden, aus den Ecken und aus den Dachfugen.
  2. Schrubben Sie mit heißem Spülwasser und einer harten Bürste.
  3. Setzen Sie die Chlorlösung sparsam ein, indem Sie sie aufpinseln statt lange einzuweichen, denn Holz kann aufquellen oder reißen.
  4. Spülen Sie gründlich.
  5. Lassen Sie es länger trocknen. Geben Sie Holzfutterhäusern nach Möglichkeit einen ganzen Tag in der Sonne. Feuchtes Holz lädt Schimmel ein.

Ersetzen Sie Holzböden und Futterhäuser, deren Holz weich, rissig oder schwarz verfärbt ist und sich nicht mehr sauber schrubben lässt.

Futterstellen aus Metall

Pulverbeschichteter Stahl und Aluminium lassen sich leicht reinigen und vertragen das Einweichen in Chlorlösung gut. Spülen Sie gründlich und trocknen Sie vollständig, damit an Kratzern und Nähten kein Rost entsteht. Prüfen Sie Metallgitter auf gebrochene Drähte, an denen ein Vogel mit den Zehen hängen bleiben könnte.

Futtersäulen aus Kunststoff und Polycarbonat

In durchsichtigen Säulen sehen Sie Schmutz sofort, das macht es leicht zu erkennen, wann eine Reinigung fällig ist. Verwenden Sie keine kratzenden Scheuerschwämme, denn Kratzer halten Schmutz fest. Wird eine Säule dauerhaft trüb oder rissig, ersetzen Sie sie.

Kann man ein Futterhaus reinigen, ohne es abzuhängen?

Zwischendurch kurz abzuwischen, hilft, ersetzt die gründliche Reinigung aber nicht. Zwischen zwei Wäschen können Sie:

  • Sitzstangen und Böden abbürsten, während die Futterstelle hängt.
  • Verklumptes Futter nach Regen aus dem unteren Teil der Säule klopfen.
  • Kot aus offenen Vogelhäuschen täglich mit einem Spachtel entfernen.

Für eine desinfizierende Reinigung muss die Futterstelle trotzdem geleert, geschrubbt, eingeweicht, gespült und getrocknet werden. Die Salmonellenforschung zeigt deutlich, dass Schmutz Bakterien schützt, und kurzes Abwischen entfernt ihn nicht vollständig.

So schützen Sie sich selbst beim Reinigen

Erreger an Futterstellen betreffen auch Menschen. Vor allem Salmonellen können Menschen krank machen, und Kot ist die Hauptquelle. Einfache Vorsichtsmaßnahmen:

  • Tragen Sie Handschuhe beim Leeren, Schrubben und Spülen.
  • Reinigen Sie Futterstellen draußen oder in einem Waschbecken im Keller, nicht dort, wo Sie Essen zubereiten.
  • Waschen Sie sich danach die Hände mit Seife und Wasser, auch wenn Sie Handschuhe getragen haben.
  • Halten Sie Kinder und Haustiere fern vom Reinigungsplatz und von Futter und Kot unter den Futterstellen.
  • Lüften Sie. Wenn Sie drinnen mit Chlorbleiche arbeiten, öffnen Sie ein Fenster oder eine Tür.

So reinigen Sie eine Vogeltränke

Vogeltränken verbreiten Krankheiten genauso wie Futterstellen, und gerade Trichomonaden werden über Trinkwasser übertragen. Audubon empfiehlt für Tränken dieselbe Lösung aus 1 Teil Bleiche auf 9 Teile Wasser. Wechseln Sie das Wasser im Sommer täglich oder alle zwei Tage, das verhindert auch, dass sich Mückenlarven entwickeln. Schrubben Sie das Becken, sobald Sie Algen oder Kot sehen, spülen Sie sehr gründlich und füllen Sie frisches Wasser ein.

Wann sollten Sie Futterstellen abnehmen?

Manchmal reicht Reinigen nicht, und es ist besser, eine Weile gar nicht zu füttern.

  • Sie sehen kranke Vögel. Nehmen Sie Futterstellen und Tränken ab, reinigen Sie sie und entfernen Sie Futter vom Boden. Vogelschutzverbände raten, sie mindestens zwei Wochen abzuhängen, damit sich kranke Vögel verteilen. Melden Sie gehäufte Funde kranker oder toter Vögel dem NABU, dem LBV oder dem Veterinäramt.
  • Behörden bitten darum. Bei manchen Seuchenzügen, etwa der Vogelgrippe, können Veterinärämter besondere Regeln erlassen. Folgen Sie den aktuellen örtlichen Hinweisen.
  • Ratten tauchen auf. Dann pausieren Sie die Fütterung und beseitigen alle Futterreste, bevor Sie mit besserer Technik neu starten.

So bleiben Futterstellen zwischen den Reinigungen sauberer

Gute Gewohnheiten verringern den Aufwand beim Schrubben:

  • Kaufen Sie nur, was Sie in einigen Wochen verbrauchen. Futter, das einen Monat unberührt stand, gehört in den Müll. Unser Ratgeber Vogelfutter richtig lagern erklärt, wie es trocken und schädlingsfrei bleibt.
  • Nutzen Sie Futterstellen mit Wasserablauf. Gitterböden und Säulen mit Ablauflöchern trocknen nach Regen schneller.
  • Setzen Sie ein Regendach ein. Ein Dach über der Futtersäule hält das Futter trockener.
  • Bieten Sie geschältes Futter mit Bedacht an. Geschälte Sonnenblumenkerne verringern den Dreck unter der Futterstelle, verderben laut Project FeederWatch aber schneller, halten Sie sie also trocken. Siehe unser Vogelfutter ohne Schalen.
  • Verteilen Sie die Futterstellen. Mehrere Futterstellen mit Abstand verringern Gedränge und Kot an einer Stelle. Unser Ratgeber zum richtigen Standort erklärt die Abstände.
  • Rechen Sie regelmäßig. Schalen und Reste unter Futterstellen schimmeln und locken Nager an.

Häufige Fehler beim Reinigen

  • Das Abbürsten auslassen. Einweichen desinfiziert nicht, was unter verkrusteten Resten liegt.
  • Die Bleiche zu stark mischen. Mehr ist nicht besser. Bleiben Sie bei höchstens 1 Teil auf 9 Teile Wasser und spülen Sie gründlich.
  • Reinigungsmittel mischen. Mischen Sie Chlorbleiche nie mit Essig oder Ammoniak, dabei entstehen giftige Gase. Verwenden Sie ein Mittel nach dem anderen, spülen Sie dazwischen und arbeiten Sie gut belüftet.
  • Eine feuchte Futterstelle befüllen. Feuchtigkeit im Futter führt binnen Tagen zu Schimmel.
  • Altes Futter nachfüllen statt leeren. Leeren Sie immer zuerst das alte Futter.
  • Altes Futter auf den Boden kippen. Geben Sie es in einen Beutel und in den Restmüll.
  • Den Boden vergessen. Eine saubere Futterstelle über einem Haufen schimmeliger Schalen setzt Vögel trotzdem Krankheiten aus.
  • Auf sichtbare Krankheiten warten. Reinigen Sie nach Plan, nicht erst, wenn Sie ein Problem sehen.

Vertreibt das Reinigen die Vögel?

Nein. Vögel halten sich vielleicht kurz zurück, wenn Sie an der Futterstelle hantieren oder sie austauschen, aber Stammgäste kommen schnell zurück, sobald wieder Futter da ist. Zwei Dinge halten die Störung klein:

  • Austauschen statt abnehmen. Hängen Sie eine saubere, trockene Ersatzfutterstelle an dieselbe Stelle, während Sie die andere waschen. Die Vögel merken den Wechsel kaum.
  • Um die Mittagszeit reinigen. Am Futterhaus ist meist früh am Morgen und am späten Nachmittag am meisten los. Wer dazwischen reinigt, lässt weniger hungrige Vögel warten.

Eine saubere Futterstelle mit frischem, trockenem Futter ist für Vögel attraktiver als eine schmutzige voller verklumpter, alter Körner. Wenn Vögel eine frisch gereinigte Futterstelle meiden, prüfen Sie, ob noch Chlorgeruch vorhanden ist und ob das Futter frisch ist.

Eine einfache Routine, die Sie durchhalten

Am einfachsten ist es, die Reinigung an den Kalender zu koppeln:

  • Alle ein bis zwei Tage: Wasser in der Tränke wechseln, Kot aus offenen Häuschen entfernen.
  • Jedes zweite Wochenende: Futtersäulen, Fettfutterhalter und Tränken gründlich reinigen und unter den Futterstellen rechen.
  • Nach jedem starken Regen: auf verklumptes oder nasses Futter prüfen.
  • Einmal pro Saison: abgenutzte Sitzstangen, rissige Säulen und alte Futtersäckchen ersetzen.

Mit zwei Sätzen Futterstellen müssen die Vögel nie verzichten, und die Arbeit dauert kaum länger als Ihr Morgenkaffee.

Quellen

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Häufige Fragen

Wie oft sollte man ein Vogelfutterhaus reinigen?

Das Cornell Lab empfiehlt, Futterstellen für Körner etwa alle zwei Wochen zu reinigen, bei starkem Andrang, nassem Wetter oder Krankheitsausbrüchen öfter. Project FeederWatch nennt alle ein bis zwei Wochen. Offene Futterhäuschen, in denen Vögel im Futter herumlaufen, brauchen häufigere Pflege als geschlossene Futtersilos. Das Wasser in Vogeltränken sollten Sie im Sommer täglich oder alle zwei Tage wechseln.

Womit reinigt man ein Vogelfutterhaus am besten?

Die Standardempfehlung des Cornell Lab und von Audubon ist eine verdünnte Chlorlösung aus höchstens 1 Teil Haushaltsbleiche auf 9 Teile Wasser. Eine Studie von Project FeederWatch zeigte, dass Methoden mit Chlorbleiche Salmonellen zuverlässiger entfernten als Wasser und Spülmittel allein, besonders an stark verschmutzten Futterstellen. Für die normale Zwischenreinigung reichen heißes Wasser und eine Bürste.

Kann man ein Vogelfutterhaus in die Spülmaschine geben?

Ja, wenn der Hersteller die Teile als spülmaschinenfest angibt. Das Cornell Lab nennt die Spülmaschine mit heißem Programm als eine Möglichkeit für Futterstellen. Entfernen Sie vorher Elektronik, prüfen Sie, ob sich Kunststoffteile bei Hitze verziehen, und füllen Sie erst wieder Futter ein, wenn alles vollständig trocken ist. Holzfutterhäuser gehören nicht in die Spülmaschine.

Ist Essig zum Reinigen von Futterstellen geeignet?

Essig ist nach gründlichem Abspülen für Vögel unbedenklich und ein verbreitetes Hausmittel, etwa gegen Kalk in Tränken. Die großen ornithologischen Quellen empfehlen aber heißes Wasser mit Bürste oder eine verdünnte Chlorlösung zur Desinfektion. Mischen Sie Essig niemals mit Chlorbleiche, dabei entsteht giftiges Chlorgas. Spülen Sie jedes Reinigungsmittel gründlich ab, bevor Sie neu befüllen.

Was tun, wenn ich kranke Vögel am Futterhaus sehe?

Nehmen Sie Futterstellen und Tränken ab, reinigen und desinfizieren Sie sie und entfernen Sie Futterreste vom Boden. Vogelschutzverbände raten, die Fütterung mindestens zwei Wochen auszusetzen, damit sich kranke Vögel verteilen, bei Trichomonaden-Verdacht im Sommer auch länger. Melden Sie gehäufte Fälle kranker oder toter Vögel dem NABU, dem LBV oder dem örtlichen Veterinäramt.