Eulen-Nistkasten: Größe und Standort für Waldkauz, Schleiereule und Steinkauz
Eulen-Nistkasten: Der Waldkauz braucht einen tiefen Kasten hoch im alten Baum, die Schleiereule einen großen Kasten im Gebäude. Maße, Standort, Zeitpunkt.
Wenn Sie über Links auf dieser Seite kaufen, erhalten wir eventuell eine Provision, für Sie ohne Mehrkosten. Unsere Empfehlungen beeinflusst das nie. So finanzieren wir uns

In diesem Artikel
- Kurz und knapp: das Wichtigste zum Eulenkasten
- So sind wir vorgegangen
- Welche Eulen nutzen Nistkästen?
- Welche Größe braucht ein Eulen-Nistkasten?
- Entscheidungstabelle: Wird eine Eule meinen Kasten nutzen?
- Wo sollte ein Eulen-Nistkasten hängen?
- Wann sollte man einen Eulen-Nistkasten aufhängen?
- Nutzen Eulen einen Nistkasten wirklich?
- Wer zieht noch in Eulenkästen ein, und was tun?
- Wie oft und wie reinigt man einen Eulenkasten?
- Was kostet ein Eulen-Nistkasten?
- Kaufen oder selbst bauen?
- Eulenkästen im Vergleich
- Waldkauz-Nistkasten: bester für den Waldkauz
- Steinkauzröhre mit Marderschutz: beste für den Steinkauz
- Schleiereulen-Nistkasten: bester für die Schleiereule
- Häufige Fehler beim Eulenkasten
- Welche Alternativen gibt es zum Eulenkasten?
- Quellen
- Ausrüstung in diesem Ratgeber
- Häufige Fragen
Ein Eulen-Nistkasten funktioniert, wenn er zur Eule und zu ihrem Lebensraum passt. Für den Waldkauz eignet sich ein tiefer Kasten mit einer Öffnung um 12 cm in mindestens etwa 4 m Höhe an einem alten Baum. Für den Steinkauz ist eine Röhre mit Marderschutz auf dem Ast eines alten Obstbaums richtig, für die Schleiereule ein großer Kasten im Inneren eines Gebäudes am Rand offener Felder. Aufhängen sollten Sie ihn im Herbst.
Alles Weitere in diesem Ratgeber sind Details: Maße, der richtige Platz, wie Sie Marder und Konkurrenten fernhalten, ob Sie kaufen oder selbst bauen und wie lange Sie warten müssen.
Kurz und knapp: das Wichtigste zum Eulenkasten
- Wählen Sie zuerst die Eule. Der Waldkauz lebt in Wäldern, Parks, auf Friedhöfen und in Gärten mit alten Bäumen. Steinkauz und Schleiereule brauchen offenes Jagdgebiet: Wiesen, Weiden, Streuobst und Feldränder.
- Waldkauz-Kasten: Öffnung um 12 cm, tiefe Brutkammer, Montage in mindestens etwa 4 m Höhe an einem starken Stamm.
- Steinkauzröhre: Einflugloch von etwa 65 bis 70 mm, liegende Röhre mit Marderschutz, waagerecht auf einem starken Ast.
- Schleiereulen-Kasten: großer Kasten, oft mit einer Grundfläche um 100 x 50 cm, eingebaut hinter einer Öffnung in Scheune, Stall oder Kirchturm.
- Immer Einstreu einfüllen. Eulen bauen kein Nest.
- Keine Sitzstange, keine Farbe innen, Abflusslöcher im Boden, Lüftung und eine Klappe zum Reinigen.
- Im Herbst oder frühen Winter aufhängen und mit ein bis drei Jahren Wartezeit rechnen.
So sind wir vorgegangen
Wir haben diese Eulenkästen nicht selbst aufgehängt oder beobachtet. Dieser Ratgeber beruht auf Recherche. Maße, Einfluglöcher und Montagehöhen stammen aus veröffentlichten Empfehlungen und Bauanleitungen von Vogelschutzverbänden wie NABU und LBV, aus der Arbeit des britischen Barn Owl Trust und aus der ornithologischen Fachliteratur. Da sich Bauanleitungen in einzelnen Zentimetern unterscheiden, nennen wir gerundete Richtwerte. Für die genannten Kastentypen beschreiben wir Merkmale statt einzelner Modelle, weil Eulenkästen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem von kleinen Herstellern, Werkstätten und Naturschutzgruppen angeboten werden. Welche Modelle verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Land und Händler.
Welche Eulen nutzen Nistkästen?
Nur Eulen, die in Höhlen oder Nischen brüten, nutzen geschlossene Kästen. In Mitteleuropa sind das vor allem Waldkauz, Schleiereule und Steinkauz, in Nadel- und Bergwäldern außerdem Raufußkauz und Sperlingskauz. Der Uhu brütet an Felsen, in Steinbrüchen oder am Boden, und die Waldohreule nutzt alte Krähen- und Elsternnester, gelegentlich auch aufgehängte Weidenkörbe, aber keine geschlossenen Kästen.
Waldkauz: Die häufigste Eule Mitteleuropas, knapp 40 cm groß, in einer grauen und einer braunen Farbvariante. Er lebt in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks, auf Friedhöfen und in alten Villengärten, oft mitten in der Stadt. Er brütet in Baumhöhlen, Gebäudenischen und gern in Nistkästen.
Schleiereule: Eine helle Eule mit herzförmigem Gesichtsschleier, die über offener Feldflur Mäuse jagt, vor allem Feldmäuse. Sie brütet in Scheunen, Ställen und Kirchtürmen. Weil viele Gebäude heute verschlossen sind, sind Nistkästen hinter Einflugöffnungen für sie besonders wichtig. Ihre Bestände schwanken stark mit den Mäusejahren und nach schneereichen Wintern.
Steinkauz: Eine kleine Eule von gut 20 cm, typisch für Streuobstwiesen, Kopfweiden und beweidetes Grünland. Er ist in vielen Regionen selten geworden, und in manchen Gegenden gehen stabile Bestände zu einem großen Teil auf Niströhren und die Arbeit örtlicher Schutzgruppen zurück.
Für einen typischen Garten mit alten Bäumen ist der Waldkauz das realistische Ziel. Mehr darüber, wie Eulen nachts jagen, lesen Sie in unserem Beitrag, warum Eulen lautlos fliegen.

Welche Größe braucht ein Eulen-Nistkasten?
Die Eule bestimmt die Größe. Ein Waldkauz-Kasten ist etwa so groß wie ein kleiner Schrank für Werkzeug, ein Schleiereulen-Kasten eher wie eine Truhe. Die folgenden Werte sind gerundete Richtwerte aus verbreiteten Bauanleitungen; einzelne Pläne weichen etwas ab.
Größentabelle für Eulenkästen
| Eule | Einflugöffnung | Innenraum | Montage | Lebensraum |
|---|---|---|---|---|
| Waldkauz | Um 12 cm, rund oder eckig | Grundfläche grob 25 x 25 bis 30 x 30 cm, Tiefe grob 40 bis 50 cm | Ab etwa 4 m am Stamm | Alte Bäume in Wald, Park, Friedhof, großem Garten |
| Steinkauz | Etwa 65 bis 70 mm | Liegende Röhre, meist um 80 cm bis 1 m lang, mit Marderschutz | Waagerecht auf starkem Ast, einige Meter hoch | Streuobstwiese, Kopfweiden, Weideland |
| Schleiereule | Öffnung in der Gebäudewand, gerade groß genug für die Eule | Häufig etwa 100 x 50 cm Grundfläche, um 50 cm hoch | Innen im Gebäude, hoch unter dem Dach | Scheune, Stall, Kirchturm am Rand offener Felder |
Zwei Maße sind besonders wichtig. Die Einflugöffnung entscheidet, wer hineinkommt: Beim Steinkauz hält das kleine Loch größere Konkurrenten fern. Der Abstand zwischen Öffnung und Brutplatz hält die Jungen im Kasten, bis sie so weit sind, und bringt die Eier außer Reichweite von Mardern. Deshalb haben Steinkauzröhren einen abgewinkelten Gang und Schleiereulen-Kästen oft einen Vorraum mit Trennwand. Für andere Arten finden Sie die Maße in unserer Tabelle der Einfluglochgrößen.
Entscheidungstabelle: Wird eine Eule meinen Kasten nutzen?
Ein perfekter Kasten am falschen Ort bleibt leer. Prüfen Sie Ihr Grundstück anhand dieser Tabelle, bevor Sie kaufen.
| Ihr Grundstück | Wahrscheinliche Eule | Aufhängen | Chance auf Nutzung |
|---|---|---|---|
| Garten oder Park mit mehreren alten Laubbäumen | Waldkauz | Waldkauz-Kasten am Stamm | Gut, wenn nachts Waldkäuze rufen |
| Friedhof, Villenviertel oder Waldrand | Waldkauz | Waldkauz-Kasten | Gut |
| Streuobstwiese oder Weide mit alten Obstbäumen und Kopfweiden | Steinkauz | Steinkauzröhre | Mittel, höher, wo der Steinkauz schon in der Nähe brütet |
| Hof, Scheune oder Kirche am Rand offener Felder | Schleiereule, auch Turmfalke | Schleiereulen-Kasten im Gebäude | Mittel, höher, wo Schleiereulen schon jagen |
| Nadel- oder Bergwald | Raufußkauz | Spezialkasten nach Absprache mit Fachleuten | Gering, aber möglich |
| Neubaugebiet mit kleinen Gärten und wenigen Bäumen | Kaum eine Eule | Lieber einen Meisenkasten | Sehr gering |
Eine einfache Probe: Hören Sie an einem windstillen Abend im Herbst oder Spätwinter nach draußen. Das Männchen des Waldkauzes ruft ein langgezogenes, zitterndes “huu … hu-huhuhuuu”, das Weibchen ein helles “kju-witt”. Die Schleiereule ruft nicht “huhu”, sondern gibt einen heiseren, langgezogenen Schrei von sich. Der Steinkauz ruft ein weiches, ansteigendes “guuk”. Wenn Sie so etwas hören, hat ein Kasten eine echte Chance. Mit unserem Ratgeber zu Merlin Sound ID können Sie bestätigen, was Sie gehört haben.
Wo sollte ein Eulen-Nistkasten hängen?
Einen Waldkauz-Kasten hängen Sie an einen starken Stamm in mindestens etwa 4 m Höhe, gern höher. Eine Steinkauzröhre liegt auf einem waagerechten Ast. Ein Schleiereulen-Kasten gehört ins Innere eines Gebäudes. Alle brauchen einen freien Anflug.
Waldkauz-Kasten
- Einen starken Stamm wählen, am besten unter einem Ast, der den Kasten von oben etwas schützt. So entsteht ein Platz, der einer natürlichen Baumhöhle ähnelt.
- Hoch genug hängen. Etwa 4 m sind das Minimum, 5 bis 8 m schützen besser vor Störung und Katzen.
- Eine vernünftige Richtung wählen. Drehen Sie die Öffnung von der Wetterseite weg, in Mitteleuropa meist Westen.
- Den Anflug frei halten, aber einen Ast in der Nähe lassen, auf den die jungen Käuze klettern können. Junge Waldkäuze verlassen den Kasten, bevor sie richtig fliegen können, und sitzen dann als sogenannte Ästlinge in den Zweigen.
- In der Nähe von Jagdgebiet aufhängen, etwa Wiese, Waldlichtung, Bachlauf oder Parkrasen.

Steinkauzröhre
- In offener Landschaft anbringen. Der Steinkauz jagt Insekten, Regenwürmer und Mäuse auf kurzer Vegetation, etwa auf beweideten Wiesen.
- Waagerecht auf einem starken Ast befestigen, meist in einem alten Obstbaum oder einer Kopfweide, einige Meter über dem Boden.
- Auf den Marderschutz achten. Der Marder ist einer der Hauptfeinde brütender Steinkäuze.
- Mit Fachleuten sprechen. In vielen Regionen betreuen örtliche NABU-Gruppen oder Arbeitsgemeinschaften Steinkauz-Projekte und wissen, wo Röhren sinnvoll sind.
Schleiereulen-Kasten
- Neben offener Feldflur einbauen. Schleiereulen jagen tief über Wiesen, Brachen und Feldränder. Ein Kasten mitten im Wald ist verschenkt.
- Innen im Gebäude montieren, hinter einer Öffnung in der Giebelwand, hoch unter dem Dach von Scheune, Stall oder Kirchturm. So bleibt der Kasten trocken und geschützt.
- An die Nachbarn denken. Junge Schleiereulen fauchen und schnarchen nachts wochenlang laut.
- Die Eigentümer einbeziehen. Viele Kästen hängen auf Höfen und in Kirchen, und eine Absprache ist Voraussetzung.
Für Befestigung und Schutz lesen Sie unseren Ratgeber zum Aufhängen von Nistkästen an Pfahl, Baum oder Hauswand. Für einen schweren Eulenkasten brauchen Sie kräftigeres Material.
Wann sollte man einen Eulen-Nistkasten aufhängen?
Hängen Sie einen Eulenkasten im Herbst oder frühen Winter auf. Eulen wählen Tagesverstecke und Brutplätze Monate vor der Eiablage, und ein Kasten, der erst im Frühling hängt, kommt für dieses Jahr oft zu spät.
Der Waldkauz gehört zu den frühesten Brütern des Jahres. Seine Reviere werden im Herbst verteilt, und die Eiablage beginnt häufig im Februar oder März. Steinkauz und Schleiereule brüten meist ab April oder Mai, die Schleiereule in guten Mäusejahren auch ein zweites Mal. Für andere Arten lesen Sie unseren Ratgeber, wann man Nistkästen aufhängen sollte.
Nutzen Eulen einen Nistkasten wirklich?
Oft ja, wenn der Lebensraum stimmt. Waldkäuze nehmen Kästen in geeigneten Wäldern und Parks gut an, und Kastenprogramme für Schleiereule und Steinkauz werden in Deutschland und anderen Ländern Europas seit Jahrzehnten erfolgreich betrieben. In ungeeignetem Gelände bleibt ein Kasten dagegen dauerhaft leer.
So verbessern Sie die Chancen:
- Füllen Sie etwa 5 bis 8 cm grobes Holzhäcksel ein, kein feines Sägemehl, das verdichtet und nass bleibt.
- Verzichten Sie auf Rattengift. Eulen fressen vergiftete Mäuse und Ratten und können daran sterben.
- Lassen Sie Wiesen und Säume stehen. Ungemähte Randstreifen, Brachen und Hecken bieten Mäuse und Insekten.
- Schalten Sie Licht aus, das auf Kasten und Anflug fällt.
- Haben Sie Geduld. Tut sich nach drei Jahren nichts, hängen Sie den Kasten näher an gutes Jagdgebiet.
Hinweise auf Nutzung sind weiße Kotspuren am Stamm unter der Öffnung, Gewölle am Boden und kleine Federn am Eingang.
Wer zieht noch in Eulenkästen ein, und was tun?
Große Kästen sind begehrt. Turmfalke, Dohle, Hohltaube und Star nutzen sie gern, dazu Eichhörnchen, Siebenschläfer, Marder, Wespen und Hornissen.
- Heimische Vögel wie Turmfalke, Dohle, Hohltaube und Star sind willkommene Mieter. Anders als in Nordamerika, wo der Star eingeschleppt ist und aus Kästen entfernt wird, ist er bei uns heimisch und geschützt. Lassen Sie diese Bruten in Ruhe und hängen Sie für die Eule einen zweiten Kasten auf.
- Eichhörnchen tragen Laub ein. Eine glatte Metallmanschette von etwa 60 cm Höhe um den Stamm und ein Standort ohne Absprungäste bremsen sie.
- Marder greifen in flache Kästen. Tiefe Kästen, abgewinkelte Gänge und Vorräume sind der beste Schutz.
- Hornissen und Wespen besetzen Kästen im Sommer. Hornissen sind besonders geschützt; lassen Sie sie in Ruhe, die Völker sterben im Herbst ab.
Alle heimischen Eulen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, und besetzte Nester wild lebender Vögel dürfen nicht gestört werden. Schauen Sie deshalb während der Brutzeit nicht in den Kasten.

Wie oft und wie reinigt man einen Eulenkasten?
Reinigen Sie einen Eulenkasten einmal im Jahr, nach der Brut und vor der nächsten Saison. Für den früh brütenden Waldkauz sollte das spätestens im Dezember oder Januar erledigt sein.
- Prüfen Sie, ob der Kasten leer ist. Waldkäuze nutzen Kästen auch im Winter als Tagesversteck, und Siebenschläfer halten darin Winterschlaf. Schauen Sie vorsichtig hinein.
- Tragen Sie Handschuhe und eine Staubmaske. Alte Gewölle und Kot sind staubig.
- Entfernen Sie altes Material und Reste anderer Bewohner.
- Prüfen Sie den Kasten: Schrauben, Aufhängung, Abflusslöcher und den Verschluss der Klappe.
- Füllen Sie frische Einstreu ein. Beim Waldkauz etwa 5 bis 8 cm Holzhäcksel. Schleiereulen bauen aus zerfallenen Gewöllen selbst eine Unterlage, deshalb genügt bei ihnen oft eine dünnere Schicht.
Öffnen Sie einen Eulenkasten nie während Eiablage und Brut, denn Weibchen können das Gelege aufgeben. Die ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber, wann und wie man einen Nistkasten reinigt.
Was kostet ein Eulen-Nistkasten?
Ein Waldkauz-Kasten gehört zu den teureren Nistkästen, bleibt aber im Rahmen. Ein Schleiereulen-Kasten kostet wegen des vielen Materials deutlich mehr, und eine Steinkauzröhre liegt je nach Bauweise dazwischen. Oft ist die sichere Montage der größere Aufwand: kräftiges Befestigungsmaterial, eine stabile Anlegeleiter und eine zweite Person. Bei Schleiereule und Steinkauz stellen örtliche Schutzgruppen manchmal Kästen oder Hilfe beim Einbau bereit.
Kaufen oder selbst bauen?
Bauen Sie selbst, wenn Sie einfaches Werkzeug haben und einer bewährten Anleitung folgen. Kaufen Sie, wenn Sie ohne Rätselraten alle Details richtig haben wollen. Ein Waldkauz-Kasten ist ein gutes erstes Projekt, ein Schleiereulen-Kasten ist groß und schwer, und eine Steinkauzröhre mit Marderschutz ist anspruchsvoll.
Selbst bauen, wenn Sie Bretter von etwa 2 cm Stärke gerade zuschneiden, eine saubere Öffnung aussägen und eine veröffentlichte Anleitung, etwa eines Naturschutzverbands, genau umsetzen können. Verwenden Sie unbehandeltes Holz und lassen Sie die Innenseite roh.
Kaufen, wenn Sie bewährte Details wie Marderschutz oder Vorraum wollen, den Kasten noch diesen Herbst brauchen oder keine Werkstatt haben.
Ein Mittelweg ist, bei einer örtlichen NABU- oder LBV-Gruppe nachzufragen. Viele Gruppen bauen Eulenkästen selbst und kennen die Plätze, an denen sie gebraucht werden.
Checkliste für den Kauf eines Eulenkastens
Ein guter Kasten erfüllt jeden Punkt:
- Einflugöffnung passend zur Eule: um 12 cm für den Waldkauz, etwa 65 bis 70 mm für den Steinkauz
- Ausreichend Abstand zwischen Öffnung und Brutplatz oder ein Marderschutz
- Wände um 2 cm dick, innen unbehandelt
- Abflusslöcher im Boden und Lüftung unter dem Dach
- Eine Klappe oder Wand, die sich zum Reinigen öffnen lässt
- Ein Dach, das über die Öffnung hinausragt
- Raue Innenwand oder Leisten unter der Öffnung
- Keine Sitzstange
- Einstreu im Lieferumfang oder zur Hand
- Ein Montageplan und Schutz, die zu Ihrem Standort passen
Eulenkästen im Vergleich
| Kastentyp | Zieleule | Einflugöffnung | Größe | Material | Reinigung |
|---|---|---|---|---|---|
| Waldkauz-Nistkasten | Waldkauz | Um 12 cm | Tiefer Kasten, Grundfläche grob 25 bis 30 cm | Holz | Große Klappe |
| Steinkauzröhre mit Marderschutz | Steinkauz | Etwa 65 bis 70 mm | Liegende Röhre, um 80 cm bis 1 m | Holz | Abnehmbarer Deckel oder Rückwand |
| Schleiereulen-Nistkasten | Schleiereule | Öffnung in der Gebäudewand | Häufig etwa 100 x 50 cm Grundfläche | Holz | Große Klappe, innen im Gebäude |

Waldkauz-Nistkasten: bester für den Waldkauz
Was er ist: Ein großer, tiefer Holzkasten mit weiter Öffnung, Abflusslöchern und großer Reinigungsklappe.
Für wen er sich eignet: Parks, Friedhöfe, große Gärten und Waldränder mit alten Laubbäumen, in denen Sie Waldkäuze rufen hören.
Worauf Sie achten sollten: Öffnung um 12 cm, tiefe Brutkammer, Wände um 2 cm, keine Sitzstange und eine stabile Aufhängung für die Montage in mindestens etwa 4 m Höhe.
Stärken: Der Waldkauz nimmt Kästen in geeignetem Gelände gut an, und ein Kasten ersetzt fehlende große Baumhöhlen.
Schwächen: Er ist schwer, braucht eine sichere Montage in der Höhe, und Eichhörnchen, Dohlen oder Hornissen können ihn zuerst besetzen.
Nicht kaufen, wenn: Sie einen Kasten nicht sicher in mehreren Metern Höhe anbringen und reinigen können.
Steinkauzröhre mit Marderschutz: beste für den Steinkauz
Was sie ist: Eine lange Röhre, die waagerecht auf einem Ast liegt, mit einem abgewinkelten Gang zwischen Einflugloch und Brutraum.
Für wen sie sich eignet: Besitzer von Streuobstwiesen, Weiden und Höfen im Verbreitungsgebiet des Steinkauzes, am besten in Absprache mit einer örtlichen Schutzgruppe.
Worauf Sie achten sollten: Ein Einflugloch von etwa 65 bis 70 mm, ein wirksamer Marderschutz, ein Deckel oder eine Rückwand zum Reinigen und eine sichere Befestigung auf dem Ast.
Stärken: Der Marderschutz verbessert die Chancen einer erfolgreichen Brut deutlich, und das kleine Loch hält größere Konkurrenten fern.
Schwächen: Sie hilft nur in offener Landschaft mit kurzer Vegetation. In einem Stadtgarten bleibt sie leer.
Nicht kaufen, wenn: Sie keine Streuobstwiese, Kopfweiden oder Weiden in einer Gegend mit Steinkauz haben.
Schleiereulen-Nistkasten: bester für die Schleiereule
Was er ist: Ein sehr großer Holzkasten, der innen in einem Gebäude hinter einer Öffnung in der Wand montiert wird, oft mit Vorraum und Trennwand.
Für wen er sich eignet: Höfe, Scheunen, Ställe und Kirchen am Rand offener Feldflur.
Worauf Sie achten sollten: Ausreichende Größe, eine Anordnung, bei der die Jungen nicht aus der Öffnung fallen, ein Marderschutz und eine Klappe, die vom Gebäude aus erreichbar ist.
Stärken: Er gibt der Schleiereule einen trockenen, geschützten Brutplatz in Gebäuden, die heute oft verschlossen sind.
Schwächen: Er ist groß, schwer und braucht ein passendes Gebäude sowie die Zustimmung der Eigentümer.
Nicht kaufen, wenn: Sie kein ruhiges Gebäude neben offenen Feldern haben.
Häufige Fehler beim Eulenkasten
- Falscher Lebensraum: ein Schleiereulen-Kasten im Wald oder eine Steinkauzröhre im Stadtgarten.
- Zu niedrig: Ein Waldkauz-Kasten unter etwa 4 m ist für Katzen und Marder leicht erreichbar. Lesen Sie dazu, wie Sie Vögel vor Katzen schützen.
- Keine Einstreu, sodass Eier wegrollen und auskühlen.
- Eine Sitzstange oder Farbe innen.
- Aufhängen im Frühling statt im Herbst.
- Kontrollen während der Brut.
- Rattengift in der Nähe.
Welche Alternativen gibt es zum Eulenkasten?
Wenn ein Eulenkasten nicht passt, machen Sie das Grundstück eulenfreundlicher: Lassen Sie sichere tote Bäume und alte Höhlenbäume stehen, erhalten Sie ungemähte Säume und Hecken für Mäuse und Insekten und schalten Sie unnötiges Außenlicht aus.
Für kleine Gärten ist ein Singvogelkasten die einfache Alternative. Unsere Übersicht zum Nistkasten kaufen stellt Kästen für Meisen, Sperlinge und Hausrotschwanz vor. Auf Höfen und in offener Landschaft unterstützt ein Turmfalkenkasten an einem Gebäude einen weiteren Mäusejäger.
Quellen
Ausrüstung in diesem Ratgeber
Waldkauz-Nistkasten
Ein großer, tiefer Kasten mit weiter Einflugöffnung, Abflusslöchern und großer Reinigungsklappe für die häufigste Eule Mitteleuropas.
- Ideal für
- Parks, Friedhöfe, große Gärten und Waldränder mit alten Laubbäumen.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie können einen schweren Kasten nicht sicher in mehreren Metern Höhe montieren und reinigen.
- Einflugöffnung
- Etwa 12 cm, je nach Bauart
- Montagehöhe
- Mindestens etwa 4 m
- Boden
- Einstreu aus grobem Holzhäcksel
Steinkauzröhre mit Marderschutz
Eine lange, waagerecht montierte Röhre mit abgewinkeltem Gang, die den Marder vom Brutraum fernhält und dem kleinen Steinkauz eine sichere Höhle bietet.
- Ideal für
- Streuobstwiesen, Kopfweiden und Weideland im Verbreitungsgebiet des Steinkauzes.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie haben keine offene, kurzrasige Fläche mit alten Obstbäumen oder Weiden.
- Einflugloch
- Etwa 65 bis 70 mm
- Bauform
- Liegende Röhre mit Marderschutz
- Montage
- Waagerecht auf einem starken Ast
Schleiereulen-Nistkasten
Ein sehr großer Kasten für den Einbau hinter einer Öffnung in Scheune, Stall oder Kirchturm, mit Vorraum, damit Marder und Jungeulen nicht einfach durch das Loch kommen.
- Ideal für
- Höfe, Scheunen und Kirchen am Rand offener Feldflur.
- Nicht kaufen, wenn
- Sie haben kein ruhiges Gebäude mit Zugang in mehreren Metern Höhe.
- Grundfläche
- Häufig etwa 100 x 50 cm
- Einbau
- Innen hinter der Giebelwand
- Material
- Holz
Häufige Fragen
Wo hängt man einen Eulen-Nistkasten am besten auf?
Das hängt von der Eule ab. Ein Waldkauz-Kasten gehört in mindestens etwa 4 m Höhe an einen alten Baum in Park, Garten oder Waldrand. Eine Steinkauzröhre liegt waagerecht auf dem Ast eines alten Obstbaums oder einer Kopfweide. Ein Schleiereulen-Kasten wird innen in einem Gebäude hinter einer Öffnung in der Wand eingebaut, nahe offener Feldflur.
Wie groß muss das Einflugloch eines Eulenkastens sein?
Für den Waldkauz nennen Bauanleitungen meist eine Öffnung um 12 cm. Der kleine Steinkauz braucht nur etwa 65 bis 70 mm, und seine Röhre hat zusätzlich einen Marderschutz. Die Schleiereule fliegt durch eine Öffnung in der Gebäudewand, die gerade groß genug für sie ist. Zu große Öffnungen lassen Konkurrenten und Nesträuber hinein.
Wann sollte man einen Eulen-Nistkasten aufhängen?
Im Herbst oder frühen Winter. Der Waldkauz ist einer der frühesten Brüter im Jahr und beginnt oft schon im Februar oder März mit der Brut, Paare suchen ihre Höhle noch früher. Ein Kasten, der erst im Frühling hängt, kommt für dieses Jahr meist zu spät. Schleiereule und Steinkauz brüten später, profitieren aber ebenfalls von einem Kasten, der schon im Herbst bereitsteht.
Wie lange dauert es, bis Eulen einen Nistkasten nutzen?
Von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren. Waldkäuze nutzen Kästen in gutem Lebensraum oft zuerst als Tagesversteck, eine Brut kann im folgenden Frühjahr folgen. Bei Schleiereule und Steinkauz dauert es oft länger, besonders wo sie selten sind. Bleibt ein Kasten drei Jahre leer, prüfen Sie Standort und Jagdgebiet und hängen Sie ihn um.
Ziehen Eulenkästen auch andere Tiere an?
Ja. Turmfalke, Dohle, Hohltaube und Star nutzen große Kästen, ebenso Eichhörnchen, Siebenschläfer, Marder, Wespen und Hornissen. Die heimischen Vögel sind willkommene und geschützte Mieter, deren Nester nicht entfernt werden dürfen. Gegen Marder und Katzen helfen eine hohe Montage, ein Marderschutz und glatte Manschetten am Stamm. Hängen Sie für die Eule notfalls einen zweiten Kasten auf.