Bestes Vogelfutter: So kommen möglichst viele Vogelarten

Bestes Vogelfutter für viele Arten: eine Mischung mit viel Sonnenblumenkernen, ohne Weizen und Füllstoffe. Sechs Futtertypen im Vergleich, mit Einkaufstipps.

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Ein Futterhaus voller Sonnenblumenkerne und Nüsse, an dem eine Kohlmeise und ein Buchfink fressen (KI-Illustration)
KI-generierte Illustration, kein Foto
In diesem Artikel
  1. Unsere Empfehlungen im Überblick
  2. So haben wir ausgewählt
  3. Welches Vogelfutter lockt die meisten Arten an?
  4. Ganzjahres-Streufutter mit hohem Sonnenblumenanteil: beste Allround-Mischung
  5. Premium-Mischung aus Sonnenblumen und Nüssen: beste Mischung ohne Füllstoffe
  6. Energiefutter mit Nüssen, Beeren und Insekten: beste Nuss- und Beerenmischung
  7. Einfaches Streufutter aus Sonnenblumen und Hirse: beste preiswerte Mischung
  8. Schwarze Sonnenblumenkerne: bestes Einzelfutter
  9. Geschälte Sonnenblumenkerne mit Chili: bestes Futter gegen Eichhörnchen
  10. Vogelfutter im Vergleich
  11. So lesen Sie die Zutatenliste
  12. Mischung oder Einzelfutter?
  13. Welches Futter passt zu welchen Gartenvögeln?
  14. Ein Futterplan für das ganze Jahr
  15. Regionale Unterschiede: Stadt, Land, Gebirge
  16. Keimt Vogelfutter unter dem Futterhaus?
  17. Häufige Fehler beim Kauf von Vogelfutter
  18. Quellen
  19. Häufige Fragen

Das beste Vogelfutter, um möglichst viele Arten anzulocken, sind schwarze Sonnenblumenkerne, entweder pur oder als Hauptzutat einer Mischung ohne Weizen und andere Füllstoffe. Wenn Sie nur eine Sorte kaufen wollen, die in den meisten Gärten fast alles abdeckt, empfehlen wir eine Ganzjahres-Mischung, in der Sonnenblumenkerne und Nüsse klar überwiegen und etwas Hirse oder Haferflocken für Bodenfresser dazukommen. Wer gar kein Getreide und keine Hirse will, greift zu einer reinen Sonnenblumen-Nuss-Mischung.

Die Artenvielfalt am Futterhaus hängt weniger vom Markennamen ab als von den Zutaten. Ein großer Sack voller Weizen und Maisbruch ernährt weniger Vögel als ein kleinerer Beutel Sonnenblumenkerne, ganz gleich, was auf der Verpackung steht.

Ein Hinweis vorab: Viele Vogelfutter-Marken aus Nordamerika gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht, und das Angebot unterscheidet sich von Land zu Land. Deshalb beschreiben wir unten Futtertypen mit klaren Zutaten statt einzelner Markenprodukte. So finden Sie das Passende im Fachhandel, im Baumarkt oder online, egal wo Sie wohnen.

Unsere Empfehlungen im Überblick

  • Beste Allround-Mischung: Ganzjahres-Streufutter mit hohem Sonnenblumenanteil
  • Beste Mischung ohne Füllstoffe: Premium-Mischung aus Sonnenblumen und Nüssen
  • Beste Nuss- und Beerenmischung: Energiefutter mit Nüssen, Beeren und Insekten
  • Beste preiswerte Mischung: Einfaches Streufutter aus Sonnenblumen und Hirse
  • Bestes Einzelfutter: Schwarze Sonnenblumenkerne
  • Bestes Futter gegen Eichhörnchen: Geschälte Sonnenblumenkerne mit Chili
01 Beste Allround-Mischung

Ganzjahres-Streufutter mit hohem Sonnenblumenanteil

Eine vielseitige Mischung, in der Sonnenblumenkerne und Nüsse den größten Teil ausmachen, ergänzt um etwas Hirse und Haferflocken für Bodenfresser.

Ideal für
Gärten mit Vögeln, die am Futterhaus fressen, und solchen, die am Boden suchen.
Nicht kaufen, wenn
Haussperlinge, Stare oder Tauben Ihre Futterstelle bereits dominieren. Hirse und Getreide locken sie zusätzlich an.
Hauptzutaten
Schwarze Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenkerne geschält, Erdnussbruch, Hirse
Worauf achten
Sonnenblume an erster Stelle, ohne Weizen, ambrosiakontrolliert
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02 Beste Mischung ohne Füllstoffe

Premium-Mischung aus Sonnenblumen und Nüssen

Nur Sonnenblumenkerne in mehreren Formen plus Erdnüsse und andere Nüsse, ohne Weizen, Mais und Hirse.

Ideal für
Futterhäuser und Futtersäulen für Meisen, Kleiber, Finken und Spechte.
Nicht kaufen, wenn
Sie Heckenbraunellen, Sperlinge und Tauben preiswert am Boden füttern wollen.
Hauptzutaten
Schwarze und gestreifte Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenherzen, Erdnüsse
Worauf achten
Keine Getreide, keine Hirse, vollständige Zutatenliste
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03 Beste Nuss- und Beerenmischung

Energiefutter mit Nüssen, Beeren und Insekten

Fettreiche Mischung aus geschälten Sonnenblumenkernen, Erdnüssen, Rosinen oder Beeren und oft getrockneten Insekten.

Ideal für
Wer neben Körnerfressern auch Amseln, Rotkehlchen und Spechte anlocken will.
Nicht kaufen, wenn
Sie eine Futtersäule mit kleinen Öffnungen verwenden. Frucht- und Nussstücke brauchen große Durchlässe.
Hauptzutaten
Sonnenblumenherzen, Erdnussbruch, Rosinen oder Beeren, teils Insekten
Geeignet für
Futterhaus, Futterschale, Futtersäule mit großen Öffnungen
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04 Beste preiswerte Mischung

Einfaches Streufutter aus Sonnenblumen und Hirse

Eine kurze, sinnvolle Mischung aus wenigen Zutaten für Vögel am Futterhaus und am Boden.

Ideal für
Futtertische und gemischte Vogelschwärme bei kleinem Budget.
Nicht kaufen, wenn
Haussperlinge und Tauben schon jetzt in großer Zahl kommen.
Hauptzutaten
Schwarze Sonnenblumenkerne, geschälte Sonnenblumenkerne, Hirse, Haferflocken
Geeignet für
Futterhaus, Futtertisch
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05 Bestes Einzelfutter

Schwarze Sonnenblumenkerne

Reine schwarze Sonnenblumenkerne, das Futter, das an Futterstellen in Mitteleuropa die meisten Arten satt macht.

Ideal für
Einsteiger und alle, die nur eine Futterstelle betreiben.
Nicht kaufen, wenn
Schalen unter dem Futterhaus Sie stören. Dann greifen Sie zu geschälten Sonnenblumenkernen.
Zutat
Schwarze Sonnenblumenkerne (mit Schale)
Geeignet für
Futterhaus, Futtersäule, Futtertisch
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06 Bestes Futter gegen Eichhörnchen

Geschälte Sonnenblumenkerne mit Chili

Geschälte Sonnenblumenkerne mit Chili-Überzug. Vögel spüren die Schärfe nicht, die meisten Säugetiere mögen sie nicht.

Ideal für
Standorte, an denen Eichhörnchen oder Ratten jeden Vorrat leeren.
Nicht kaufen, wenn
Sie Futter mit bloßen Händen einfüllen und Chili-Reste auf der Haut nicht mögen. Tragen Sie Handschuhe.
Hauptzutaten
Sonnenblumenherzen, Chili-Extrakt, Pflanzenöl
Geeignet für
Futtersäule, Futterhaus
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So haben wir ausgewählt

Wir haben mit diesen Futtersorten keine eigenen Versuche an Futterstellen durchgeführt. Dieser Ratgeber beruht auf Recherche. Grundlage waren Empfehlungen zur Vogelfütterung von Naturschutzverbänden wie NABU und LBV, der Schweizerischen Vogelwarte sowie die Futterpräferenzen, die das Cornell Lab of Ornithology aus langjährigen Beobachtungen an Futterstellen zusammengetragen hat. Danach haben wir veröffentlichte Zutatenlisten typischer Mischungen verglichen und auf vier Punkte geachtet:

  1. Sonnenblume zuerst. Schwarze Sonnenblumenkerne oder geschälte Sonnenblumenkerne als erste Zutat.
  2. Kein Weizen, kein Milo, wenig Mais. Diese Körner lassen die meisten Gartenvögel liegen.
  3. Sinnvolle Extras wie Erdnüsse, Haferflocken, Nyjersaat oder Beeren, die zusätzliche Arten anlocken.
  4. Ehrliche Kennzeichnung: eine vollständige Zutatenliste und möglichst der Hinweis „ambrosiakontrolliert“.

Außerdem haben wir Muster in verifizierten Kundenbewertungen ausgewertet, etwa wiederkehrende Klagen über Staub, keimendes Unkraut oder Eichhörnchen. Preise nennen wir nicht, weil sie sich ständig ändern.

Welches Vogelfutter lockt die meisten Arten an?

Das Cornell Lab of Ornithology bezeichnet schwarze Sonnenblumenkerne als das am häufigsten angebotene Futter an Futterstellen in Nordamerika, und in Mitteleuropa sieht es kaum anders aus. Die Kerne haben eine dünne Schale, die auch kleine Vögel knacken, und einen hohen Ölgehalt, der viel Energie liefert. Sie ernähren Kohlmeisen, Blaumeisen, Tannenmeisen, Kleiber, Grünfinken, Buchfinken, Bergfinken, Gimpel, Haus- und Feldsperlinge und zeitweise auch den Buntspecht. Unser Ratgeber zu schwarzen Sonnenblumenkernen geht darauf ausführlich ein.

Jede weitere Zutat bringt eine neue Gruppe von Vögeln dazu:

FutterWelche Vögel es zusätzlich anlocktHinweise
Schwarze SonnenblumenkerneMeisen, Finken, Kleiber, SperlingeDie Basis jeder guten Mischung
Geschälte SonnenblumenkerneAlle Sonnenblumenfresser plus kleinschnäblige VögelKeine Schalen, verderben bei Nässe schneller
Gestreifte SonnenblumenkerneKernbeißer, Grünfinken, EichelhäherDickere Schale, für Sperlinge mühsamer
NyjersaatStieglitz, Erlenzeisig, BirkenzeisigBraucht einen Spender mit feinen Öffnungen
HirseSperlinge, Heckenbraunelle, TaubenAm besten auf dem Futtertisch oder am Boden
Erdnüsse (ungesalzen)Meisen, Kleiber, Spechte, EichelhäherNur ungesalzen und trocken lagern
HaferflockenAmsel, Rotkehlchen, HeckenbraunelleAm besten in Fett gebunden oder leicht angefeuchtet
Weizen, MaisbruchTauben, Rabenvögel, SperlingeLockt auch Ratten an, lieber weglassen
Milo (Sorghum)Kaum ein Gartenvogel in MitteleuropaReiner Füllstoff

Quellen: Cornell Lab of Ornithology (All About Birds, Project FeederWatch), Empfehlungen von NABU, LBV und Schweizerischer Vogelwarte.

Ganzjahres-Streufutter mit hohem Sonnenblumenanteil: beste Allround-Mischung

Was es ist. Eine vielseitige Mischung, wie sie viele Hersteller als Ganzjahres- oder Premium-Streufutter anbieten. Entscheidend ist, dass Sonnenblumenkerne und Nüsse zusammen deutlich mehr als die Hälfte ausmachen.

Typische Zutaten: schwarze Sonnenblumenkerne, geschälte Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch, Hirse, Haferflocken, manchmal Nyjersaat, Hanfsaat oder Rosinen.

Für wen sie sich eignet. Für Gärten, in denen sowohl Vögel am Futterhaus (Meisen, Finken, Kleiber) als auch Bodenfresser (Heckenbraunelle, Amsel, Sperlinge) aus einem Sack versorgt werden sollen. Die Mischung passt in Futterhäuser, auf Futtertische und in Futtersäulen mit größeren Öffnungen.

Stärken. Die breiteste Zutatenpalette in dieser Liste, mit Nüssen, die Spechte und Eichelhäher anlocken.

Schwächen. Hirse und Haferflocken werden von Vögeln in Futtersäulen oft herausgeworfen, weil sie an die Sonnenblumenkerne wollen. Rechnen Sie mit etwas Futter am Boden.

Nicht kaufen, wenn Haussperlinge, Stare oder Tauben Ihre Futterstelle bereits beherrschen. Dann ist die reine Sonnenblumen-Nuss-Mischung besser.

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Premium-Mischung aus Sonnenblumen und Nüssen: beste Mischung ohne Füllstoffe

Was es ist. Eine Mischung nur aus Sonnenblumenkernen in mehreren Formen und Nüssen. Solche Mischungen werden oft als „ohne Füllstoffe“, „ohne Getreide“ oder „No Waste“ verkauft.

Typische Zutaten: schwarze Sonnenblumenkerne, gestreifte Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenherzen, Erdnüsse, gelegentlich Haselnussbruch.

Für wen sie sich eignet. Für alle, die Meisen, Kleiber, Finken, Kernbeißer, Eichelhäher und Spechte füttern wollen, ohne Tauben und Sperlinge mit Getreide zu mästen.

Stärken. Jede Zutat wird von Futterhausvögeln aktiv gesucht. Es bleibt kaum etwas liegen. Die Mischung funktioniert in Futtersäulen, Futterhäusern und Schalen.

Schwächen. Ohne Hirse und Haferflocken tut sie wenig für Heckenbraunellen und Rotkehlchen, die lieber am Boden fressen. Die ganzen Sonnenblumenkerne hinterlassen weiterhin Schalen.

Nicht kaufen, wenn Ihr Hauptpublikum am Boden sucht. Ergänzen Sie dann einen Futtertisch mit Haferflocken und Hirse.

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Energiefutter mit Nüssen, Beeren und Insekten: beste Nuss- und Beerenmischung

Was es ist. Eine fettreiche Mischung aus überwiegend geschälten Zutaten: Sonnenblumenherzen, Erdnussbruch, Rosinen oder getrocknete Beeren und oft getrocknete Insekten wie Mehlwürmer.

Für wen sie sich eignet. Für Gärten, in denen neben den Sonnenblumen-Stammgästen auch Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönige und Spechte etwas finden sollen. Weichfutterfresser wie Amsel und Rotkehlchen können harte Körner kaum knacken und profitieren besonders.

Stärken. Der hohe Anteil geschälter Zutaten bedeutet weniger Schalenreste als bei einer Körnermischung. Die Frucht- und Insektenanteile erweitern das Angebot deutlich.

Schwächen. Große Stücke brauchen Futtersäulen mit großen Öffnungen, Futterhäuser oder Schalen. Geschältes, fettreiches Futter verdirbt bei Nässe schneller, füllen Sie also nur den Bedarf weniger Tage ein.

Nicht kaufen, wenn Sie eine Standard-Futtersäule mit kleinen Öffnungen verwenden.

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Einfaches Streufutter aus Sonnenblumen und Hirse: beste preiswerte Mischung

Was es ist. Eine kurze Mischung aus wenigen Zutaten für Vögel am Futterhaus und am Boden.

Typische Zutaten: schwarze Sonnenblumenkerne, geschälte Sonnenblumenkerne, Hirse, Haferflocken.

Für wen sie sich eignet. Für Futterhäuser und Futtertische in Gärten mit gemischten Schwärmen: Meisen, Grünfinken und Buchfinken oben, Heckenbraunellen, Sperlinge und Amseln darunter.

Stärken. Eine kurze, verständliche Zutatenliste ohne Weizen und Milo. Hirse und Haferflocken sind Futter, das Bodenfresser tatsächlich annehmen.

Schwächen. Hirse lockt Haus- und Feldsperlinge und Tauben an, wo diese häufig sind.

Nicht kaufen, wenn Tauben Ihren Futtertisch bereits belagern.

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Schwarze Sonnenblumenkerne: bestes Einzelfutter

Was es ist. Reine schwarze Sonnenblumenkerne, erhältlich in kleinen Beuteln bis zu großen Säcken.

Für wen sie sich eignen. Für Einsteiger, für alle mit nur einer Futterstelle und für alle, die erst herausfinden wollen, welche Vögel in der Nachbarschaft leben, bevor sie experimentieren.

Stärken. Es ist das eine Futter, das die größte Zahl häufiger Futterhausvögel ernährt. Es funktioniert in Futtersäulen, Futterhäusern und auf Futtertischen. Da es nichts auszusortieren gibt, verschwenden Vögel weniger.

Schwächen. Schalen sammeln sich unter der Futterstelle und können den Rasen ersticken. Eichhörnchen fressen die Kerne genauso gern wie Vögel.

Nicht kaufen, wenn Sie über einer Terrasse oder einem Balkon füttern. Dann sind geschälte Sonnenblumenkerne besser. Mehr dazu in unseren Empfehlungen für Vogelfutter ohne Schalenreste.

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Geschälte Sonnenblumenkerne mit Chili: bestes Futter gegen Eichhörnchen

Was es ist. Sonnenblumenherzen mit einem Überzug aus Chili-Extrakt, meist in Pflanzenöl gebunden.

Warum es funktioniert. Vögel reagieren nicht auf Capsaicin, den Stoff, der Chili scharf macht, Säugetiere dagegen schon. Die Wirkung setzt aber nicht sofort ein: Eichhörnchen probieren das Futter oft zunächst, und es kann einige Wochen dauern, bis sie das Interesse verlieren.

Stärken. Keine Schalen, also wenig Schmutz, und das volle Artenspektrum der Sonnenblume bleibt erhalten. Auch Ratten und Mäuse meiden scharfes Futter meist.

Schwächen. Der Chili-Überzug kann Haut und Augen reizen. Tragen Sie beim Befüllen Handschuhe. Viele Menschen im deutschsprachigen Raum freuen sich übrigens über Eichhörnchen und wollen sie gar nicht fernhalten. Dann ist eine eigene Eichhörnchen-Futterstelle mit Nüssen die freundlichere Lösung.

Nicht kaufen, wenn Sie das Problem lieber mit Technik lösen. Unser Ratgeber gegen Eichhörnchen am Futterhaus erklärt Schutzkegel und Standortwahl.

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Vogelfutter im Vergleich

EmpfehlungSonnenblumen-BasisHirseGetreideMiloNüsse oder FrüchteBeste Futterstelle
Allround-MischungJaJaHaferflockenNeinErdnüsseFutterhaus, Futtertisch
Mischung ohne FüllstoffeJaNeinNeinNeinErdnüsseFuttersäule, Futterhaus
Nuss- und BeerenmischungJaNeinNeinNeinErdnüsse, Beeren, InsektenSäule mit großen Öffnungen, Futterhaus
Preiswerte MischungJaJaHaferflockenNeinNeinFuttertisch, Futterhaus
Schwarze Sonnenblumenkerne100 %NeinNeinNeinNeinAlle
Sonnenblumen mit Chili100 % geschältNeinNeinNeinNeinFuttersäule, Futterhaus

So lesen Sie die Zutatenliste

Die Zutaten stehen nach Gewichtsanteil sortiert, die ersten drei zeigen also, was Sie wirklich kaufen.

Gute Zeichen

  • Schwarze Sonnenblumenkerne oder Sonnenblumenherzen an erster Stelle.
  • Hirse, falls enthalten, erst nach der Sonnenblume.
  • Benannte Nüsse wie Erdnüsse oder Haselnüsse, dazu Haferflocken oder Nyjersaat.
  • Der Hinweis „ambrosiakontrolliert“ oder „ambrosiafrei“.

Warnsignale

  • Weizen oder Maisbruch weit vorn. Diese Körner fressen vor allem Tauben und Rabenvögel.
  • Milo oder Sorghum. In Mitteleuropa frisst kaum ein Gartenvogel dieses Korn.
  • Ungenaue Begriffe wie „Getreide“ oder „Saatenmischung“ ohne weitere Angaben.
  • Gefärbtes oder behandeltes Saatgut. Füttern Sie niemals gebeiztes Saatgut aus dem Gartenbedarf.

Was hat es mit Ambrosia auf sich?

Die Beifuß-Ambrosie stammt aus Nordamerika, und ihre Pollen gehören zu den stärksten Allergieauslösern. Früher wurden ihre Samen oft mit verunreinigtem Vogelfutter in Gärten getragen. Inzwischen gelten in der EU Höchstgehalte für Ambrosia-Samen in Futtermitteln, und gute Hersteller reinigen ihre Saaten entsprechend. Prüfen Sie trotzdem im Frühsommer, was unter Ihrer Futterstelle keimt, und reißen Sie verdächtige Pflanzen mit Handschuhen aus, bevor sie blühen.

Mischung oder Einzelfutter?

Beides funktioniert. Der Unterschied liegt in der Verschwendung und in der Kontrolle.

Eine gute Mischung ist bequem für ein einzelnes Futterhaus oder einen Futtertisch und zeigt Ihnen, welche Vögel in der Nähe leben. Der Nachteil ist das Sortieren: Vögel an einer Futtersäule werfen hinaus, was sie nicht wollen.

Einzelfutter an getrennten Futterstellen erlaubt es, jede Station auf eine Vogelgruppe abzustimmen. Ein bewährtes Drei-Stationen-System:

  1. Schwarze Sonnenblumenkerne im Futterhaus oder in der Futtersäule für das breiteste Publikum.
  2. Nyjersaat in einem Distelfutterspender mit feinen Öffnungen für Stieglitze und Erlenzeisige.
  3. Haferflocken, Rosinen und etwas Hirse auf einem niedrigen Futtertisch für Amseln, Rotkehlchen und Heckenbraunellen.

Im Winter ergänzen Meisenknödel ohne Netz oder Fettfutter in einem Halter das Angebot für Meisen, Kleiber und Spechte.

Welches Futter passt zu welchen Gartenvögeln?

Wenn Sie eine bestimmte Art im Blick haben, beginnen Sie mit deren Lieblingsfutter und bauen das restliche Angebot darum herum.

Kernbeißer, Grünfinken und Gimpel

Diese Finken mit kräftigen Schnäbeln knacken auch dickschalige Sonnenblumenkerne mühelos. Kernbeißer kommen vor allem im Winter an Futterstellen in Gartennähe zu Laubwald. Sie bevorzugen breite, stabile Sitzplätze, deshalb sind Futterhäuser und Futtertische besser als kleine Säulenöffnungen.

Stieglitze und Erlenzeisige

Stieglitze fressen Nyjersaat und geschälte Sonnenblumenkerne und klammern sich geschickt an Futtersäulen. Eine Mischung allein hält sie selten lange. Ein eigener Nyjerspender oder eine Säule mit Sonnenblumenherzen schon eher.

Meisen und Kleiber

Diese kleinen, mutigen Vögel nehmen ein Korn nach dem anderen und fliegen damit weg, um es zu öffnen oder zu verstecken. Schwarze Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenherzen und Erdnussbruch sind ihre Grundnahrung, die Allround-Mischung und die Mischung ohne Füllstoffe passen gleichermaßen.

Spechte

Bunt-, Mittel- und Grünspechte kommen wegen Erdnüssen, Nüssen und vor allem wegen Fettfutter. Nussreiche Mischungen helfen, im Winter ist aber ein Fettblock oder ein Meisenknödel ohne Netz die sicherste Lockspeise.

Amseln, Rotkehlchen und Heckenbraunellen

Das sind Weichfutterfresser, die vorwiegend am Boden suchen. Haferflocken, Rosinen, Obststücke und getrocknete Insekten auf einem niedrigen Futtertisch oder auf sauberem Boden in Deckungsnähe sind für sie besser als jedes hängende Futterhaus.

Ein Futterplan für das ganze Jahr

Bedürfnisse und Besucher ändern sich im Jahreslauf, das beste Vogelfutter im Januar ist also nicht unbedingt das beste im Juli.

  • Winter: Energie zählt am meisten. Halten Sie schwarze Sonnenblumenkerne vorrätig, ergänzen Sie Fettfutter und Erdnüsse und bieten Sie Haferflocken für Amseln und Rotkehlchen an. Unser Ratgeber zur Winterfütterung hat mehr Details.
  • Frühling: Zugvögel kehren zurück, die Brutzeit beginnt. Reinigen Sie Futterstellen häufiger, wenn es wärmer wird, und verzichten Sie auf ganze Erdnüsse, an denen sich Nestlinge verschlucken könnten. Bieten Sie Erdnüsse nur in einem Gitterspender an.
  • Sommer: Die meisten Vögel fressen jetzt viele Insekten, und geschältes Futter verdirbt bei Hitze schneller. Füllen Sie kleinere Mengen nach, bevorzugen Sie ganze Sonnenblumenkerne und meiden Sie weiches Fettfutter.
  • Herbst: Schwärme bilden sich, Bergfinken und Erlenzeisige tauchen auf. Kaufen Sie frisches Futter, reinigen Sie alle Futterstellen gründlich und ergänzen Sie Nyjersaat.

Ob man ganzjährig füttern sollte, wird in Deutschland seit Jahren diskutiert. Der NABU sieht die Winterfütterung vor allem als Naturerlebnis und betont, dass ein naturnaher Garten mit heimischen Sträuchern den Vögeln mehr hilft. Andere Ornithologen befürworten eine ganzjährige Fütterung. Einig sind sich alle bei der Hygiene: Wer füttert, muss sauber füttern.

Regionale Unterschiede: Stadt, Land, Gebirge

Die Futtervorlieben sind nicht überall gleich, weil nicht überall dieselben Vögel leben. In Städten dominieren oft Haussperlinge, Stadttauben und Rabenkrähen, Getreide sollten Sie dort ganz weglassen. Auf dem Land und am Waldrand kommen Kernbeißer, Kleiber und Spechte häufiger, hier lohnen sich Nüsse und gestreifte Sonnenblumenkerne. In höheren Lagen der Alpen und der Mittelgebirge tauchen im Winter Tannenmeisen und je nach Jahr Bergfinken in großen Zahlen auf. Wer umzieht, sollte sein Futter neu prüfen. Die Mitmach-Zählungen „Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“ von NABU und LBV zeigen gut, welche Arten in Ihrer Region häufig sind.

Keimt Vogelfutter unter dem Futterhaus?

Oft ja. Ganze Körner, die Vögel fallen lassen, vor allem Hirse und Sonnenblumenkerne, keimen im späten Frühjahr in Rasen und Beeten. Körner ohne Schale keimen nicht, deshalb sind geschälte Sonnenblumenkerne, Erdnussbruch und Nussmischungen die übliche Lösung. Mischungen ohne Hirse verringern ebenfalls ungewollte Gräser. Harken Sie verstreutes Futter alle ein bis zwei Wochen zusammen und stellen Sie Futterstellen über Rindenmulch oder Kies statt über den Rasen. Das hilft bei jeder Futtersorte.

Häufige Fehler beim Kauf von Vogelfutter

  • Nach dem Kilopreis kaufen. Ein billiger Sack voller Weizen und Milo ernährt pro tatsächlich gefressenem Kilo weniger Vögel.
  • Zu viel auf einmal kaufen. Futter wird alt und kann schimmeln, besonders geschältes. Kaufen Sie in der warmen Jahreszeit nur, was Sie in ein bis zwei Monaten verbrauchen, und folgen Sie unserem Ratgeber zur Lagerung von Vogelfutter.
  • Futter nass werden lassen. Feuchtes Futter schimmelt und kann Aflatoxine bilden. Verwenden Sie überdachte Futterstellen und entfernen Sie durchnässte Reste.
  • Mischungen in Futtersäulen füllen. Vögel wühlen nach den Sonnenblumenkernen und werfen den Rest hinaus. Mischungen gehören ins Futterhaus oder auf den Futtertisch.
  • Meisenknödel im Plastiknetz kaufen. Vögel können sich mit den Füßen in den Netzen verfangen. Kaufen Sie Knödel ohne Netz und hängen Sie sie in einen Halter.
  • Küchenreste statt Vogelfutter anbieten. Brot und salzige Speisen tun Vögeln nichts Gutes, siehe was man Vögeln nicht füttern sollte.

Quellen

Meistgelesen

Häufige Fragen

Welches Vogelfutter lockt die meisten Vögel an?

Schwarze Sonnenblumenkerne erreichen das breiteste Spektrum an Futterhausvögeln. Die dünne Schale und der hohe Fettgehalt passen zu Kohl- und Blaumeisen, Kleibern, Grünfinken, Buchfinken, Haussperlingen und teils Buntspechten. Eine Mischung mit Sonnenblumen als Hauptzutat, dazu Erdnussbruch und etwas Hirse oder Haferflocken, erreicht auch Vögel, die lieber am Boden fressen.

Lohnt sich billiges Vogelfutter?

Meistens nicht. Günstige Mischungen bestehen oft zu großen Teilen aus Weizen, Mais, Milo (Sorghum) oder anderen Füllstoffen, die viele Gartenvögel liegen lassen. Das aussortierte Futter landet am Boden, verdirbt dort und lockt Ratten und Tauben an. Pro Kilo zahlen Sie weniger, pro tatsächlich gefressenem Korn aber mehr.

Was bedeutet ambrosiakontrolliert beim Vogelfutter?

Die Beifuß-Ambrosie ist eine eingeschleppte Pflanze, deren Pollen starke Allergien auslösen können, und ihre Samen wurden früher häufig mit Vogelfutter verbreitet. In der EU gelten heute Höchstgehalte für Ambrosia-Samen in Futtermitteln. Viele Hersteller werben zusätzlich mit dem Hinweis ambrosiakontrolliert. Achten Sie darauf und entfernen Sie Keimlinge unter der Futterstelle.

Soll ich eine Mischung oder einzelne Futtersorten anbieten?

Einzelne Sorten in getrennten Futterstellen geben Vögeln weniger Grund, Körner herauszuwerfen, und Sie können jede Futterstelle gezielt bestücken: Sonnenblumenkerne im Futterhaus oder in der Säule, Nyjersaat im Distelfutterspender, Haferflocken und Rosinen auf dem Futtertisch. Eine gute Mischung ist bequemer für eine einzige Futterstelle. Achten Sie dann auf eine Mischung ohne Füllstoffe.

Lockt Getreide im Vogelfutter unerwünschte Vögel an?

Das kann passieren. Weizen und Maisbruch fressen vor allem Tauben, Haussperlinge und Rabenvögel, und am Boden locken sie auch Ratten an. Feucht gewordener Mais kann außerdem Schimmelgifte wie Aflatoxine bilden. Bieten Sie Getreide sparsam, bei trockenem Wetter und abseits der Hauptfutterstelle an oder lassen Sie es ganz weg.