Vogelarten 30 Ratgeber

Gartenvögel anlocken, Art für Art

So locken Sie die Arten an, die Sie sehen möchten: Futter, Futterstellen, Pflanzen und Nistkästen.

Vogelporträts

30 Ratgeber

Gartenvögel anlocken gelingt am zuverlässigsten, wenn Sie Art für Art denken, denn jede Vogelart hat eigene Ansprüche an Futter, Deckung, Nistplatz und Wasser. Hier finden Sie Porträts von rund 30 Arten, die in Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorkommen, von Rotkehlchen und Kohlmeise bis Stieglitz, Buntspecht und Zaunkönig, jeweils mit Bestimmungsmerkmalen, Futterplan, passenden Pflanzen und Hinweisen zum Nistkasten, recherchiert aus Quellen wie NABU, LBV und ornithologischer Fachliteratur.

Drei Dinge entscheiden, ob eine Art bei Ihnen auftaucht. Erstens das Futter: Körnerfresser wie Buchfink, Grünfink und Gimpel kommen an Sonnenblumenkerne, Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amsel und Zaunkönig brauchen Insekten, Beeren und Haferflocken, oft in Bodennähe. Zweitens die Struktur: Dichte Hecken aus heimischen Sträuchern, eine unaufgeräumte Ecke und alte Bäume bringen mehr Arten als jedes Futterhaus. Drittens die Umgebung: Kleiber und Buntspecht kommen vor allem dort, wo es in der Nähe ältere Bäume gibt, und Bergfinken oder Wacholderdrosseln sind Wintergäste, die in manchen Jahren zahlreich erscheinen und in anderen fast ausbleiben.

Ein häufiger Fehler ist Ungeduld: Neue Futterstellen werden oft erst nach Tagen oder Wochen entdeckt. Ebenso verbreitet ist ein zu ordentlicher Garten ohne Deckung und ohne Wasserstelle. Beginnen Sie mit den Arten, die Sie bereits in der Nachbarschaft hören oder sehen, und lesen Sie deren Porträt zuerst, denn bei ihnen ist die Chance am größten, dass sich Ihre Mühe schnell zeigt. Hilfreich ist auch ein Blick auf den Jahreslauf: Im Winter kommen vor allem Meisen, Finken, Kleiber und Wintergäste ans Futterhaus, im Frühjahr zählen Nistplätze, im Sommer Insekten und Wasser, im Herbst Beeren und Samenstände. Jedes Porträt enthält deshalb einen Kalender, der zeigt, wann Sie mit welcher Maßnahme am meisten erreichen. Ähnliche Arten wie Feldsperling und Haussperling oder Tannenmeise und Sumpfmeise unterscheiden wir anhand weniger, gut sichtbarer Merkmale, damit Sie sicher wissen, wer da gerade frisst.

  • Rotkehlchen: der zutrauliche Begleiter bei der Gartenarbeit
  • Kohlmeisen: der häufigste Gast am Futterhaus
  • Blaumeisen: Futter und der passende Nistkasten
  • Amseln: Hecken, Rasen und Äpfel im Winter
  • Stieglitze: Nigersaat, Disteln und Karden
  • Spatzen: Haussperlinge brauchen Nistplätze am Haus