Ringeltauben im Garten: anlocken, füttern und Beete schützen
Ringeltauben im Garten: Körner am Boden, hohe Bäume als Brutplatz, große Tränke und Efeu für den Winter. Dazu Tipps, wie Sie Kohl und Erbsen vor ihnen schützen.
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In diesem Artikel
- Die Ringeltaube auf einen Blick
- Wie erkenne ich eine Ringeltaube?
- Wo lebt die Ringeltaube?
- Was frisst die Ringeltaube?
- Welche Futterstelle eignet sich für Ringeltauben?
- Wasser für Ringeltauben
- Pflanzen und Bäume für Ringeltauben
- Nest und Brut der Ringeltaube
- Die Ringeltaube im Jahreslauf
- Probleme und Lösungen
- Häufige Fehler
- Kurz zusammengefasst
- Quellen
- Häufige Fragen
Ringeltauben sind leicht in den Garten zu bekommen und oft schon da: Streuen Sie Körner auf den Boden oder einen stabilen Futtertisch, lassen Sie hohe Bäume stehen und bieten Sie eine große, flache Tränke mit 5 bis 8 cm Wassertiefe an. Efeu, Holunder und Eberesche liefern Beeren für den Winter. Wer Gemüse anbaut, sollte Kohl, Erbsen und Salat allerdings mit Netzen schützen, denn Ringeltauben fressen gern junge Blätter. Mit dieser Mischung aus Einladung und etwas Vorsicht haben Sie die größte heimische Taube als ruhigen Dauergast.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die Ringeltaube sicher erkennen, was sie frisst, welche Futterstelle passt, wo sie brütet und wie Sie Konflikte mit Beeten und kleineren Vögeln vermeiden. Er stützt sich auf gut belegte ornithologische Grundlagen und die Empfehlungen von Organisationen wie NABU, LBV und der Schweizerischen Vogelwarte.
Die Ringeltaube auf einen Blick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Größe | etwa 40 bis 42 cm lang, Spannweite rund 70 bis 80 cm |
| Gewicht | meist etwa 450 bis 550 g |
| Verbreitung in Deutschland | flächendeckend, in Wäldern, Feldgehölzen, Parks, Städten und Gärten |
| Jahreszeit | ganzjährig; Teilzieher, im Herbst starker Durchzug aus Nord- und Osteuropa |
| Nahrung | Getreide, Sämereien, Eicheln, Bucheckern, Knospen, Blätter, Klee, Beeren |
| Futterstelle | Boden, stabiler Futtertisch |
| Nisten | lockere Zweigplattform in Bäumen, dichten Sträuchern und Kletterpflanzen |
| Gelege | 2 weiße Eier; meist 2 bis 3 Bruten pro Jahr |
Wie erkenne ich eine Ringeltaube?
Die Ringeltaube ist die größte Taube Mitteleuropas und deutlich wuchtiger als Straßentaube und Türkentaube. Das Gefieder ist blaugrau, die Brust rosa bis weinrot überhaucht. Das auffälligste Merkmal ist der weiße Fleck an jeder Halsseite, oberhalb davon ein grün und violett schillernder Bereich. Das Auge ist hell gelblich, der Schnabel orange-gelb mit einer weißlichen Wachshaut an der Basis.
Im Flug erkennen Sie die Ringeltaube an einem breiten weißen Band quer über jedem Flügel, das auch aus großer Entfernung sichtbar ist. Der Schwanz hat eine dunkle Endbinde. Beim Auffliegen klatschen Ringeltauben oft laut mit den Flügeln.
Männchen, Weibchen und Jungvogel
Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Das Männchen wirkt manchmal etwas größer und an der Brust kräftiger gefärbt, doch zuverlässig ist das nicht. In der Balz verbeugt es sich mit aufgeblähtem Hals und gespreiztem Schwanz vor dem Weibchen und fliegt seinen typischen Balzflug. Jungvögel fehlt der weiße Halsfleck ebenso wie der Schillerglanz. Sie wirken matter und bräunlicher, das weiße Flügelband haben sie aber bereits.
Rufe
- Gesang: ein dumpfes, fünfsilbiges Gurren mit rhythmischer Betonung, etwa “gu-guuh-gu, gu-gu”, mehrmals wiederholt und oft mit einem kurzen Schluss-”gu”.
- Flügelklatschen: laut beim Balzflug und beim Auffliegen bei Gefahr.
- Nestruf: leises Gurren und Knurren am Nistplatz.
Den Gesang verwechseln viele mit der Türkentaube. Deren Ruf ist aber nur dreisilbig, “gu-guuh-gu”, und wird ohne die typische Fünferstruktur gesungen. Merlin Sound ID hilft beim Unterscheiden, doch die Vögel selbst zu sehen ist sicherer. Tipps dazu gibt unser Artikel Merlin Sound ID richtig nutzen.
Verwechslungsarten
- Hohltaube: kleiner und einheitlich blaugrau, ohne weißen Halsfleck und ohne weißes Flügelband, mit kurzen schwarzen Flügelbinden. Brütet in Baumhöhlen und Nistkästen, meist im Wald.
- Straßentaube: kleiner, mit zwei dunklen Flügelbinden und oft weißem Bürzel, dazu in vielen Farbvarianten.
- Türkentaube: schlanker und viel heller, sandfarben mit schwarzem Nackenband.
- Turteltaube: klein und bunt, mit rostbraun geschupptem Rücken; Sommergast und stark gefährdet.

Wo lebt die Ringeltaube?
Ursprünglich war die Ringeltaube ein scheuer Vogel der Wälder und Feldgehölze. Seit dem 19. Jahrhundert hat sie in weiten Teilen Europas Parks, Städte und Gärten erobert. Heute brütet sie in Deutschland von der Innenstadt bis zum Waldrand. Stadttauben dieser Art sind oft erstaunlich zutraulich, während Ringeltauben auf dem Land, wo sie bejagt werden, sehr scheu bleiben.
Die Ringeltaube gehört zu den häufigsten Brutvögeln Deutschlands. Ihre Bestände gelten insgesamt als stabil oder zunehmend, was vor allem an ihrer Anpassung an Siedlungen und an das reiche Nahrungsangebot auf Feldern liegt. Sie zählt in Deutschland zu den Arten, die nach Jagdrecht bejagt werden dürfen. Im Garten spielt das keine Rolle, dort ist sie wie alle Vögel durch das Bundesnaturschutzgesetz und die EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt, auch ihre Nester und Eier.
Zug und Winterschwärme
Ringeltauben aus Nord- und Osteuropa ziehen im Herbst nach Südwesten, besonders nach Frankreich und auf die Iberische Halbinsel. Im Oktober und Anfang November ziehen deshalb oft große Schwärme über Deutschland, die an manchen Tagen eindrucksvoll sind. Viele Ringeltauben aus Deutschland, besonders die Stadtvögel, bleiben dagegen ganzjährig. Im Winter sammeln sie sich auf Feldern, in Parks und an Futterplätzen zu kleineren oder größeren Trupps.
Verhalten im Garten
Ringeltauben laufen mit nickendem Kopf gemächlich über Rasen und Beete. Warum Tauben beim Gehen nicken, erklärt unser Artikel Warum nicken Tauben mit dem Kopf?. Sie fressen oft schnell und viel, weil sie Nahrung in ihrem großen Kropf speichern und später in Ruhe verdauen können. Mit gefülltem Kropf sitzen sie dann lange ruhig auf einem Ast.
Im Sommer sieht man Ringeltauben häufig beim Sonnenbad oder beim Baden in Pfützen. Bei Regen heben sie manchmal einen Flügel an, um die Unterseite zu nässen. Das ist normale Gefiederpflege.
Mitmachen und beobachten
Ringeltauben eignen sich gut, um das Beobachten und Zählen zu üben, weil sie groß, ruhig und leicht zu bestimmen sind. Der NABU ruft jedes Jahr im Mai zur “Stunde der Gartenvögel” und im Januar zur “Stunde der Wintervögel” auf. Dabei notieren Sie eine Stunde lang die höchste Zahl gleichzeitig gesehener Vögel jeder Art. Die Ringeltaube gehört bei diesen Zählungen regelmäßig zu den häufig gemeldeten Arten. Wer tiefer einsteigen möchte, kann Beobachtungen auf ornitho.de melden oder weltweit mit eBird führen. Im Oktober lohnt es sich an klaren Morgen, nach Durchzugsschwärmen Ausschau zu halten, die in lockeren Wellen nach Südwesten ziehen.
Was frisst die Ringeltaube?
Die Ringeltaube ist fast ausschließlich Pflanzenfresserin. Ihr Speiseplan wechselt stark mit den Jahreszeiten:
- Frühling: Knospen, junge Blätter, Klee, Löwenzahn, Keimlinge und Saatgut auf Feldern.
- Sommer: Getreidekörner, Erbsen, Sämereien, grüne Pflanzenteile, frühe Beeren wie Kirschen.
- Herbst: Eicheln, Bucheckern, Holunderbeeren, Vogelbeeren, Getreidereste auf Stoppelfeldern.
- Winter: Blätter von Raps und Kohl, Klee, Efeubeeren im Spätwinter, Körner an Futterplätzen.
Ganze Eicheln schlucken Ringeltauben am Stück und zerkleinern sie im Muskelmagen. Gelegentlich fressen sie auch kleine Schnecken oder Insekten, doch das ist die Ausnahme.
Das beste Futter für Ringeltauben
| Futter | Wie gut? | Hinweise |
|---|---|---|
| Weizen, Gerste, Mais (auch ganz) | sehr gut | Ringeltauben schaffen auch ganze Maiskörner |
| Erbsen, getrocknet | sehr gut | typisches Taubenfutter, sparsam anbieten |
| Sonnenblumenkerne | gut | am Boden unter dem Futterhaus |
| Haferflocken | gut | im Winter als Ergänzung |
| Beeren und Fallobst | gut | besonders im Herbst und Winter |
| Brot, Kuchen, Essensreste | ungeeignet | verdirbt, zieht Ratten an, kaum Nährwert |
Ringeltauben brauchen kein spezielles Futter, sie finden meist genug in der Umgebung. Wenn Sie füttern, dann sparsam und sauber. Welche Lebensmittel Sie weglassen sollten, zeigt unser Artikel Was Vögel nicht fressen dürfen.

Welche Futterstelle eignet sich für Ringeltauben?
Ringeltauben sind zu groß und schwer für die meisten Futterhäuser. Sie fressen am Boden oder auf einer breiten, stabilen Fläche:
- Am Boden auf einer übersichtlichen Rasenfläche, mit einigen Metern Abstand zu dichten Büschen, in denen Katzen lauern können.
- Auf einem stabilen Futtertisch mit Abflusslöchern und erhöhtem Rand, der das Gewicht mehrerer Tauben trägt.
Wenn Ringeltauben kleinere Vögel verdrängen, trennen Sie die Futterstellen. Kerne für Meisen und Finken bieten Sie in Futtersäulen mit kurzen Sitzstangen oder in Käfig-Futterhäusern an, an die Tauben nicht herankommen. Körner für Tauben streuen Sie getrennt davon und nur in kleinen Mengen. Wo welche Futterstelle am besten steht, erklärt unser Ratgeber Wo Sie ein Vogelfutterhaus aufstellen.
Wasser für Ringeltauben
Ringeltauben trinken wie alle Tauben, indem sie den Schnabel ins Wasser tauchen und es ohne Absetzen aufsaugen. Hintergründe dazu finden Sie im Artikel Wie trinken Vögel?. Eine große, stabile Tränke mit rauem Boden und 5 bis 8 cm Wassertiefe ist ideal. Kleine Hängeschalen sind für diese schweren Vögel ungeeignet.
Weil Tauben Krankheitserreger über das Wasser weitergeben können, ist Hygiene wichtig: Wasser im Sommer täglich wechseln, die Schale regelmäßig mit heißem Wasser und Bürste reinigen und gut trocknen lassen. Im Winter hilft eisfreies Wasser, wie unser Artikel Vogeltränke im Winter eisfrei halten erklärt.
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Pflanzen und Bäume für Ringeltauben
Ringeltauben brauchen im Garten hohe Sitzplätze, dichte Brutplätze und Nahrung. Heimische Gehölze bieten all das:
- Eiche und Rotbuche: Eicheln und Bucheckern im Herbst, dazu Sitzwarten und Brutplätze in großen Gärten.
- Efeu: dichte Brutplätze und Beeren im Spätwinter, wenn anderes Futter knapp wird.
- Schwarzer Holunder: Beeren im Spätsommer.
- Eberesche und Vogelkirsche: Beeren und Früchte für viele Vögel.
- Weißdorn und Hainbuche: dichte Hecken mit Nistplätzen.
- Nadelgehölze wie Eibe und Kiefer: ganzjährige Deckung und beliebte Neststandorte.
Eine Übersicht über Beerensträucher, die Vögel durch den Winter bringen, finden Sie im Artikel Beerensträucher für den Winter.
Nest und Brut der Ringeltaube
Das Nest der Ringeltaube ist eine lockere, flache Plattform aus Zweigen, oft so dünn, dass die Eier von unten durchschimmern. Es liegt meist in 2 bis 20 m Höhe in Bäumen, dichten Sträuchern, Efeu oder Nadelgehölzen, in Städten auch auf Gebäudevorsprüngen. Das Männchen sammelt die Zweige, das Weibchen baut.
Nistkästen nutzt die Ringeltaube nicht. Sie brütet frei. Wer ihr helfen möchte, lässt dichte Bäume und Kletterpflanzen stehen und schneidet sie nur außerhalb der Brutzeit.
Brutbiologie in Kürze
- Brutzeit: meist von April bis September, teils bis in den Oktober.
- Bruten: meist 2 bis 3 pro Jahr.
- Gelege: 2 weiße Eier.
- Brutdauer: etwa 17 Tage, beide Eltern brüten abwechselnd.
- Nestlingszeit: etwa 4 Wochen, bei Störung verlassen die Jungen das Nest manchmal früher.
- Fütterung: anfangs Kropfmilch, eine nährstoffreiche Absonderung aus dem Kropf beider Eltern, später eingeweichte Samen und Pflanzenteile.
Die flachen Nester sind anfällig für Elstern, Eichelhäher und Rabenkrähen, die Eier und kleine Junge rauben. Das ist ein natürlicher Vorgang, und Ringeltauben gleichen Verluste durch mehrere Bruten pro Jahr aus. Junge Tauben am Boden, die schon befiedert sind, werden meist noch von den Eltern versorgt. Unser Ratgeber Jungvogel gefunden: was tun? erklärt, wann Hilfe wirklich nötig ist.

Hecken und Bäume schneiden
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind starke Rückschnitte von Hecken und Gebüschen sowie Baumfällungen außerhalb des Waldes vom 1. März bis 30. September grundsätzlich verboten. Schonende Pflegeschnitte sind erlaubt, besetzte Nester dürfen aber nie zerstört werden. Da Ringeltauben bis in den Herbst brüten, lohnt sich vor jedem Schnitt ein prüfender Blick.
Die Ringeltaube im Jahreslauf
| Monat | Was im Garten passiert | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Januar | Trupps an Futterplätzen, Efeubeeren werden gefressen | Körner sparsam, eisfreies Wasser |
| Februar | Erste Balzrufe | Gehölzschnitt abschließen |
| März | Balzflüge mit Flügelklatschen | Gemüsebeete für Aussaat vorbereiten und abdecken |
| April | Nestbau, erste Gelege | Bäume und Efeu in Ruhe lassen |
| Mai | Nestlinge, junge Blätter im Beet begehrt | Kohl und Erbsen mit Netzen schützen |
| Juni | Zweite Bruten | Wasser täglich frisch |
| Juli | Jungvögel ohne Halsfleck unterwegs | Futtertisch sauber halten |
| August | Späte Bruten, Mauser | Holunder und Eberesche tragen Früchte |
| September | Letzte Bruten, Eicheln reifen | Fallobst liegen lassen |
| Oktober | Starker Durchzug aus dem Norden | Schwärme am Himmel beobachten |
| November | Wintertrupps bilden sich | Futterstelle einrichten, Hygiene beachten |
| Dezember | Ringeltauben fressen Kohl und Efeu | Wintergemüse abdecken |
Probleme und Lösungen
Ringeltauben im Gemüsebeet
Ringeltauben lieben junge Kohlpflanzen, Erbsen, Salat und Grünkohl, besonders im Winter und Frühjahr. Am zuverlässigsten hilft ein engmaschiges Kulturschutznetz oder Vlies, das straff über einen Rahmen gespannt und am Boden gut befestigt wird. Lose Netze sind gefährlich, weil sich Vögel und Igel darin verfangen können. Vogelscheuchen, Glitzerbänder und Attrappen wirken meist nur wenige Tage. Füttern Sie Tauben außerdem nicht in der Nähe des Gemüsegartens.
Tauben dominieren den Futterplatz
Eine große Ringeltaube kann viel Futter auf einmal fressen und kleinere Vögel vertreiben. Trennen Sie die Futterstellen, begrenzen Sie die Menge an Streufutter und nutzen Sie für kleine Vögel Spender, an die Tauben nicht gelangen.
Hygiene und Krankheiten
Tauben können Trichomonaden übertragen, einzellige Erreger, die für Tauben und besonders für Grünfinken gefährlich sind. Die Ansteckung erfolgt vor allem über verschmutztes Futter und Wasser. Reinigen Sie Futtertische und Tränken regelmäßig und stellen Sie das Füttern für einige Wochen ein, wenn Sie kranke Vögel sehen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Kranke Vögel am Futterhaus.
Greifvögel und Katzen
Ringeltauben sind eine wichtige Beute für den Habicht, in Städten auch für den Wanderfalken. Ein Sperberweibchen kann gelegentlich eine Ringeltaube schlagen, meist erbeutet der Sperber aber kleinere Vögel. Wenn Sie im Garten einen Kreis aus grauen Federn finden, hat dort vermutlich ein Greifvogel eine Taube gerupft. Das ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund, die Fütterung einzustellen. Sorgen Sie aber dafür, dass die Futterstelle übersichtlich ist und Tauben den Angreifer früh sehen. Warum Greifvögel an Futterstellen jagen und was Sie tun können, erklärt unser Artikel Greifvögel am Futterhaus.
Erwachsene Ringeltauben sind für die meisten Katzen zu groß und zu wachsam, doch Jungvögel, die das Nest früh verlassen, sind gefährdet. Halten Sie Katzen in den Wochen nach dem Ausfliegen möglichst im Haus oder nachts drinnen. Weitere Maßnahmen zeigt unser Ratgeber Vögel vor Katzen schützen.
Ratten
Liegengebliebene Körner am Boden locken Ratten an. Füttern Sie nur so viel, wie am selben Tag gefressen wird, und fegen Sie Reste regelmäßig zusammen.

Wenn Sie weniger Ringeltauben möchten
Nicht jeder Gartenbesitzer freut sich über fünf oder zehn Ringeltauben am Futterplatz. Sie müssen die Tauben nicht vertreiben, sondern können das Angebot so gestalten, dass kleine Vögel bevorzugt werden. Verzichten Sie auf Streufutter am Boden und bieten Sie Kerne nur in Futtersäulen mit kurzen Sitzstangen, in Käfig-Futterhäusern oder in Spendern mit Schutzgitter an. Fangen Sie herabfallendes Futter mit einer Schale auf und leeren Sie sie abends. Schälfreie Mischungen, etwa geschälte Sonnenblumenkerne, verursachen weniger Abfall am Boden. Wer weniger Körner am Boden hat, sieht meist schon nach wenigen Wochen weniger Tauben. Hintergründe dazu, warum Vögel Futter aus dem Spender werfen, erklärt unser Artikel Warum werfen Vögel Körner aus dem Futterhaus?.
Häufige Fehler
- Große Mengen Streufutter auslegen. Das zieht ganze Taubentrupps und Ratten an.
- Brot füttern. Es verdirbt und liefert kaum Nährstoffe.
- Gemüsebeete ungeschützt lassen. Junge Kohlpflanzen sind in wenigen Stunden abgefressen.
- Lose Netze verwenden. Vögel können sich darin tödlich verfangen.
- Tränken selten reinigen. Das begünstigt Krankheiten.
- Bäume und Efeu in der Brutzeit schneiden. Ringeltauben brüten bis in den Herbst.
Kurz zusammengefasst
Ringeltauben brauchen im Garten wenig Hilfe: hohe Bäume und Efeu als Brutplatz, eine große Tränke, Beerensträucher und bei Bedarf etwas Körnerfutter am Boden. Füttern Sie sparsam und sauber, schützen Sie Kohl und Erbsen mit straff gespannten Netzen und schneiden Sie Gehölze nur außerhalb der Brutzeit. Dann ist die große, ruhige Taube mit dem weißen Halsfleck ein angenehmer Dauergast und kein Gartenschädling.
Quellen
Häufige Fragen
Was fressen Ringeltauben im Garten?
Ringeltauben fressen vor allem Pflanzliches: Getreide, Sämereien, Eicheln, Bucheckern, Knospen, Klee und Blätter, besonders von Kohl, Erbsen und anderen Kreuzblütlern. Im Herbst und Winter kommen Beeren dazu, zum Beispiel von Efeu, Holunder und Eberesche. Am Futterplatz picken sie Körner, Maisbruch und Sonnenblumenkerne am Boden oder auf dem Futtertisch auf.
Wie erkenne ich eine junge Ringeltaube?
Junge Ringeltauben haben noch keinen weißen Halsfleck und keinen Schillerglanz am Hals. Ihr Gefieder wirkt matter und bräunlicher, die Augen sind dunkler. Das weiße Band auf dem Flügel, das im Flug auffällt, besitzen sie aber bereits. Den weißen Halsfleck bekommen sie erst im Laufe der ersten Monate nach dem Ausfliegen.
Wie halte ich Ringeltauben vom Gemüsebeet fern?
Am zuverlässigsten sind engmaschige, gespannte Netze oder Vlies über Kohl, Erbsen und jungen Salatpflanzen, am Boden sicher befestigt, damit sich keine Vögel verfangen. Glitzerbänder und Attrappen wirken meist nur kurz, weil sich Tauben schnell daran gewöhnen. Füttern Sie nicht direkt neben dem Gemüsegarten und bieten Sie Körner lieber an einer anderen Stelle an.
Wie oft brüten Ringeltauben?
Ringeltauben brüten meist zwei- bis dreimal im Jahr, oft von April bis in den September oder sogar Oktober. Jedes Gelege besteht aus zwei weißen Eiern. Das Nest ist eine lockere Plattform aus Zweigen in Bäumen oder dichten Sträuchern. Beide Eltern brüten und füttern die Jungen anfangs mit Kropfmilch.
Warum klatscht die Ringeltaube beim Fliegen?
Das Klatschen gehört zum Balzflug des Männchens. Es steigt steil auf, schlägt dabei die Flügel hörbar zusammen und gleitet dann in einem flachen Bogen wieder ab. Das Verhalten markiert das Revier und dient der Werbung. Auch beim plötzlichen Auffliegen bei Gefahr klatschen Ringeltauben laut mit den Flügeln, was andere Vögel warnen kann.