Wird Vogelfutter schlecht? Haltbarkeit und Lagerung

Wird Vogelfutter schlecht? Ja. Ölhaltige Kerne werden ranzig, feuchtes Futter schimmelt, Motten ziehen ein. Kühl und trocken hält das meiste 6 bis 12 Monate.

Eine Schaufel mit frischen schwarzen Sonnenblumenkernen neben einer verschlossenen Metalltonne in einer Garage (KI-Illustration)
KI-generierte Illustration, kein Foto
In diesem Artikel
  1. Kurz beantwortet: Wie lange hält welches Futter?
  2. Warum wird Vogelfutter schlecht?
  3. Woran erkennt man verdorbenes Vogelfutter?
  4. Können Vögel von schlechtem Vogelfutter krank werden?
  5. Wird Nyjersaat schneller schlecht?
  6. Wie lagern Sie Vogelfutter, damit es lange hält?
  7. Verdirbt Vogelfutter je nach Klima und Lagerort unterschiedlich schnell?
  8. Wie schnell verdirbt Futter in der Futterstelle?
  9. Was tun mit altem oder schlechtem Vogelfutter?
  10. Häufige Fehler, die Vogelfutter schneller verderben lassen
  11. Mythen und Fakten
  12. Kurz und knapp
  13. Quellen
  14. Häufige Fragen

Ja, Vogelfutter wird schlecht. Es verdirbt nicht über Nacht wie Milch, aber über Wochen und Monate kann es ranzig werden, Nährwert verlieren, schimmeln oder sich mit Vorratsschädlingen füllen. Kühl, trocken und dicht verschlossen gelagert, bleibt das meiste Futter etwa 6 bis 12 Monate gut. Ölreiche Sorten wie geschälte Sonnenblumenkerne und Nyjersaat werden schneller alt, und jedes Futter, das nass wird, kann innerhalb weniger Tage schimmeln.

Der praktische Test ist einfach: Frisches Futter sieht glänzend oder sauber aus, rieselt frei und riecht neutral oder leicht nussig. Futter, das verklumpt, staubig, muffig oder säuerlich ist, Gespinste oder pelzigen Belag zeigt, gehört in den Müll und nicht in die Futterstelle.

Kurz beantwortet: Wie lange hält welches Futter?

Die folgenden Angaben sind grobe Richtwerte für Futter, das kühl, trocken und verschlossen lagert. Warme Garagen, feuchte Keller und eingerissene Säcke verkürzen sie.

FutterUngefähre HaltbarkeitWie es hauptsächlich verdirbtWarnzeichen
Schwarze Sonnenblumenkerne (mit Schale)Etwa 6 bis 12 MonateRanzige Öle, InsektenMatte Schalen, bitterer Geruch, Gespinste
Sonnenblumenherzen (geschält)Etwa 3 bis 6 MonateRanzigkeit, Schimmel bei FeuchteDunkle Kerne, säuerlicher Geruch, Klumpen
NyjersaatEtwa 6 Monate oder wenigerAustrocknung, ranzige ÖleVögel ignorieren sie, staubige oder matte Saat
SaflorEtwa 6 bis 12 MonateRanzige ÖleFremder Geruch, verfärbte Körner
HirseEtwa 12 Monate oder längerInsekten, FeuchtigkeitGespinste, Klumpen, muffiger Geruch
HaferflockenEtwa 6 bis 12 MonateInsekten, FeuchtigkeitGespinste, Käfer, muffiger Geruch
Erdnüsse (geschält)Etwa 3 bis 6 MonateSchimmel, Aflatoxin-RisikoDunkle oder geschrumpfte Nüsse, Flaum, bitterer Geschmack
Meisenknödel und Fettblöcke (verpackt)Packung prüfen, verschlossen und kühl mehrere MonateRanziges FettSäuerlicher, seifiger oder farbartiger Geruch
FuttermischungenDie kurzlebigste Zutat bestimmt die GrenzeAlles oben GenannteJedes der obigen Zeichen

Warum wird Vogelfutter schlecht?

Vier Vorgänge richten den größten Schaden an. Wer sie versteht, trifft Lagerentscheidungen fast von selbst richtig.

1. Oxidation macht die Öle ranzig

Das Futter, das Vögel am meisten schätzen, ist fettreich. Schwarze Sonnenblumenkerne bestehen zu rund 40 Prozent aus Fett, und auch Nyjersaat und Saflor sind ölhaltig. Diese Fette sind überwiegend ungesättigt und reagieren deshalb leicht mit Sauerstoff. Wärme, Licht und beschädigte Samenschalen beschleunigen den Vorgang. Ranziges Futter riecht scharf, bitter oder nach alter Farbe, und es hat einen Teil seiner Energie und Vitamine verloren, vor allem Vitamin E.

Deshalb werden geschälte Sonnenblumenherzen schneller alt als Kerne mit Schale. Die Schale ist eine natürliche Barriere gegen Luft und Licht. Fehlt sie, beginnt die Oxidation früher.

2. Feuchtigkeit nährt Schimmel

Trockenes Futter ist stabil. Nasses Futter ist ein Nährboden. Schimmelpilze wie Aspergillus wachsen auf Körnern, Erdnüssen und Mais, die feucht bleiben, besonders bei warmem Wetter. Einige Aspergillus-Arten bilden Aflatoxine, die bei Vögeln und Säugetieren die Leber schädigen. Verschimmeltes Futter und feuchte Reste unter Futterstellen werden außerdem mit der Aspergillose in Verbindung gebracht, einer Atemwegsinfektion durch eingeatmete Pilzsporen. Wildtierfachleute und Vogelschutzverbände zählen verschimmeltes Futter und verschmutzte Futterstellen regelmäßig zu den vermeidbaren Risiken der Gartenfütterung.

Feuchtigkeit gelangt auf zwei Wegen ins Futter: Regen und Schnee dringen in Futterstellen ein, und Luftfeuchtigkeit oder Kondenswasser erreichen gelagerte Säcke. Ein Sack, der in einer feuchten Garage auf dem Betonboden steht, kann Feuchtigkeit von unten aufsaugen.

3. Insekten ziehen ein

Getreide und Samen sind ideale Nahrung für Vorratsschädlinge. Am häufigsten finden sich im Vogelfutter die Dörrobstmotte, deren Raupen seidige Gespinste und Klumpen hinterlassen, sowie verschiedene Rüssel- und Getreidekäfer. Die Eier stecken oft schon beim Kauf im Futter, und Wärme lässt sie schlüpfen. Für Vögel sind die Insekten nicht giftig, viele Vögel fressen sie gern, aber sie verderben das Futter, bilden Klumpen, in denen sich Feuchtigkeit hält, und breiten sich in Küchenschränke aus.

4. Nagetiere verunreinigen es

Mäuse und Ratten beißen sich mühelos durch Papier- und Kunststoffsäcke. Sie fressen nicht nur das Futter, sondern hinterlassen Kot und Urin, die Bakterien wie Salmonellen übertragen können. In einigen Regionen Deutschlands, vor allem im Süden und Westen, übertragen Rötelmäuse zudem Hantaviren, die für Menschen gefährlich sind. Tragen Sie beim Aufräumen eines verschmutzten Lagerplatzes deshalb Handschuhe und eine Maske und feuchten Sie Staub vorher an, statt ihn trocken aufzuwirbeln. Futter, an dem Nagetiere waren, gehört in den Müll. Unser Ratgeber so halten Sie Ratten von Futterstellen fern behandelt die Seite des Problems draußen im Garten.

Woran erkennt man verdorbenes Vogelfutter?

Nutzen Sie Ihre Sinne. Prüfen Sie neue Säcke beim Öffnen und gelagertes Futter bei jedem Nachfüllen.

Hinsehen

  • Klumpen, besonders solche, die beim Zusammendrücken halten.
  • Weißer, grüner, grauer oder schwarzer Flaum oder ein staubiger Belag, der vorher nicht da war.
  • Seidige Fäden oder Gespinste, kleine Mottenraupen oder Käfer.
  • Dunkle oder geschrumpfte Kerne, vor allem bei Sonnenblumenherzen und Erdnüssen.
  • Gekeimte Körner, ein Zeichen, dass das Futter längere Zeit nass war.

Riechen

  • Frisches Futter riecht neutral, grasig oder leicht nussig.
  • Ranziges Futter riecht bitter, scharf oder nach alter Farbe oder Wachsmalstiften.
  • Verschimmeltes Futter riecht muffig, erdig oder säuerlich.

Anfassen

  • Frisches Futter rieselt frei und fühlt sich trocken an.
  • Schlechtes Futter fühlt sich feucht, klebrig oder staubig an und verstopft Futtersäulen.

Die Vögel beobachten

Vögel sind gute Qualitätsprüfer. Wenn Stieglitze, die einen Nyjerspender sonst leer gefressen haben, ihn plötzlich meiden, ist die Saat vielleicht ausgetrocknet oder alt geworden. Nyjersaat, die ihr Öl verloren hat, ist ein häufiger Grund, warum Finken eine Futterstelle aufgeben. Allerdings beeinflussen viele andere Faktoren den Besuch an Futterstellen, vom Sperber bis zum natürlichen Nahrungsangebot im Herbst. Unser Beitrag warum Vögel plötzlich von der Futterstelle verschwinden behandelt die übrigen Ursachen.

Können Vögel von schlechtem Vogelfutter krank werden?

Altes, trockenes Futter ist vor allem verschwendetes Geld. Es ist weniger nahrhaft, und Vögel verschmähen es vielleicht, aber gefährlich ist es in der Regel nicht. Die Gesundheitsrisiken entstehen durch Verunreinigungen.

Schimmel und Mykotoxine

Aflatoxine und andere Schimmelpilzgifte sind das größte Sicherheitsthema. Sie werden vor allem mit Erdnüssen und Mais in Verbindung gebracht und reichern sich an, wenn diese warm und feucht geerntet oder gelagert werden. In der EU gelten für Futtermittel Höchstgehalte für Aflatoxin B1, und in Großbritannien betreibt die Birdcare Standards Association ein Programm, bei dem Mitgliedsfirmen Erdnüsse auf Aflatoxin prüfen lassen. Der Kauf bei seriösen Händlern hilft, schützt aber kein Futter, das Sie anschließend schlecht lagern.

Aspergillose

Die Aspergillose ist eine Pilzerkrankung der Atemwege und Lunge von Vögeln. Sie entsteht durch das Einatmen von Aspergillus-Sporen, die sich in verschimmeltem Futter, feuchten Schalen und Resten unter Futterstellen vermehren. Wildvögel, besonders Wasservögel und manche Singvögel, können daran sterben. Trockenes Futter und regelmäßig entfernte nasse Reste unter Futterstellen verringern das Risiko.

Keime an verschmutzten Futterstellen

Salmonellen-Ausbrüche unter Finken und Zeisigen an Futterstellen hängen meist mit verschmutzten Futterstellen und Gedränge zusammen, weniger mit dem Alter des Futters. Feuchtes, mit Kot verunreinigtes Futter gehört aber zum Bild. In Europa ist außerdem die Trichomonadose bekannt, die vor allem Grünfinken trifft und über verunreinigtes Futter und Wasser übertragen wird. Reinigen Sie Futterstellen etwa alle zwei Wochen und bei Krankheitsausbrüchen öfter. Unser Ratgeber zu kranken Vögeln an der Futterstelle erklärt, worauf Sie achten sollten und wann Sie Futterstellen abbauen.

Wird Nyjersaat schneller schlecht?

Nyjersaat verdient einen eigenen Abschnitt, weil sie sich anders verhält. Sie wird importiert, überwiegend aus Afrika und Asien. In den USA wird sie bei der Einfuhr hitzebehandelt, damit sie nicht keimt und sich als Unkraut ausbreitet. In Europa ist Nyjersaat je nach Herkunft und Händler behandelt oder nicht, deshalb keimt sie hier gelegentlich unter der Futterstelle. Sie ist klein und ölhaltig, und sobald sie ihr Öl verliert, verlieren Stieglitze und Erlenzeisige offenbar das Interesse.

Viele erfahrene Vogelfreunde raten deshalb, Nyjersaat in kleinen Mengen zu kaufen, luftdicht zu lagern und innerhalb weniger Monate zu verbrauchen. Wenn Stieglitze Ihren Nyjerspender meiden, leeren Sie ihn, prüfen Sie die Saat und versuchen Sie es mit frischer Ware, bevor Sie schließen, dass die Vögel weitergezogen sind.

Wie lagern Sie Vogelfutter, damit es lange hält?

Die Lagerung ist der wichtigste Faktor für die Haltbarkeit. Das Ziel: kühl, trocken, dunkel und dicht verschlossen gegen Schädlinge.

Bewährte Regeln

  1. Kaufen Sie, was Sie in einer Saison verbrauchen. Großsäcke sparen nur Geld, wenn das Futter aufgebraucht wird, bevor es alt ist. Für die meisten Gärten ist ein Vorrat für ein bis drei Monate ein vernünftiges Ziel.
  2. Verwenden Sie eine verschlossene Metalltonne. Verzinkte Mülleimer mit dicht schließendem Deckel sind die klassische Wahl. Mäuse und Ratten können sich mit der Zeit durch Kunststoffboxen nagen.
  3. Stellen Sie den Behälter nicht auf den Boden. Ein Regal, eine Palette oder ein Brett verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Beton aufsteigt.
  4. Halten Sie das Futter kühl. Ein kühler Keller, ein schattiges Gartenhaus oder eine Garage ist besser als ein sonniger Wintergarten oder ein Dachboden, der sich im Sommer aufheizt. Wärme beschleunigt Ranzigkeit und das Schlüpfen von Insekten.
  5. Halten Sie es dunkel. Licht beschleunigt die Oxidation der Öle.
  6. Frieren Sie neues Futter ein, wenn Schädlinge ein Problem sind. Viele Vogelfreunde frieren neues Futter einige Tage ein, um Insekteneier und Raupen abzutöten, und lassen es dann in einem verschlossenen Behälter auf Raumtemperatur kommen. Das lohnt sich besonders bei Mischungen mit Hirse und Haferflocken.
  7. Mischen Sie altes und neues Futter nicht. Verbrauchen oder entsorgen Sie die alte Charge, reinigen Sie den Behälter und füllen Sie dann neues Futter ein. Sonst verunreinigen Schädlinge oder Schimmel aus dem alten Futter das frische.
  8. Reinigen Sie den Behälter zwischen den Chargen. Staub, Schalen und Gespinste auswischen und den Behälter vollständig trocknen lassen.

Eine ausführlichere Anleitung, auch zu Behältern für Wohnung und Balkon, finden Sie in unserem Ratgeber so lagern Sie Vogelfutter richtig.

Sonderfälle

  • Geschältes Futter und Erdnüsse: Kleinere Mengen im Kühlschrank oder Gefrierschrank lagern, vor allem im Sommer.
  • Fettfutter: Ungeöffnete Knödel und Blöcke kühl lagern, selbst gemachtes Fettfutter kühlen oder einfrieren. Ranziges Fett riecht seifig oder säuerlich.
  • Mehlwürmer: Getrocknete Mehlwürmer halten sich verschlossen und trocken gut. Lebende Mehlwürmer brauchen den Kühlschrank und regelmäßige Kontrolle.

Verdirbt Vogelfutter je nach Klima und Lagerort unterschiedlich schnell?

Ja, deutlich. Wärme und Feuchtigkeit sind die beiden wichtigsten Beschleuniger.

  • Feuchte, milde Winter, wie sie im Norden und Westen Deutschlands, in den Niederlanden und in Teilen der Schweiz häufig sind, sind weniger ein Ranzigkeits- als ein Schimmelproblem, im Lager ebenso wie in der Futterstelle. Futterstellen mit Dach, Ablauflöchern und geschützten Öffnungen helfen.
  • Heiße Sommer in Innenstädten, im Oberrheingraben oder in Ostösterreich lassen Sonnenblumenherzen in Wochen statt Monaten ranzig werden, besonders auf Dachböden, in Gartenhäusern mit Blechdach oder auf sonnigen Balkonen. Kleinere Mengen kaufen und das Futter im kühlen Keller luftdicht lagern, zahlt sich aus.
  • Kalte Winter und warme Sommer, wie im Alpenraum und in Ostdeutschland, bedeuten, dass Futter in einem ungeheizten Schuppen Extreme erlebt. Winterkälte konserviert, sommerliche Hitze in einem ungedämmten Raum beschleunigt dagegen Oxidation und Insektenbefall.
  • Wohnungen bieten gleichmäßige Temperaturen, sind aber oft warm. Eine luftdichte Dose im kühlsten Schrank, nicht über der Heizung und nicht neben dem Herd, ist hier die beste Lösung.

Wie schnell verdirbt Futter in der Futterstelle?

Viel schneller als im Lager. Eine Futterstelle ist ein Behälter im Freien, der Regen, Tau, Sonne und Kot ausgesetzt ist. Bei trockenem, kühlem Wetter bleibt Futter in einer gut gebauten Futtersäule eine Woche oder länger in gutem Zustand. Nach Starkregen kann Futter am Boden einer Säule oder in den Ecken eines Futterhauses innerhalb von zwei bis drei Tagen verklumpen und schimmeln, besonders bei warmem Wetter.

Einige Gewohnheiten halten das Futter in der Futterstelle frisch:

  • Futterstellen nur teilweise füllen, wenn es nass oder warm ist, damit das Futter gefressen wird, bevor es verderben kann.
  • Futterstellen mit Ablauf wählen. Futtertische und Schalen sollten einen Gitter- oder gelochten Boden haben. Unsere Empfehlungen für Futtertische und Futterschalen zeigen Bauformen, die gut ablaufen.
  • Säulen nach Unwettern schütteln und prüfen. Rieselt das Futter nicht, ist es am Boden wahrscheinlich verklumpt.
  • Geschältes Futter vorsichtig einsetzen. Sonnenblumenherzen hinterlassen keine Schalen, saugen aber schneller Wasser auf als Kerne mit Schale. Bieten Sie sie in überdachten Futterstellen an.
  • Bodenfütterung klein halten. Auf nassem Boden verstreutes Futter schimmelt schnell. Bieten Sie nur an, was die Vögel in ein bis zwei Stunden fressen.
  • Offene Futterhäuschen täglich leeren. Im klassischen Vogelhäuschen, in dem die Vögel mitten im Futter sitzen, mischen sich Kot und Futter besonders schnell. Füllen Sie dort täglich nur eine kleine Menge nach.

Schwarze Sonnenblumenkerne mit Schale gehören hier zu den verzeihenderen Futtersorten, weil ihre Schale Wasser besser abhält als geschälte oder gebrochene Körner. Unser Ratgeber zu schwarzen Sonnenblumenkernen erklärt, warum sie für die meisten Futterstellen das beste Allround-Futter sind.

Was tun mit altem oder schlechtem Vogelfutter?

Wenn es nur alt ist, aber trocken und normal riecht

Meist können Sie es noch verwenden. Bieten Sie es in kleinen Mengen an und beobachten Sie, ob die Vögel es fressen. Futter, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, das aber gut gelagert wurde, kann für Vögel noch völlig in Ordnung sein.

Wenn es ranzig riecht

Entsorgen Sie es. Vögel fressen es vielleicht, aber es bietet weniger Nährwert, und es bringt nichts, ein minderwertiges Futter anzubieten.

Wenn es schimmelig, nass oder von Nagetieren verunreinigt ist

In eine Tüte verschließen und in den Restmüll geben. Nicht kompostieren, nicht im Garten verstreuen und nicht ins Beet geben, wo Vögel und andere Wildtiere es noch fressen könnten. Den Behälter vor der Wiederverwendung reinigen und trocknen.

Wenn Motten oder Käfer drin sind, es sonst aber trocken ist

Manche frieren es ein und verwenden es weiter, da die Insekten selbst Vögeln nicht schaden. Sind Gespinste und Klumpen ausgedehnt, werfen Sie es weg, denn Klumpen halten Feuchtigkeit und fördern Schimmel. Beseitigen Sie die Quelle und prüfen Sie benachbarte Küchenschränke.

Häufige Fehler, die Vogelfutter schneller verderben lassen

  1. Riesige Säcke für wenige Futterstellen kaufen. Der Mengenrabatt ist dahin, wenn ein Drittel des Sacks ranzig wird.
  2. Futter im Original-Papiersack auf dem Boden lagern. Papier saugt Feuchtigkeit auf und schützt nicht vor Mäusen.
  3. Futter in einem heißen Gartenhaus oder in direkter Sonne lagern. Wärme und Licht beschleunigen die Ranzigkeit.
  4. Futterstellen nachfüllen, ohne altes Futter zu entfernen. Altes, feuchtes Futter am Boden einer Säule schimmelt und wird nie gefressen. Leeren und reinigen Sie Futterstellen zwischen den Füllungen. Unser Ratgeber zum Reinigen von Futterstellen erklärt, wie es geht.
  5. Futterstellen ohne Ablauf verwenden. Tische und Häuser, in denen Wasser stehen bleibt, lassen das Futter nach jedem Regen schimmeln.
  6. Mehr anbieten, als die Vögel in ein bis zwei Tagen fressen. Futter, das bei nassem Wetter eine Woche in der Futterstelle liegt, lagert faktisch im Freien.
  7. Die Reste unter der Futterstelle ignorieren. Nasse Schalen und verstreutes Futter können schimmeln und Ratten anlocken. Regelmäßig zusammenharken oder geschältes Futter verwenden.

Mythen und Fakten

Mythos: Vogelfutter hält ewig, weil es trocken ist. Ölhaltige Samen oxidieren, und alle Samen nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Die Haltbarkeit bemisst sich in Monaten, nicht in Jahren.

Mythos: Wenn Vögel es fressen, ist es in Ordnung. Hungrige Vögel fressen auch grenzwertiges Futter, besonders im Winter. Gut für sie ist es deshalb nicht.

Mythos: Einfrieren ruiniert das Futter. Einfrieren schadet Vogelfutter nicht. Es tötet Insekteneier ab und bremst die Oxidation. Lassen Sie es nur in einem verschlossenen Behälter auftauen, damit sich kein Kondenswasser bildet.

Fakt: Schalen schützen die Samen. Körner mit Schale halten meist länger als geschältes Futter, weil die Schale Luft, Licht und Insekten abhält.

Kurz und knapp

  • Das meiste Vogelfutter hält kühl, trocken und verschlossen etwa 6 bis 12 Monate.
  • Sonnenblumenherzen, Erdnüsse und Maisbruch verderben schneller als ganze Körner.
  • Feuchtigkeit ist das größte Einzelrisiko, weil sie Schimmel und Mykotoxine ermöglicht.
  • Dörrobstmotten sind die häufigsten Schädlinge in gelagertem Vogelfutter.
  • Nyjersaat wird in den USA hitzebehandelt, in Europa je nach Herkunft nicht immer.
  • Metalltonnen mit dicht schließendem Deckel halten Nagetiere besser fern als Kunststoffboxen.

Quellen

Meistgelesen

Häufige Fragen

Wie lange ist Vogelfutter haltbar?

Kühl, trocken und dicht verschlossen gelagert, bleibt das meiste Vogelfutter etwa 6 bis 12 Monate gut. Ölreiche Sorten wie geschälte Sonnenblumenkerne und Nyjersaat liegen am unteren Ende, weil ihre Fette oxidieren. Ganze Körner mit Schale wie schwarze Sonnenblumenkerne und Hirse halten meist länger. Wärme, Feuchtigkeit und Sonnenlicht verkürzen die Haltbarkeit deutlich.

Kann altes Vogelfutter Vögel krank machen?

Altes, aber trockenes Futter ist vor allem weniger nahrhaft und weniger attraktiv. Die eigentliche Gefahr ist nass gewordenes, schimmeliges Futter. Schimmelpilze können Gifte wie Aflatoxine bilden, und verschimmeltes Futter und Reste unter Futterstellen werden mit der Aspergillose in Verbindung gebracht, einer Pilzerkrankung der Atemwege. Entsorgen Sie verklumptes, muffiges, verfärbtes oder pelziges Futter.

Was sind die kleinen Motten im Vogelfutter?

Meist handelt es sich um Dörrobstmotten, verbreitete Vorratsschädlinge, deren Raupen Getreide, Samen und Nüsse fressen und seidige Gespinste hinterlassen. Für Vögel sind sie nicht gefährlich, die Raupen werden sogar gern gefressen, aber sie breiten sich in Küchenschränke aus. Neues Futter einige Tage einzufrieren und in dichten Metallbehältern zu lagern, beugt einem Befall vor.

Hat Vogelfutter ein Ablaufdatum?

Die meisten Säcke tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder ein Abpackdatum, kein festes Verfallsdatum. Futter wird nicht an einem bestimmten Tag gefährlich, aber seine Öle oxidieren, und es verliert über Monate an Attraktivität. Nutzen Sie das Datum als Orientierung, kaufen Sie nur, was Sie in einer Saison verbrauchen, und prüfen Sie Geruch, Beschaffenheit und ob die Vögel es noch fressen.

Kann ich nass gewordenes Vogelfutter noch verwenden?

Wurde Futter nur kurz feucht und können Sie es innerhalb eines Tages dünn ausgebreitet in der Sonne oder an einem warmen, luftigen Ort trocknen, dürfen Sie es verwenden, solange es normal riecht und keinen Schimmel zeigt. Futter, das tagelang nass lag, verklumpt ist, gekeimt hat oder muffig riecht, gehört in den Müll. Füllen Sie feuchtes Futter nie zurück in einen verschlossenen Behälter.