Wie trinken Vögel? Schöpfen, Saugen und Lecken erklärt

Wie trinken Vögel? Die meisten schöpfen einen Schluck und heben den Kopf, Tauben saugen das Wasser wie mit einem Strohhalm und Kolibris lecken mit Pumpzunge.

Ein Singvogel am Rand einer flachen Vogeltränke aus Stein hebt nach einem Schluck Wasser den Kopf (KI-Illustration)
KI-generierte Illustration, kein Foto
In diesem Artikel
  1. Kurz beantwortet: die wichtigsten Trinkmethoden
  2. Warum heben die meisten Vögel beim Trinken den Kopf?
  3. Wie trinken Tauben anders?
  4. Wie trinken Kolibris?
  5. Trinken Vögel im Flug?
  6. Wie trinken Seevögel Salzwasser?
  7. Gibt es Vögel, die nie trinken?
  8. Wie bringen Flughühner ihren Küken Wasser?
  9. Wie viel Wasser brauchen Vögel?
  10. Trinken Jungvögel Wasser?
  11. Warum baden Vögel, statt nur zu trinken?
  12. Mythen und Fakten: Wie trinken Vögel?
  13. Was bedeutet das für Vogelfreunde im Garten?
  14. Beispiele aus aller Welt
  15. Kurz und knapp
  16. Quellen
  17. Häufige Fragen

Die meisten Vögel trinken, indem sie einen kleinen Schluck Wasser in den Schnabel schöpfen und dann den Kopf heben, damit die Schwerkraft das Wasser die Kehle hinunterträgt. Durch den Schnabel saugen, so wie wir mit den Lippen nippen, können sie nicht. Es gibt wichtige Ausnahmen: Tauben trinken mit eingetauchtem Schnabel und ziehen das Wasser fortlaufend hoch, und Kolibris lecken mit einer gespaltenen Zunge, die laut Studien von Rico-Guevara und Rubega (2011 und 2015) wie eine winzige Pumpe arbeitet. Seevögel können dank spezieller Drüsen, die das Salz entfernen, sogar Meerwasser trinken.

Hier erfahren Sie, wie jede dieser Methoden funktioniert, warum Vögel so trinken, wie sie trinken, und wie Sie im Garten Wasser anbieten, das Vögel sicher nutzen können.

Kurz beantwortet: die wichtigsten Trinkmethoden

MethodeSo funktioniert sieBeispiele
Schöpfen und Kopf hebenSchnabel eintauchen, Schluck nehmen, Kopf heben, Wasser läuft hinabAmsel, Spatz, Finken, Hühner, die meisten Singvögel
Fortlaufendes SaugenSchnabel bleibt im Wasser, Wasser wird ohne Kopfheben hochgezogenTauben, Flughühner, einige Prachtfinken
Pumpende ZungeSchnelles Lecken mit einer gerillten, elastischen ZungeKolibris, einige nektarfressende Vögel
Trinken im FlugSchnabel im Tiefflug kurz durch die Wasseroberfläche ziehenSchwalben, Mauersegler, Nachtschwalben, einige Seeschwalben
Salzwasser trinkenSalzdrüsen entfernen überschüssiges SalzAlbatrosse, Möwen, Pinguine, Meeresenten
Wasser aus der NahrungFeuchtigkeit aus Futter und StoffwechselwasserViele Greifvögel, einige Wüstenvögel

Warum heben die meisten Vögel beim Trinken den Kopf?

Säugetiere trinken, indem sie einen Unterdruck erzeugen. Unsere Lippen schließen sich um einen Becher oder Strohhalm, und Wangen und Zunge senken den Druck im Mund, sodass die Flüssigkeit hineinströmt. Vögel haben harte, starre Schnäbel und keine fleischigen Wangen. Die meisten Arten können den Schnabel nicht dicht genug schließen oder genug Sog erzeugen, um Wasser gegen die Schwerkraft hochzuziehen.

Deshalb trinken sie in zwei Schritten:

  1. Eintauchen. Der Vogel senkt den Schnabel ins Wasser und lässt den Unterschnabel volllaufen, oft unterstützt durch kleine Bewegungen der Zunge.
  2. Anheben. Er hebt den Kopf, manchmal recht steil, sodass das Wasser in die Kehle läuft. Zunge und Schlundmuskeln helfen, es weiterzubefördern.

Das wiederholt der Vogel immer wieder. Gut zu sehen ist es bei Amseln, Haussperlingen, Staren, Blaumeisen und Haushühnern.

Diese Methode kostet Zeit und macht verwundbar. Während der Vogel den Kopf hebt, blickt er zwar in den Himmel, was nützlich sein kann, aber er steht dabei an offenem Wasser, wo Fressfeinde gezielt lauern. Das ist ein Grund, warum kleine Vögel eine Vogeltränke so schnell und nervös besuchen, und warum ein Standort in der Nähe von Deckung hilft.

Wie trinken Tauben anders?

Tauben sind die klassische Ausnahme. Eine Straßentaube, Ringeltaube oder Türkentaube steckt den Schnabel ins Wasser, lässt ihn dort und zieht das Wasser fortlaufend hoch, ohne den Kopf zu heben. Es sieht aus, als tränke sie mit einem Strohhalm.

Wie genau das funktioniert, wird seit Jahrzehnten untersucht. Die übliche Erklärung lautet, dass Tauben einen gut abgedichteten Schnabel mit pumpenden Bewegungen von Zunge und Schlund kombinieren und so einen gleichmäßigen Wasserstrom erzeugen. Praktisch bedeutet das: Sie können in kurzer Zeit viel Wasser aufnehmen.

Das ist wichtig, weil Tauben sich vor allem von trockenen Samen ernähren, die wenig Wasser enthalten. Sie müssen viel trinken, oft an offenen Wasserstellen, an denen sich auch Fressfeinde einfinden. Schnelles Trinken verkürzt die Zeit, in der sie angreifbar sind.

Mehrere andere Körnerfresser haben diese Fähigkeit ebenfalls:

  • Flughühner in den Wüsten Afrikas, des Nahen Ostens und Asiens.
  • Einige Prachtfinken, darunter der australische Zebrafink.
  • Mausvögel in Afrika.

Die Fähigkeit scheint bei Körnerfressern in trockenen Regionen mehrfach unabhängig entstanden zu sein, was naheliegt, weil diese Vögel so stark aufs Trinken angewiesen sind.

Wie trinken Kolibris?

Wilde Kolibris leben nur in Nord-, Mittel- und Südamerika. In Europa sieht man sie nur in Zoos und Tropenhäusern, und im Garten wird oft das Taubenschwänzchen für einen Kolibri gehalten, ein tagaktiver Schwärmer, der ebenfalls schwirrend vor Blüten steht und mit seinem langen Rüssel Nektar saugt. Für Reisende und Neugierige ist die Kolibrizunge trotzdem eines der faszinierendsten Beispiele dafür, wie Vögel trinken.

Kolibris trinken Nektar und Wasser mit einer langen Zunge, die weit über die Schnabelspitze hinausreicht. Die Zunge ist am Ende gespalten, und jede Hälfte ist der Länge nach zu einer Rinne eingerollt, mit gefransten Rändern.

Lange stand in Lehrbüchern, dass sich die Rinnen durch Kapillarwirkung füllen, so wie Wasser in einem engen Röhrchen hochkriecht. Forschungen unter Leitung von Alejandro Rico-Guevara und Margaret Rubega, veröffentlicht 2011 und 2015, nutzten Hochgeschwindigkeitsvideos an lebenden Vögeln und zeigten einen dynamischeren Vorgang:

  • Die Zunge wird flachgedrückt, während sie zwischen den Schnabelspitzen hindurchgleitet.
  • Taucht die Spitze in den Nektar ein, springt sie auf, und die Rinnen füllen sich sehr schnell, ein wenig wie eine elastische Pumpe.
  • Die gefransten Ränder rollen sich um die Flüssigkeit und halten sie fest, während die Zunge zurückgezogen wird.

Kolibris lecken beim Fressen viele Male pro Sekunde und trinken reines Wasser mit derselben Zunge. Sie baden außerdem gern und nippen an tropfenden Blättern und Sprühnebeln. Wer in Amerika Zuckerwasser anbietet, nimmt das übliche Verhältnis von 4 Teilen Wasser zu 1 Teil Zucker und keinen Farbstoff, unser Rezept für Kolibri-Nektar erklärt, warum. Wie diese Vögel ihr Fressen im Schwirrflug bewältigen, lesen Sie in wie Kolibris in der Luft stehen.

Trinken Vögel im Flug?

Manche schon. Rauchschwalben, Mehlschwalben, Mauersegler und Nachtschwalben trinken oft im Flug, indem sie tief über einen Teich oder Fluss gleiten und den Unterschnabel kurz durch die Wasseroberfläche ziehen. Die Bewegung ist schnell und präzise, und eine Schwalbe kann sie bei einem einzigen Überflug mehrmals wiederholen. An warmen Sommerabenden lässt sich das über fast jedem Dorfteich beobachten.

Mauersegler sind besonders auf das Trinken im Flug angewiesen, weil sie so selten landen. Studien mit Datenloggern an Mauerseglern haben gezeigt, dass manche Tiere den größten Teil der rund zehn Monate außerhalb der Brutkolonie ununterbrochen in der Luft bleiben. Sie müssen also in der Luft trinken, fressen und sogar schlafen. Auch Seeschwalben und einige andere Seevögel schnappen Wasser oder Nahrung von der Oberfläche, ohne zu landen.

Wie trinken Seevögel Salzwasser?

Salzwasser würde die meisten Tiere austrocknen, weil die Nieren das Salz nicht schnell genug ausscheiden können, ohne noch mehr Wasser zu verlieren. Seevögel lösen das Problem mit Salzdrüsen, auch Nasendrüsen genannt, die über den Augen liegen.

Trinkt ein Seevogel Meerwasser oder frisst er salzige Beute, ziehen diese Drüsen überschüssiges Salz aus dem Blut und geben eine konzentrierte Salzlösung ab. Bei vielen Arten tropft sie von der Schnabelspitze. Röhrennasen wie Albatrosse, Sturmvögel und Sturmtaucher können sie aus ihren röhrenförmigen Nasenlöchern regelrecht herausschleudern.

Vögel mit aktiven Salzdrüsen sind unter anderem:

  • Albatrosse, Sturmvögel und Sturmtaucher
  • Möwen und Seeschwalben
  • Pinguine
  • Pelikane, Kormorane und Tölpel
  • Meeresenten wie Eiderente und Trauerente
  • Flamingos, von denen manche auf sehr salzigen Seen leben

Bei manchen Arten können die Drüsen wachsen, wenn die Vögel in salzhaltiger Umgebung leben, und schrumpfen, wenn sie ans Süßwasser wechseln. Viele Enten und Möwen haben funktionierende Salzdrüsen, was ihnen erlaubt, Küstengewässer und Binnengewässer mit unterschiedlichem Salzgehalt zu nutzen, von der Nordsee bis zum Baggersee.

Gibt es Vögel, die nie trinken?

Einige Arten trinken nur selten, und viele beziehen einen großen Teil ihres Wassers aus der Nahrung.

Wasser aus der Nahrung

Insekten, Obst, Nektar, Regenwürmer und Beutetiere enthalten viel Wasser. Eine Drossel, die Beeren frisst, oder eine Eule, die Mäuse frisst, nimmt einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit mit der Mahlzeit auf. Viele Greifvögel sieht man selten trinken, doch die meisten trinken und baden, wenn Wasser verfügbar ist.

Stoffwechselwasser

Wenn Tiere Fett, Zucker und Eiweiß zur Energiegewinnung abbauen, entsteht unter anderem Wasser. Dieses Stoffwechselwasser kann einen spürbaren Teil des Bedarfs decken, besonders bei kleinen Körnerfressern, die Fett schnell verbrennen. Man nimmt an, dass einige Wüstenfinken und Wüstensperlinge dank Stoffwechselwasser und sehr sparsamem Wasserhaushalt lange ohne oder fast ohne Trinken auskommen.

Warum Vögel weniger Wasser verlieren als Säugetiere

Vögel scheiden Stickstoffabfälle hauptsächlich als Harnsäure aus, die eine Paste statt einer verdünnten Flüssigkeit bildet. Das ist der weiße Teil eines Vogelkots. Harnsäure statt Urin zu produzieren, spart Wasser. Vögel haben außerdem keine Schweißdrüsen, sie kühlen sich durch Hecheln und durch schnelles Kehlflattern, was bei Hitze allerdings Wasser kostet.

Wie bringen Flughühner ihren Küken Wasser?

Eines der erstaunlichsten Trinkverhalten zeigen die Flughühner Afrikas, des Nahen Ostens und Zentralasiens. Sie brüten in Wüsten, manchmal weit entfernt vom nächsten Wasser. Die Küken können nicht zu den Wasserstellen fliegen, deshalb bringen die Männchen ihnen das Wasser.

Ein Flughuhnmännchen watet in eine Wasserstelle und tränkt seine Bauchfedern. Diese Federn haben einen besonderen Aufbau mit gewundenen Federästchen, die sich entrollen und das Wasser in einer dichten Matte halten, ähnlich wie ein Schwamm. Dann fliegt es zum Nest zurück, und die Küken trinken, indem sie das Wasser mit dem Schnabel aus seinen Bauchfedern streifen. Untersuchungen der Federn zeigen, dass sie ein Mehrfaches ihres eigenen Gewichts an Wasser halten können. Berichten zufolge fliegen die Männchen dafür viele Kilometer pro Strecke, wobei die Entfernungen je nach Art und Gebiet schwanken. Das Spießflughuhn brütet übrigens auch in Europa, auf der Iberischen Halbinsel und in Südfrankreich.

Wie viel Wasser brauchen Vögel?

Das hängt von Körpergröße, Ernährung und Wetter ab. Als allgemeines Muster gilt:

  • Kleine Vögel brauchen im Verhältnis zu ihrem Gewicht mehr Wasser. Ihr kleiner Körper verliert über Atmung und Haut schneller Wasser.
  • Körnerfresser müssen mehr trinken als Vögel, die Insekten, Obst oder Nektar fressen.
  • Hitze steigert den Wasserbedarf stark, weil Hecheln und Kehlflattern Wasser verdunsten, um den Körper zu kühlen.
  • Auch Kälte hebt den Bedarf nicht auf. Vögel können Schnee fressen, doch das Schmelzen kostet Körperwärme und Energie. Offenes Wasser im Winter ist eine echte Hilfe.

Genaue Werte schwanken je nach Art und Bedingungen stark, deshalb ist bei jeder einzelnen Zahl in “Prozent des Körpergewichts” Vorsicht geboten.

Trinken Jungvögel Wasser?

Die meisten Nestlinge trinken im Nest nie selbst. Das Wasser, das sie brauchen, steckt in dem Futter, das ihre Eltern bringen. Raupen, Spinnen und andere weiche Insekten bestehen größtenteils aus Wasser, und das ist ein Grund, warum so viele körnerfressende Singvögel wie Buchfink oder Haussperling ihre Jungen mit Insekten füttern. Mehr dazu in was Jungvögel fressen.

Tauben sind auch hier eine interessante Ausnahme. Beide Eltern bilden Kropfmilch, ein nahrhaftes Sekret aus der Kropfschleimhaut, und füttern damit ihre Jungen in den ersten Tagen nach dem Schlupf. Später bekommen die Jungen im Kropf aufgeweichte Samen. Bei einigen Vögeln heißer Regionen, etwa dem afrikanischen Krokodilwächter, tränken die Altvögel ihre Bauchfedern, um Eier und Küken zu kühlen, eine einfachere Version des Flughuhn-Tricks.

Sobald Jungvögel das Nest verlassen haben, lernen sie das Trinken, indem sie Altvögel beobachten und nachahmen. Ästlinge an der Vogeltränke wirken anfangs oft ungeschickt, tauchen zu tief ein oder verschütten den Großteil des Schlucks.

Genau deshalb sollten Sie einem gefundenen Jungvogel nie Wasser geben. Junge Vögel können Wasser leicht in die Atemwege bekommen. Braucht ein Jungvogel Hilfe, wenden Sie sich an eine Wildvogelhilfe oder Vogelauffangstation.

Warum baden Vögel, statt nur zu trinken?

Vögel nutzen Wasser mindestens so sehr für die Gefiederpflege wie zum Trinken. Baden löst Schmutz und Parasiten und hilft den Vögeln, ihre Federn vor einer ausgiebigen Putzrunde neu zu ordnen. Beobachten Sie eine Tränke an einem warmen Tag, und Sie sehen eine feste Abfolge: ein paar Schlucke, dann hineinwaten, aufplustern, die Brust eintauchen und mit den Flügeln Wasser über den Rücken schleudern, danach schütteln und auf einen nahen Ast fliegen, um sich zu putzen.

Verschiedene Vögel baden unterschiedlich. Singvögel stehen meist im flachen Wasser und planschen. Schwalben und Mauersegler tauchen manchmal im Flug kurz ein. Manche Vögel bevorzugen Staub- oder Sonnenbäder, statt oder zusätzlich zum Wasser. Spatzen sieht man oft in trockener Erde baden. Eine gute Tränke bietet einen flachen Rand zum Trinken und eine etwas tiefere Zone zum Baden, die trotzdem nur etwa 5 cm tief ist.

Mythen und Fakten: Wie trinken Vögel?

Mythos: Alle Vögel saugen Wasser wie wir. Fakt: Die meisten Vögel können keinen Sog erzeugen und müssen zum Schlucken den Kopf heben. Tauben und einige andere Arten sind die Ausnahme.

Mythos: Kolibris trinken durch den Schnabel wie durch einen Strohhalm. Fakt: Sie lecken den Nektar mit einer gespaltenen Zunge, die wie eine elastische Pumpe arbeitet.

Mythos: Vögel brauchen im Winter kein Wasser, weil sie Schnee fressen. Fakt: Schnee zu fressen kostet Energie, und flüssiges Wasser zum Trinken und Baden ist knapp, wenn alles gefroren ist.

Mythos: Seevögel trinken nicht. Fakt: Viele trinken Meerwasser und entfernen das Salz mit spezialisierten Drüsen.

Mythos: Vögel bekommen am Futterhaus alles Wasser, das sie brauchen. Fakt: Körnerfutter ist trocken. Vögel, die überwiegend Samen fressen, müssen regelmäßig trinken.

Was bedeutet das für Vogelfreunde im Garten?

Eine zuverlässige, saubere Wasserstelle lockt viele Vögel an, die nie ans Futterhaus kommen, darunter Grasmücken, Drosseln, Rotkehlchen, Seidenschwänze im Winter und Hausrotschwänze. So klappt es:

  1. Flach halten. Die meisten Singvögel bevorzugen Wasser, das höchstens etwa 2 bis 5 cm tief ist, mit sanft abfallendem Rand. Legen Sie einen flachen Stein hinein, wenn Ihre Tränke tiefer ist.
  2. In die Nähe von Deckung stellen, nicht hinein. Ein Platz in Flugweite von Sträuchern oder Bäumen, aber mit freier Sicht rund um die Tränke, lässt Vögel vor Fressfeinden flüchten, ohne dass Katzen ihnen auflauern können. Siehe der richtige Standort für die Vogeltränke.
  3. Sauber halten. Wechseln Sie das Wasser alle ein bis zwei Tage und schrubben Sie die Schale regelmäßig, um Algen und Krankheiten vorzubeugen, gerade im Sommer, wenn Trichomonaden bei Grünfinken ein Thema sind. So geht es: Vogeltränke richtig reinigen.
  4. Bewegung ins Wasser bringen. Tropfendes oder leicht bewegtes Wasser weckt die Aufmerksamkeit der Vögel und ist besonders für Zugvögel attraktiv.
  5. Im Winter eisfrei halten. Eine beheizte Tränke oder täglich frisch nachgefülltes lauwarmes Wasser kann lebenswichtig sein. Siehe Vogeltränke im Winter eisfrei halten.
  6. Bei Sommerhitze Wasser bereitstellen. Bei Hitze trinken und baden Vögel mehr. Unser Ratgeber zur Frage, ob man Vögel im Sommer füttern sollte, zeigt weitere Möglichkeiten zu helfen.

Wenn Sie Ihre Tränke beobachten, achten Sie darauf, wie verschiedene Vögel trinken. Amseln und Spatzen tauchen ein und heben den Kopf. Türkentauben und Ringeltauben halten den Kopf unten und trinken in einem langen Zug.

Beispiele aus aller Welt

  • Amsel (Europa): eine klassische Trinkerin nach dem Prinzip Eintauchen und Anheben und häufiger Badegast.
  • Blaumeise (Europa und Türkei): trinkt in schnellen Schlucken mit angehobenem Kopf und besucht Tränken oft in kleinen Gruppen.
  • Straßentaube (weltweit): trinkt durch fortlaufendes Saugen, ohne den Kopf zu heben.
  • Zebrafink (Australien): ein körnerfressender Singvogel, der Wasser saugen kann, gut an trockene Gebiete angepasst.
  • Spießflughuhn (Iberische Halbinsel, Nordafrika, Naher Osten, Zentralasien): Männchen tragen Wasser in ihren Bauchfedern zu den Küken.
  • Wanderalbatros (Südpolarmeer): trinkt Meerwasser und entfernt das Salz über seine Salzdrüsen.
  • Rauchschwalbe (weit verbreitet): trinkt, indem sie im Flug die Wasseroberfläche streift.

Kurz und knapp

  • Die meisten Vögel können kein Wasser saugen, sie schöpfen und heben dann den Kopf.
  • Tauben ziehen das Wasser fortlaufend hoch, ohne den Kopf zu heben.
  • Kolibrizungen arbeiten wie winzige elastische Pumpen, nicht wie einfache Strohhalme.
  • Schwalben und Mauersegler trinken im Flug, indem sie die Oberfläche streifen.
  • Seevögel entfernen Salz aus dem Meerwasser mit Drüsen über den Augen.
  • Flughuhnmännchen tragen Wasser in besonders gebauten Bauchfedern zu ihren Küken.
  • Vögel scheiden Harnsäure aus, was im Vergleich zu Urin Wasser spart.
  • Flaches, sauberes, bewegtes Wasser ist der wirksamste Weg, trinkende Vögel anzulocken.

Quellen

Meistgelesen

Häufige Fragen

Warum legen Vögel beim Trinken den Kopf in den Nacken?

Die meisten Vögel können mit dem Schnabel keinen kräftigen Sog erzeugen, wie Säugetiere es mit Lippen und Wangen tun. Sie schöpfen das Wasser in den Unterschnabel und heben dann den Kopf, damit die Schwerkraft es die Kehle hinunterlaufen lässt, unterstützt von Zungenbewegungen. Beobachten Sie einen Spatz, eine Amsel oder ein Huhn an einer Pfütze, und Sie sehen diesen Rhythmus aus Eintauchen und Anheben Schluck für Schluck.

Können Tauben trinken, ohne den Kopf zu heben?

Ja. Tauben lassen den Schnabel im Wasser und ziehen es fortlaufend hoch, ähnlich wie beim Trinken mit einem Strohhalm. So nehmen sie in kurzer Zeit viel Wasser auf und stehen weniger lange ungeschützt an der Wasserstelle. Flughühner und einige körnerfressende Prachtfinken, darunter der Zebrafink, können ebenfalls so trinken.

Wie trinken Kolibris Nektar und Wasser?

Die Zunge eines Kolibris ist lang und an der Spitze gespalten, mit zwei Rinnen. Studien deuten darauf hin, dass sie wie eine winzige elastische Pumpe arbeitet: Zwischen den Schnabelspitzen wird sie flachgedrückt, in der Flüssigkeit springt sie auf und füllt sich blitzschnell. Fransen an den Rändern halten den Nektar zusätzlich fest. Kolibris lecken viele Male pro Sekunde und trinken Wasser auf dieselbe Weise.

Können Vögel Salzwasser trinken?

Viele Seevögel können das. Albatrosse, Sturmvögel, Möwen, Pinguine, Meeresenten und andere haben Salzdrüsen über den Augen, die überschüssiges Salz aus dem Blut filtern und als konzentrierte Salzlösung über die Nasenlöcher ausscheiden. Den meisten Singvögeln im Garten fehlen leistungsfähige Salzdrüsen, sie brauchen Süßwasser. Deshalb hilft ihnen eine saubere Vogeltränke.

Gibt es Vögel, die nie trinken?

Manche Wüstenvögel und viele Greifvögel trinken selten und beziehen den Großteil ihres Wassers aus der Nahrung. Insekten, Obst, Nektar und Beutetiere enthalten Wasser, und Vögel bilden zusätzlich Stoffwechselwasser, wenn sie Fett und Zucker abbauen. Weil sie ihre Abfallstoffe als konzentrierte Harnsäure statt als Urin ausscheiden, verlieren Vögel weniger Wasser als Säugetiere.