Vogelfutterhaus: der richtige Standort (Abstand, Höhe, Deckung)
Vogelfutterhaus richtiger Standort: etwa 3 m von Büschen, unter 1 m vom Fenster oder weit weg, 3 m von Absprungstellen für Eichhörnchen und leicht zu befüllen.

In diesem Artikel
- Kurz beantwortet: die Standort-Checkliste
- Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus von Bäumen und Sträuchern entfernt sein?
- Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus vom Fenster entfernt sein?
- In welcher Höhe sollte ein Vogelfutterhaus hängen?
- Wie stellt man ein Vogelfutterhaus so auf, dass Eichhörnchen nicht herankommen?
- Sonne, Schatten und Wind: Was mögen Vögel?
- Ändert sich der beste Standort mit den Jahreszeiten?
- Ändert sich der Standort für bestimmte Vogelarten?
- Wo sieht man die Vögel am besten?
- Wo ein Vogelfutterhaus nicht stehen sollte
- Wie weit sollten mehrere Futterstellen auseinanderstehen?
- Was tun, wenn der Garten nicht alle Regeln erfüllt?
- Schritt für Schritt: die Futterstelle am richtigen Platz aufstellen
- Häufige Fehler beim Standort
- Quellen
- Häufige Fragen
Beim Vogelfutterhaus liegt der richtige Standort etwa 3 m von dichter Deckung entfernt, entweder weniger als 1 m vor einem Fenster oder deutlich weiter weg von Glas, mindestens 3 m von allem, wovon ein Eichhörnchen springen kann, und an einer Stelle, die Sie von drinnen sehen und bei jedem Wetter erreichen. Stimmen diese vier Punkte, kommen an die meisten Futterstellen bald Vögel. Stimmt einer nicht, bekommen Sie leere Sitzstangen, Anflüge an die Scheibe oder ein sehr satt aussehendes Eichhörnchen.
Kurz beantwortet: die Standort-Checkliste
| Faktor | Empfohlener Standort | Warum |
|---|---|---|
| Abstand zu Sträuchern und Bäumen | Etwa 3 m (3,5 bis 4,5 m bei dreisten Eichhörnchen) | Vögel erreichen Deckung, Katzen und Eichhörnchen können nicht von dort starten |
| Abstand zum Fenster | Unter 1 m oder direkt an der Scheibe | Vögel können nicht mit vollem Tempo gegen das Glas fliegen |
| Abstand zu Absprungstellen | Mindestens 3 m zu Dächern, Zäunen, Ästen | Eichhörnchen springen weit |
| Höhe des Abwehrkegels | Unterkante mindestens 1,4 bis 1,5 m über dem Boden | Eichhörnchen springen auch hoch |
| Höhe der Futterstelle | Etwa 1,2 bis 1,8 m bei hängenden Futterstellen und Ständern | Bequem zu befüllen, gut zu sehen |
| Fettfutter und Tränken | Im Sommer im Schatten | Fett wird in der Sonne weich und ranzig |
| Futterschalen am Boden | Nahe Reisighaufen oder niedrigen Sträuchern | Amsel, Rotkehlchen und Heckenbraunelle fressen am Boden und wollen Fluchtdeckung |
Der Rest dieses Ratgebers erklärt die Gründe hinter jeder Zahl und was Sie tun, wenn Ihr Garten nicht alle Punkte gleichzeitig erfüllen kann.
Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus von Bäumen und Sträuchern entfernt sein?
Stellen Sie Ihre Futterstelle etwa 3 m vom nächsten Baum oder Strauch entfernt auf. Project FeederWatch, ein Programm des Cornell Lab of Ornithology, beschreibt diesen Abstand als guten Kompromiss zwischen zwei gegensätzlichen Bedürfnissen.
Vögel brauchen Deckung in der Nähe. Kleine Vögel sitzen nicht lange im Freien. Kohlmeisen, Blaumeisen und Tannenmeisen schnappen sich einen Kern und fliegen damit zurück auf einen Zweig, um ihn dort zu öffnen. Wenn ein Sperber heranschießt, braucht jeder Vogel an der Futterstelle innerhalb von ein bis zwei Sekunden ein Versteck. Eine Futterstelle mitten auf einem kahlen Rasen bekommt oft weniger Besuch, weil sie ungeschützt wirkt.
Zu nahe Deckung hilft Beutegreifern. Hängt die Futterstelle direkt neben einem Strauch, kann sich eine Katze im Laub ducken und Vögel bei der Landung überfallen. Äste in Sprungweite bieten außerdem Eichhörnchen einen bequemen Zugang.
Rund 3 m lösen beide Probleme. Die Massachusetts Audubon Society nennt etwas großzügigere 3,5 bis 4,5 m, ein gutes Ziel, wenn Eichhörnchen Ihre Anordnung immer wieder überlisten.
Welche Deckung ist am besten?
Immergrüne Gehölze stehen an erster Stelle. Das Cornell Lab weist darauf hin, dass Nadelbäume und andere Immergrüne ganzjährig dichten Sichtschutz bieten und den Winterwind abhalten. Eine Eibe, ein Wacholder, eine Stechpalme oder eine dichte Hecke in 3 bis 4,5 m Entfernung gibt Vögeln einen sicheren Warteplatz, von dem aus sie die Lage prüfen, bevor sie anfliegen.
Fehlen Sträucher in Ihrem Garten, können Sie Deckung schaffen:
- Reisighaufen. Das Cornell Lab empfiehlt einen locker geschichteten Reisighaufen in der Nähe der Futterstelle für Bodenvögel. Bei uns profitieren davon Zaunkönig, Heckenbraunelle und Rotkehlchen. Schnittgut, ausgediente Weihnachtsbäume und heruntergefallene Äste eignen sich.
- Immergrüne Kübelpflanzen. Auf der Terrasse können ein paar große Kübel mit Zwergkoniferen als Warteplatz dienen.
- Heimische Sträucher. Mit der Zeit bieten heimische Gehölze wie Weißdorn, Schlehe, Liguster oder Hasel Deckung und natürliches Futter zugleich. Unser Ratgeber zur Vogelbeobachtung im Garten behandelt vogelfreundliche Bepflanzung.

Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus vom Fenster entfernt sein?
Bringen Sie Futterstellen weniger als etwa 1 m vor einem Fenster an oder direkt an der Scheibe. Das empfehlen sowohl das Cornell Lab als auch die National Audubon Society in den USA. Ein Vogel, der von einer Futterstelle nur einen halben Meter vor dem Glas auffliegt, kann nicht genug Geschwindigkeit aufbauen, um sich bei einem Anprall schwer zu verletzen.
Ältere Ratschläge empfahlen außerdem, Futterstellen mehr als 9 m von Fenstern entfernt aufzustellen. Das Cornell Lab betont inzwischen, dass es sinnvoller ist, nahe Fenster sicherer zu machen, statt sich auf einen exakten Abstand zu versteifen. Vogelschlag an Glas ist ein großes Problem: Für Deutschland schätzen die staatlichen Vogelschutzwarten die Zahl der jährlich an Glas getöteten Vögel auf rund 100 Millionen, für die USA nennt das Cornell Lab Schätzungen von bis zu etwa einer Milliarde.
So machen Sie Fenster in der Nähe der Futterstelle sicherer
- Markieren Sie die Außenseite der Scheibe. Das Cornell Lab empfiehlt Aufkleber, Punkte oder Streifen im Abstand von etwa 5 cm über die gesamte Außenfläche. Dieser enge Abstand schützt auch sehr kleine Vögel wie Goldhähnchen.
- Verwenden Sie genug Markierungen. Ein oder zwei Greifvogelsilhouetten auf einem großen Panoramafenster verhindern keine Anflüge, darauf weisen auch NABU und Schweizerische Vogelwarte seit Jahren hin. Das Muster muss den größten Teil der Scheibe bedecken.
- Denken Sie an Schnurvorhänge. Senkrecht vor der Scheibe hängende Schnüre im Abstand von etwa 10 cm sind für Vögel gut sichtbar.
- Achten Sie auf Spiegelungen. Fenster, in denen sich Bäume und Himmel spiegeln, sind am gefährlichsten, weil Vögel Lebensraum sehen und kein Glas.
Unser ausführlicher Ratgeber Vogelschlag an Fenstern verhindern geht weiter. Wenn Sie Vögel so nah wie möglich sehen wollen, löst eine Futterstelle direkt an der Scheibe beides, Beobachtung und Anflugrisiko. Siehe unsere besten Fensterfutterhäuser.
In welcher Höhe sollte ein Vogelfutterhaus hängen?
Bei den meisten hängenden Futtersäulen, Futterhäusern und Ständern sollten die Futteröffnungen etwa 1,2 bis 1,8 m über dem Boden liegen. In dieser Höhe lässt sich die Futterstelle bequem befüllen, Sie sehen sie im Stehen oder vom Stuhl am Fenster auf Augenhöhe, und Abwehrkegel gegen Eichhörnchen funktionieren gut.
Verschiedene Vögel fressen in verschiedenen Höhen
Die Höhe entscheidet auch mit, wer kommt. Vögel suchen dort nach Futter, wo sie es auch in der Natur finden:
- Bodenfresser: Amsel, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Buchfink, Bergfink und Ringeltaube fressen am Boden oder knapp darüber. Eine niedrige Futterschale wenige Zentimeter über dem Boden oder etwas Futter nahe der Deckung passt zu ihnen. Streuen Sie nur so viel, wie bis zum Abend gefressen wird, damit Sie keine Ratten anlocken.
- Vögel, die gern stabil sitzen: Grünfink, Gimpel und Kernbeißer fressen am liebsten von einer festen Kante. Futterhäuser mit Sitzleiste und Futterschalen in etwa 1,2 bis 1,5 m Höhe eignen sich gut.
- Kletterkünstler: Meisen, Stieglitze und Erlenzeisige nutzen Futtersäulen in jeder Höhe.
- Stammkletterer: Buntspecht und Kleiber besuchen Fettfutterhalter, viele nehmen Fettfutter am liebsten am Stamm oder in Stammnähe an.
Wenn Sie Vielfalt möchten, bieten Sie zwei oder drei Futterstellen in verschiedenen Höhen an. Eine niedrige Schale nahe einem Reisighaufen ist der einfachste Weg, Bodenvögel zu versorgen.

Wie stellt man ein Vogelfutterhaus so auf, dass Eichhörnchen nicht herankommen?
Der Standort ist die Grundlage jeder Eichhörnchenabwehr. Kein Abwehrkegel hilft, wenn die Futterstelle in Sprungweite eines Zauns, Dachs oder Asts hängt.
Eichhörnchen sind hervorragende Springer, nach oben wie zur Seite. Die Angaben der Massachusetts Audubon Society beziehen sich zwar auf das nordamerikanische Grauhörnchen, doch auch unser heimisches Eichhörnchen überwindet mit Leichtigkeit mehrere Meter von Ast zu Ast. Als Faustregel gilt ein Abstand von mindestens 3 m zu jeder möglichen Absprungstelle, in alle Richtungen.
So sichern Sie die Futterstelle über den Standort:
- Messen Sie mindestens 3 m zu jeder Absprungstelle ab: Baumstämme, überhängende Äste, Zäune, Geländer, Dächer und Gartenmöbel. Prüfen Sie auch den Raum über der Futterstelle, denn Eichhörnchen lassen sich auch von Ästen fallen.
- Verwenden Sie einen glatten Ständer, keinen Haken am Baum.
- Bringen Sie einen Abwehrkegel unterhalb der Futterstelle an, mit der Unterkante mindestens 1,4 bis 1,5 m über dem Boden.
- Suchen Sie nach neuen Absprungstellen, nach Stürmen und wenn Bäume austreiben oder wachsen.
Größen und Montage von Abwehrkegeln erklärt Abwehrkegel gegen Eichhörnchen. Die ganze Strategie mit Futterhaus-Bauarten und Futter, das Eichhörnchen nicht mögen, finden Sie in Eichhörnchen vom Futterhaus fernhalten. Denken Sie daran: Eichhörnchen sind bei uns heimisch und geschützt. Ziel ist, sie vom Vogelfutter fernzuhalten, nicht, ihnen zu schaden.
Sonne, Schatten und Wind: Was mögen Vögel?
Körnerfutter
Wählen Sie eine Stelle, die vor dem vorherrschenden Winterwind geschützt ist, in Mitteleuropa meist aus West, also oft auf der Ost- oder Südseite eines Gebäudes oder einer immergrünen Hecke. Vögel verbrauchen viel Energie, um warm zu bleiben, und an einem windstillen Platz mit etwas Wintersonne verweilen sie am liebsten. Meiden Sie Stellen, an denen die Futterstelle in Böen stark schaukelt, denn das verstreut Futter und macht Vögel zögerlich beim Landen.
Fettfutter und Tränken
Fettfutter, Meisenknödel und Erdnussbutter werden in praller Sommersonne weich und können ranzig werden. Hängen Sie sie im Sommer in den Schatten oder bieten Sie sie nur in der kühlen Jahreszeit an. Auch Tränken bleiben im Schatten länger sauber, weil sich Algen langsamer bilden und weniger Wasser verdunstet.
Kolibri-Futterspender betreffen nur Leserinnen und Leser in Amerika, denn wild leben Kolibris nur dort. Für sie gilt: Zuckerwasser gehört in den Schatten, weil es in der Sonne schnell verdirbt. In Europa wird gelegentlich das Taubenschwänzchen, ein tagaktiver Schwärmer, für einen Kolibri gehalten.
Regen und Schnee
Nasses Futter verdirbt. Wird Ihre Stelle von Schlagregen getroffen, wählen Sie ein Futterhaus mit breitem Dach oder einen Wetterschutz über der Futtersäule. Ein Platz unter dem Dachüberstand kann funktionieren, wenn er die Regeln zu Eichhörnchen und Fenstern trotzdem erfüllt.
Ändert sich der beste Standort mit den Jahreszeiten?
Ja, ein wenig. Die Regeln zu Fenstern, Deckung und Eichhörnchen gelten das ganze Jahr, doch die Bedingungen um sie herum verändern sich.
Herbst und Winter
In dieser Zeit sind Futterstellen am wichtigsten. Am stärksten besucht werden sie bei Kälte und wenn Schnee oder Eis natürliches Futter bedecken. Im Winter gilt:
- Setzen Sie auf Windschutz. Eine Futterstelle im Windschatten einer immergrünen Hecke oder eines Gebäudes wird an eisigen Tagen stärker genutzt.
- Halten Sie den Weg frei. Sie werden im Schnee nachfüllen. Eine Stelle nahe der Tür sorgt dafür, dass die Futterstelle voll bleibt.
- Achten Sie auf neue Absprungstellen. Schneewälle können den Boden unter dem Abwehrkegel um 30 cm oder mehr anheben und Eichhörnchen den Sprung verkürzen. Räumen Sie den Schnee weg oder setzen Sie den Kegel höher.
- Denken Sie an eine zweite Futterstelle nahe der Deckung für Amseln, Rotkehlchen und Heckenbraunellen, die im Winter am Boden fressen.

Frühling und Sommer
Natürliches Futter kehrt zurück, und der Andrang lässt oft nach. Das ist normal. In den warmen Monaten gilt:
- Hängen Sie Fettfutter in den Schatten oder lassen Sie es ganz weg.
- Halten Sie das Futter trocken. Sommerregen und Luftfeuchtigkeit lassen Körner schneller verderben, ein Futterhaus mit Dach oder ein Platz unter dem Dachüberstand hilft.
- Lassen Sie brütenden Vögeln Raum. Halten Sie Futterstellen von besetzten Nistkästen fern. Ständiger Betrieb direkt neben einem Kasten kann das Brutpaar stressen.
- Achten Sie auf Ratten. Liegengebliebenes Futter am Boden lockt sie an. Füttern Sie am Boden sparsam und halten Sie den Bereich unter der Futterstelle sauber.
Ändert sich der Standort für bestimmte Vogelarten?
Die meisten Futterhausvögel folgen denselben Grundregeln, einige Lieblinge haben aber eigene Vorlieben:
- Grünfink, Gimpel und Kernbeißer mögen eine stabile Sitzfläche und bleiben gern nahe dichter Sträucher. Ein Futterhaus oder eine Schale einen kurzen Flug von dichter Deckung entfernt passt gut.
- Stieglitze und Erlenzeisige nutzen Futtersäulen für Nigersaat in jeder Höhe und dulden offenere Plätze als viele andere Vögel.
- Meisen und Kleiber holen sich einen Kern und fliegen damit in Deckung, deshalb hält ein Strauch oder Baum in etwa 3 bis 4,5 m Entfernung sie bei Laune.
- Amseln, Rotkehlchen und Heckenbraunellen fressen unter oder neben den Futterstellen am Boden, lassen Sie also neben Gebüsch etwas offenen Boden frei.
- Buntspechte mögen Fettfutter nahe an Baumstämmen oder an einem Ständer in Baumnähe.
Wo sieht man die Vögel am besten?
Sie haben mehr Freude an der Futterstelle, wenn Sie sie gut sehen. Stellen Sie sich an das Fenster, an dem Sie am häufigsten sind, etwa in der Küche, am Frühstückstisch oder am Lieblingssessel, und wählen Sie den Platz von dort aus.
Ein paar Tipps:
- Achten Sie auf das Licht. Eine Futterstelle, die vom Fenster aus gesehen im Morgenlicht liegt, sieht besser aus als eine im Gegenlicht vor hellem Himmel.
- Ein ruhiger Hintergrund hilft. Eine Hecke oder Rasen hinter der Futterstelle lässt Vögel hervortreten, was auch für Fotos oder eine Futterhauskamera hilft.
- Nah genug zum Bestimmen. Eine Futterstelle 5 bis 8 m vor dem Fenster lässt sich gut mit dem Fernglas beobachten. Bei einem Fensterfutterhaus brauchen Sie keines.
Wo ein Vogelfutterhaus nicht stehen sollte
Meiden Sie diese typischen Problemstellen:
- Über Terrasse, Sitzplatz oder Gehweg. Unter jeder Futterstelle sammeln sich Kot und Schalen. Schalen können auch den Rasen darunter ersticken.
- Neben dem Auto. Vögel, die darüber sitzen, hinterlassen ihren Kot darauf.
- Direkt an dichten Sträuchern. Wie oben beschrieben, nutzen Katzen Gebüsch als Hinterhalt.
- Mehrere Meter vor einem unbehandelten Fenster. Eine Futterstelle einige Meter vor dem Glas gibt einem erschreckten Vogel genug Anlauf, um Tempo in Richtung einer spiegelnden Scheibe aufzunehmen. Rücken Sie sie auf unter 1 m heran oder markieren Sie das Glas.
- Unter überhängenden Ästen. Äste über der Futterstelle geben Eichhörnchen einen Weg von oben.
- Dort, wo Ratten bereits aktiv sind. Pausieren Sie dann mit dem Füttern, bis das Problem gelöst ist.
Wie weit sollten mehrere Futterstellen auseinanderstehen?
Verteilte Futterstellen verringern das Gedränge, was gegen Streit und Krankheiten hilft. Die National Audubon Society empfiehlt mehrere Futterstellen, damit sich Vögel nicht an einer drängen, denn enger Kontakt begünstigt die Übertragung von Krankheiten wie Salmonellose und Trichomonadose, die bei uns vor allem Grünfinken stark getroffen hat.
So gehen Sie praktisch vor:
- Trennen Sie Futtersorten. Eine Nigersaat-Säule für Stieglitze an einer Stelle, eine Sonnenblumensäule oder ein Futterhaus an einer anderen, Fettfutter wieder woanders.
- Geben Sie Dominanten ihre eigene Station. Eine Schale mit Erdnüssen abseits der Hauptfutterstellen kann Eichelhäher, Elstern und Eichhörnchen vom Hauptplatz ablenken. Project FeederWatch erwähnt diesen Ablenkungstrick für Eichhörnchen.
- Schaffen Sie Abstand für Stare und Tauben. Große Trupps können eine Futterstelle besetzen. Eine zweite Stelle mit anderem Futter entspannt die Lage.
- Halten Sie den Boden sauber. Die Futterstelle ab und zu ein Stück zu versetzen, verhindert, dass sich Schalen und Kot anhäufen.

Was tun, wenn der Garten nicht alle Regeln erfüllt?
Echte Gärten sind klein, schattig und voller Zäune. Setzen Sie diese Reihenfolge:
- Fenstersicherheit zuerst. Entweder unter 1 m vor dem Glas oder das Glas markieren.
- Deckung in Reichweite. Ein Strauch, Baum oder Reisighaufen in 3 bis 4,5 m Entfernung.
- Abstand zu Eichhörnchen. Wenn Sie keine 3 m zu Absprungstellen schaffen, wählen Sie ein eichhörnchensicheres Futterhaus mit Gewichtsmechanik oder Gitterkorb. Siehe unsere besten eichhörnchensicheren Vogelfutterhäuser.
- Bequemlichkeit. Eine Futterstelle, die Sie auch bei Schnee und Regen befüllen können, bleibt tatsächlich voll.
Standort auf Balkon und in der Wohnung
Auf dem Balkon lassen sich Deckung und Abstand zu Eichhörnchen schwerer steuern. Fensterfutterhäuser und kleine hängende Futterstellen an Geländerhalterungen sind gute Optionen. Ein oder zwei Kübel mit dichten Sträuchern geben Vögeln einen Warteplatz. Klären Sie vorher die Hausordnung, denn manche Vermieter untersagen Futterstellen, oft wegen Tauben. Unsere besten Vogelfutterhäuser für Balkon und kleine Gärten zeigen kompakte Modelle.
Schritt für Schritt: die Futterstelle am richtigen Platz aufstellen
- Gehen Sie durch den Garten und notieren Sie jeden Baum, Strauch, Zaun, jede Dachkante und jedes Fenster.
- Markieren Sie mögliche Stellen etwa 3 m von Deckung und mindestens 3 m von Absprungstellen entfernt.
- Prüfen Sie die Sicht von Ihrem Lieblingsfenster aus.
- Entscheiden Sie die Fensterfrage: nah am Glas oder das Glas markieren.
- Stellen Sie einen Ständer auf und bringen Sie bei Eichhörnchen einen Abwehrkegel an, mit der Unterkante mindestens 1,4 m hoch.
- Hängen Sie die Futterstelle auf, mit den Öffnungen in etwa 1,2 bis 1,8 m Höhe.
- Befüllen Sie sie mit schwarzen Sonnenblumenkernen, dem Futter, das die meisten Arten anzieht.
- Streuen Sie in den ersten Tagen etwas Futter in die Nähe. Das Cornell Lab empfiehlt das, damit Vögel eine neue Futterstelle leichter entdecken. Nehmen Sie nur kleine Mengen.
- Warten und beobachten Sie. Vögel brauchen manchmal Tage bis Wochen, um eine neue Futterstelle zu finden.
Häufige Fehler beim Standort
- Die Futterstelle mitten auf den Rasen stellen, ohne Deckung in 6 bis 9 m Umkreis. Vögel fühlen sich ungeschützt und kommen seltener.
- Sie in einen Strauch hängen. Das wirkt für uns sicher, gibt Katzen aber ein Jagdversteck.
- Einen Ast als Aufhängung nutzen. Das ist eine Autobahn für Eichhörnchen.
- Den Abwehrkegel zu tief anbringen. Ein Kegel in 1 m Höhe ist für ein Eichhörnchen nur eine Trittstufe.
- Den Dreck vergessen. Wählen Sie eine Stelle, an der Schalen und Kot nicht stören.
- Nach einer Woche aufgeben. Eine neue Futterstelle braucht Zeit, bis sie entdeckt wird. Sind schon einige Wochen vergangen, lesen Sie warum keine Vögel ans neue Futterhaus kommen.
Quellen
Häufige Fragen
Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus vom Fenster entfernt sein?
Das Cornell Lab of Ornithology empfiehlt, Futterstellen weniger als etwa 1 m vor einem Fenster anzubringen oder direkt an der Scheibe, damit Vögel beim Auffliegen nicht genug Tempo für einen schweren Anprall aufbauen. Wichtiger als der genaue Abstand ist aber, die nahe Scheibe außen flächig mit Mustern zu markieren. Einzelne Greifvogelsilhouetten helfen kaum.
Wie weit sollte ein Vogelfutterhaus von Bäumen und Büschen entfernt sein?
Etwa 3 m sind der bewährte Kompromiss, den auch Project FeederWatch empfiehlt. Vögel erreichen bei einem Sperberangriff schnell Deckung, doch die Zweige sind weit genug weg, dass Eichhörnchen nicht auf die Futterstelle springen und Katzen nicht aus dem Gebüsch heraus angreifen können. Bei hartnäckigen Eichhörnchen sind 3,5 bis 4,5 m besser.
In welcher Höhe sollte ein Vogelfutterhaus hängen?
Für die meisten hängenden Futtersäulen und Futterhäuser am Ständer sind etwa 1,2 bis 1,8 m bequem zum Befüllen und Beobachten. Gibt es Eichhörnchen, sollte der Abwehrkegel am Ständer mit seiner Unterkante mindestens 1,4 bis 1,5 m hoch sitzen. Bodenfresser wie Amsel, Rotkehlchen und Heckenbraunelle mögen niedrige Futterschalen nahe am Boden.
Sollte ein Vogelfutterhaus in der Sonne oder im Schatten stehen?
Körnerfutter ist an einer Stelle gut aufgehoben, die vor dem vorherrschenden Winterwind geschützt ist und idealerweise etwas Morgensonne bekommt. Fettfutter und Tränken stehen im Sommer besser im Schatten, weil Fett in praller Sonne weich und ranzig wird. Meiden Sie Stellen, an denen die Futterstelle im Wind stark schaukelt und Futter verstreut.
Darf ein Vogelfutterhaus nah am Haus stehen?
Ja. Eine Futterstelle am Haus ist leichter zu beobachten und zu befüllen, und weniger als 1 m vor einem Fenster ist sie für Vögel sogar sicherer. Rechnen Sie aber mit Kot und Schalen darunter. Stellen Sie sie deshalb nicht über eine Terrasse, einen Sitzplatz oder einen Hauseingang, den Sie sauber halten möchten.